„Das schmerzt!“: Turn-Weltmeisterin Pauline Schäfer-Betz sagt Teilnahme an der WM ab
Chemnitz – Bei der Europameisterschaft Mitte August in Zagreb verpasste Pauline Schäfer-Betz (29) knapp die Bronzemedaille am Schwebebalken. Für die Weltmeisterschaft in Rotterdam, die Mitte Oktober stattfindet, hatte die Chemnitzer Turnerin erneut große Hoffnungen gesetzt. Doch leider wird daraus nichts.
Die Weltmeisterin von 2017 wird bei den Titelkämpfen nicht antreten. Diese Entscheidung traf Schäfer-Betz nach intensiven Gesprächen mit ihrem medizinischen und sportlichen Betreuerteam, wie der Deutsche Turner-Bund bekanntgab. Die gebürtige Saarländerin leidet seit einigen Wochen unter Schmerzen in der rechten Hüfte. Bei einer erneuten Untersuchung der MRT-Aufnahmen zeigten sich Auffälligkeiten am Labrum. Weitere diagnostische Schritte sind geplant, da die genaue Ursache der Beschwerden noch nicht abschließend festgestellt wurde.
„Die Absage der WM tut mir sehr weh. Ich wollte unbedingt im Wettkampf stehen und zeigen, woran ich in den letzten Monaten gearbeitet habe. Gleichzeitig ist es mir wichtig, die Schmerzen gründlich abzuklären und mein Training entsprechend anzupassen. Diese Entscheidung fällt mir nicht leicht, aber ich treffe sie mit Blick auf meine weitere sportliche Zukunft“, erklärte Schäfer-Betz.
Obwohl sie Beschwerden hatte, trainierte die Balken-Spezialistin zuletzt weiter und passte ihr Training an. Für die anstehende erste WM-Qualifikation an diesem Wochenende in Ketsch war eine optimale Vorbereitung unter den aktuellen Voraussetzungen jedoch nicht möglich.
„Ich bin enttäuscht – und das darf auch so sein. Dennoch nehme ich viel Positives aus den vergangenen Monaten mit: Ich habe Fortschritte gemacht, auch wenn diese bei der WM nicht sichtbar gewesen wären. Mein Ziel bleibt unverändert. Ich werde weiter hart arbeiten und freue mich darauf, bald wieder auf der Wettkampfbühne zu stehen“, so Schäfer-Betz.
Wie ihr Training in den nächsten Wochen aussehen wird, wird die Turnerin nach Abschluss der weiteren Untersuchungen gemeinsam mit ihrem medizinischen und sportlichen Team festlegen.
Die EM in Zagreb war für Schäfer-Betz der erste internationale Wettkampf seit den Olympischen Spielen in Paris vor zwei Jahren. Ihr großes Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.
Dies wäre für die Ausnahmeathletin vom KTV Chemnitz die vierte Olympiateilnahme.