Nach Ehrung der DDR-Ikone: CFC entzaubert Dresdner SC binnen vier Minuten
Dresden – Der Chemnitzer FC, Rekordtitelträger im sächsischen Landespokal, hat die erste Runde des Wettbewerbs problemlos überstanden. Am Freitagabend zeigte der Regionalligist beim Dresdner SC seine Favoritenrolle eindrucksvoll und gewann mit 7:0 (3:0) auswärts.
Das Spiel eröffnete sich mit einer Schweigeminute zu Ehren von Eberhard Vogel, der am 1. September im Alter von 83 Jahren verstorben war und als Rekordspieler der DDR-Oberliga gilt. Zwischen 1961 und 1970 absolvierte „Matz“ für die Himmelblauen mehr als 140 Pflichtspiele und wurde 1967 mit dem Klub DDR-Meister. Zudem war er beim DSC von April 2002 bis Januar 2003 als Trainer in der Regionalliga Nord aktiv.
In den ersten 15 Minuten war auf dem Feld zunächst kein deutlicher Klassenunterschied erkennbar. Die Gastgeber zeigten sich vor 1908 Zuschauern mutig und setzten immer wieder gefährliche Akzente. Der offensive Außenverteidiger Emilio Rau hatte an der Strafraumgrenze eine freie Schussbahn, doch sein Ballversatz missglückte (16.).
Acht Minuten später unterlief Rau auf der anderen Seite einen Fehler, als er den schnellen Maurizio Grimaldi im Strafraum zu spät attackierte – Elfmeter! Ron Berlinski trat an, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Torwart Marius Kuhl, der sowohl den ersten Schuss als auch den Nachschuss des Stürmers parierte.
Im Anschluss steigerte der CFC sein Spiel deutlich. Johannes Pistol verfehlte das Tor nur knapp (25.). Kurz darauf bereitete Jonas Marx für Grimaldi vor, der den Ball allerdings nicht im Netz unterbrachte.
In der 36. Minute zeigte Kuhl erneut seine Klasse und parierte einen Schuss von Grimaldi. Wenige Augenblicke später war der Schlussmann dann machtlos: Berlinski setzte sich im Strafraum durch und traf eiskalt zur Führung.
Das 2:0 folgte schnell: Stockinger zog aus der Distanz ab, Kuhl konnte den Ball nicht festhalten, und Justin Gröger nutzte die Gelegenheit, indem er den Ball per Kopf verwertete (40.).
Innerhalb von nur vier Minuten war die Begegnung entschieden. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhte Roman Eppendorfer mit einem präzisen Schuss aus knapp außerhalb des Strafraums auf 3:0.
Nach dem Seitenwechsel bauten Marx (55.), Domenico Alberico (63. und 79.) sowie Maximilian Fesser (72.) das Ergebnis weiter aus.