Oh je! Chemie Leipzig verliert matschiges Kellerduell – Horror-Heimserie hält an
Leipzig – Kaum hat man die Nachricht von Robin Friedrichs erneuter Kreuzbandverletzung verdaut, folgt schon der nächste Rückschlag: Chemie Leipzig unterlag am Freitagabend dem Tabellenletzten FSV Luckenwalde mit 1:3 (0:1) im wichtigen Abstiegskampf.
Eigentlich zeigte die Mannschaft aus Leutzsch zuletzt aufsteigende Form und konnte in den letzten vier Pflichtspielen dreimal gewinnen, darunter ein überraschender 2:1-Auswärtssieg in Aue sowie ein Pokalerfolg in Hoyerswerda (4:1). Alle Erfolge wurden allerdings auswärts errungen.
Auch gegen die Brandenburger, die nach acht Niederlagen in Folge und dem Pokalaus gegen den Sechstligisten Stahl Brandenburg (0:1) wenig Selbstvertrauen mitbrachten, gelang der BSG in der Anfangsphase ein leichtes Übergewicht.
Im nasskalten Dauerregen hatte Elias Kratzer, der offensiv immer wieder auffiel, die erste Chance. Auf dem linken Flügel klasse von Malick Sanogo in Szene gesetzt, wurde ihm der Ball in höchster Not von Quentin Seidel vom Fuß geschnappt.
Trotz der scheinbaren Kontrolle über das schwer spielbare Matschfeld gelang der Gastgeber ein herber Rückschlag. Bei einem Schuss von Felix Pilger glitt Marcel Bergmann der nasse Ball durch die Hände, was Lucas Will eiskalt zum 0:1 in der 13. Minute ausnutzte.
Auch nach rund 30 Minuten hatte Bergmann erneut Schwierigkeiten, den Ball festzuhalten. Diesmal sorgte Tim Hoops in letzter Sekunde für die Rettung. Kurz darauf vergab Hoops die große Ausgleichsmöglichkeit, sein Volley konnte Torhüter Jasper Kühn abwehren (32.).
Die Leipziger Anhänger hatten zudem wenig Verständnis für Schiedsrichterin Miriam Schwermer, die äußerst großzügig mit Gelben Karten umging und bereits im ersten Durchgang Philipp Wendt, David Pfeil und Kratzer verwarnte.
Optisch präsentierte sich die BSG auch nach der Pause und dem nachlassenden Regen weiterhin engagiert. Doch im letzten Drittel fehlten die kreativen Ideen, was sich darin zeigte, dass ein geblockter Schuss von Philipp Kühn in der 57. Minute zu den wenigen erwähnenswerten Aktionen zählte.
Schließlich erhöhten die Gäste noch zweimal: Pilger traf in der 71. Minute nach einem Konter-Traumpass von Claas Zamzow, bevor Seidel nach einer Ecke per Kopf in der 78. Minute das 3:0 erzielte. Das von Tyron Profis in der 82. Minute schön herausgespielte Ehrentor zum 1:3 konnte die Niederlage nicht mehr abwenden.
Für die Grün-Weißen ist das besonders bitter, da sie im direkten Duell nur noch drei Punkte Vorsprung auf den FSV haben.
Regionalliga Nordost Tabelle
Der diesjährige Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt in die 3. Liga auf.