Chaos-Coach Riera übt scharfe Kritik an Eintracht: Skurriler Vergleich und harsche Abrechnung
Frankfurt am Main – Kein gutes Benehmen! Albert Riera (44) meldete sich erstmals ausführlich nach seiner Entlassung bei Eintracht Frankfurt zu Wort und verabschiedete sich dabei alles andere als leise. Der frühere Trainer erklärte sein Scheitern mit einem ungewöhnlichen Hollywood-Vergleich, äußerte sich zu seinem fehlenden Einfluss bei der Kaderplanung und übte zudem deutliche Kritik an den SGE-Spielern.
In einem aktuellen Interview mit dem slowenischen Sender "Sportklub" offenbarte Riera, dass die Zusammenarbeit mit Eintracht Frankfurt von Anfang an nicht harmonierte. Zur Veranschaulichung zog der Spanier einen ungewöhnlichen Vergleich zwischen zwei Hollywood-Stars heran.
„Wir waren einfach nicht füreinander geschaffen. Nehmen Sie zum Beispiel die bezaubernde Angelina Jolie und den charismatischen Brad Pitt. Beide sind großartig, doch zusammen passen sie einfach nicht. Warum? Weil es nicht nur auf äußere Faktoren ankommt, sondern auf die kleinen Details, die darüber entscheiden, ob etwas funktioniert oder nicht“, erläuterte Riera seine Sichtweise.
Er fuhr fort: „Ehrlich gesagt, habe ich eine besondere Erfahrung gemacht. Doch Erfahrungen kann einem niemand nehmen, und sie sind der beste Weg, um zu lernen. Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort – so sieht die Realität aus.“
Sein Hollywood-Vergleich war jedoch nicht das Einzige, was Riera von sich gab. Er äußerte sich auch kritisch zur Transferpolitik der Frankfurter. Aus seiner Perspektive habe er akzeptieren müssen, dass „Frankfurt mehr verkauft als einkauft“ und dass es ihm verwehrt blieb, die gewünschten Spieler zu verpflichten.
Darüber hinaus richtete er eine unschöne Bemerkung an seine ehemaligen Spieler: „Es liegt nicht daran, dass Frankfurt schlechte Spieler hat, ganz im Gegenteil. Aber es gibt keinen einzigen Akteur in diesem Team, den ich für mein nächstes Projekt mitnehmen würde. In Celje gibt es mehr Spieler, die ich für meinen nächsten Verein wählen würde als bei Eintracht Frankfurt.“
Diese Aussage zeugt offensichtlich von großem Frust. Stilvoll wirkt das jedenfalls nicht!
Riera zufolge hätten die Probleme begonnen, als er einen wichtigen Spieler aus dem Kader gestrichen habe – gemeint war Mario Götze. Gleichzeitig übte der Ex-Coach Kritik an den Vereinsstrukturen sowie dem fehlenden Einfluss auf Scouting und Kaderzusammenstellung.
„Es gibt zwei Gründe, warum diese Geschichte nicht funktionieren konnte. Damals waren dem Verein Namen wichtiger als Resultate, und gleichzeitig erkannte ich, dass ich die Spielerprofile, die ich für die Mannschaft und die Sommertransfers gewinnen wollte, nicht zu Eintracht Frankfurt holen konnte. Die Vereinspolitik sieht vor, dass der Trainer keinen Einfluss auf Scouting und Mannschaftszusammensetzung hat. Das ist nicht das richtige Umfeld für mich, und ich wusste, dass wir auf lange Sicht nicht zusammenarbeiten können“, erklärte Riera.
Mit diesen Worten liefert Riera seine persönliche Sicht auf das schnelle Ende bei Eintracht Frankfurt – Sympathien gewinnt er damit allerdings kaum.