Erster Spieltag in der Champions League: SC Magdeburg trifft auf norwegischen Meister
Magdeburg – Am Mittwochabend startet der SC Magdeburg endlich wieder in der Champions League – ein Wettbewerb, der bei jedem Spieler große Vorfreude weckt. Trainer Bennet Wiegert (44) freut sich besonders auf das Auftaktspiel in der heimischen Halle gegen den norwegischen Klub Kolstad Håndball.
„Die Erwartungshaltung ist sehr hoch, das spüre ich auch bei den Spielern“, erklärte der 44-Jährige während einer Pressekonferenz vor dem Spiel. Besonders spannend ist der Auftritt für Dominik Kuzmanović (24), Noah Hensen (19), Malte Elze (18) und Tim Thielicke (18), die allesamt ihr Debüt in der Champions League feiern.
Mit dem norwegischen Vizemeister wartet gleich zu Beginn in der heimischen Champions-League-Premiere eine anspruchsvolle Herausforderung auf die Magdeburger. Das Team, das überwiegend aus norwegischen Akteuren besteht, kassierte in der vergangenen Ligasaison nur vier Niederlagen.
„Ich finde es ziemlich spannend, welchen Weg sie eingeschlagen haben: Mit jungen norwegischen Talenten zu arbeiten und zugleich den Kader mit zwei oder drei echten Weltklasse-Spielern zu ergänzen. Das ergibt eine gute Mischung, die sehr interessant wirkt und viel Tempo verspricht. Für mich ist das ein cooles und ambitioniertes Team“, kommentierte Bennet Wiegert die kommenden Gegner.
Trotzdem gehen die Magdeburger als Favorit in den ersten Champions-League-Spieltag. Neben dem Heimvorteil und der individuellen Klasse sprechen auch die bisherigen Resultate klar für die Grün-Roten.
In dieser Saison startet die Champions League in einem neuen Format: Statt 16 nehmen diesmal 24 Teams am Wettbewerb teil. Diese sind in sechs Gruppen zu je vier Mannschaften eingeteilt, in denen jeweils Hin- und Rückspiele ausgetragen werden. Die besten zwei Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde.
Die erste Hauptrunden-Gruppe setzt sich aus den Teams der Gruppen A, B und C zusammen, während die Clubs aus den Gruppen D, E und F in der zweiten Hauptrunden-Gruppe antreten. Dort sind insgesamt acht Spieltage vorgesehen. Besonders wichtig ist, welche Mannschaften aus der Vorrunde mit in die Hauptrunde einziehen, denn die bisherigen Ergebnisse werden übernommen.
„Meiner Einschätzung nach darf man sich keine Fehler erlauben, weil alle Punkte in die Hauptrunde mitgenommen werden können“, sagte Wiegert. „Das ist für uns natürlich ein neues Abenteuer.“
Ob das neue Format besser ist als das alte, möchte der 44-Jährige nicht beurteilen: „Ganz ehrlich: Ich beschäftige mich nicht damit, was besser oder schlechter war. Im bisherigen Modus habe ich mich wohlgefühlt. Ich weiß noch nicht genau, was mich im neuen System erwartet, daher stehe ich dem Ganzen noch etwas skeptisch gegenüber“, erklärte Wiegert seine Stimmung.