Platzverweis und Eigentor: CFC bewahrt Ruhe und sichert sich bei Chemie Leipzig wichtigen Sieg!
Leipzig – Nach der überraschenden 0:1-Heimniederlage gegen Babelsberg zeigte der Chemnitzer FC eine starke Reaktion und feierte am Sonntagabend bei der BSG Chemie Leipzig einen verdienten 3:1-Auswärtserfolg.
Die Himmelblauen verteidigten damit ihren zweiten Tabellenplatz und rückten bis auf einen Punkt an Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt heran, der gegen Erzgebirge Aue nicht über ein 2:2 hinauskam.
„Ich habe einen zähen Abnutzungskampf erwartet, auf den wir vorbereitet sein müssen“, erklärte Trainer Benjamin Duda kurz vor dem Anpfiff. Er vertraute auf dieselbe Anfangsformation wie beim 0:1 gegen Babelsberg am Mittwoch.
Kaum fünf Minuten waren im AKS gespielt, da lag der Ball bereits im Netz. Nach einem Freistoß der Gastgeber köpfte Philipp Kühn aus kurzer Distanz ein. Doch Assistent Jens Klemm hob die Fahne – Abseits. Eine knappe Entscheidung, die den Himmelblauen Glück bescherte.
Die Chemnitzer nutzten den schnell ausgeführten Freistoß sofort für einen Konter über die linke Seite. Roman Eppendorfer wurde im Strafraum von Domenico Alberico bedient, doch sein Schuss wurde von einem Leipziger Verteidiger geblockt.
Beim dritten Eckball brannte es erneut im Strafraum der BSG. Der präzise Pass von Jan Löhmannsröben setzte Darijan Silic in Szene, doch Torhüter Marcel Bergmann verhinderte mit einer starken Parade das Eigentor (13.).
In der 18. Minute setzte sich Ron Berlinski auf der linken Seite durch und umspielte den Torwart. Die anschließende Flanke klärte Philipp Wendt vor dem einschussbereiten Maximilian Fesser.
Die spielerische Dominanz der Gäste wurde in der 28. Minute belohnt. Eppendorfer, der mit einem Kopfverband aufgrund einer Verletzung oberhalb des rechten Auges spielte, schoss aus 20 Metern. Der Ball wurde von Wendt unhaltbar per Kopf abgefälscht – die verdiente Führung für den Tabellenzweiten.
Die Leipziger blieben in der ersten Halbzeit offensiv harmlos. Kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte Silic den Ball gefährlich in den Fünfmeterraum, doch Dennis Slamar klärte vor Philipp Kühn.
Nach einem Fehler des Torwarts erhöhte Tom Baumgart in der 55. Minute auf 2:0. Bergmann wehrte einen harmlosen Schuss von Tobias Stockinger zu kurz ab, sodass Baumgart aus kurzer Distanz per Kopf traf.
In der 70. Minute sah Justin Gröger, der für Löhmannsröben eingewechselt worden war, nach einer Notbremse gegen Kühn die Rote Karte.
In Überzahl warfen die Gastgeber alles nach vorne. In der 86. Minute gelang ihnen der Anschlusstreffer: Dennis Slamar lenkte eine Flanke von Malick Sanogo unglücklich ins eigene Netz.
Amadeus Zamora, der am Montag zur Nationalmannschaft Nicaraguas reist, besiegelte mit einem Kontertor nach Vorlage von David Vogt in der fünften Minute der Nachspielzeit den 3:1-Endstand.