Neuer Trainer für Bayer Leverkusen: Carles Martínez Novell übernimmt das Ruder
Leverkusen – Die Entscheidung ist gefallen: Carles Martínez Novell (42) wird der neue Cheftrainer von Bayer 04 Leverkusen und tritt damit die Nachfolge von Kasper Hjulmand (54) an.
Wie der Verein am Donnerstag bekanntgab, hat der Spanier einen Vertrag über zwei Jahre bis zum 30. Juni 2028 unterzeichnet.
Zuletzt arbeitete der 42-Jährige drei Spielzeiten lang beim französischen Erstligisten FC Toulouse, mit dem er in der vergangenen Saison den neunten Platz in der Ligue 1 belegte. Davor war Novell unter anderem in der Nachwuchsakademie des FC Barcelona tätig.
„Bayer 04 hat sich in den letzten Jahren national und international stark weiterentwickelt. Unser Ziel ist es weiterhin, dauerhaft auf höchstem Niveau konkurrenzfähig zu bleiben und unsere Position unter den Top-Clubs Europas zu festigen“, erläutert Bayer-Geschäftsführer Fernando Carro (61). Der 61-Jährige ist überzeugt, dass Novell der richtige Trainer für diese Aufgabe ist.
Die Verpflichtung des Spaniers als neuen Chefcoach beendet eine lange Suche. In den letzten Wochen wurden zahlreiche Kandidaten als mögliche Nachfolger für Hjulmand gehandelt – unter anderem sollen Filipe Luis (40) und Andoni Iraola (43) den Rheinländern jedoch abgesagt haben.
„Wir haben uns ausführlich damit beschäftigt, welcher Trainer am besten zur nächsten Entwicklungsphase von Bayer 04 passt“, bestätigt auch Sportdirektor Simon Rolfes (44). Novell erfülle alle wichtigen Anforderungen „mit klaren Prinzipien und einer modernen Spielphilosophie. Wir sind überzeugt, dass er die richtigen Impulse für unsere sportliche Zukunft setzen kann.“
Damit steht fest, dass Hjulmand den Klub nach nicht einmal einer kompletten Saison wieder verlässt. Der Däne hatte das Team nach dem zweiten Spieltag vom Niederländer Erik ten Hag (56) übernommen.
Bis zur Winterpause schien das Konzept aufzugehen: Unter Hjulmand stabilisierte sich die Mannschaft, holte neun Siege aus 13 Partien und beendete die Hinrunde auf dem dritten Tabellenplatz.
In der Rückrunde jedoch kippte die Lage zunehmend: In 19 Spielen sammelte Leverkusen nur 30 Punkte und wurde von VfB Stuttgart und RB Leipzig von den wichtigen Champions-League-Rängen verdrängt.
Erstmeldung: 4. Juni, 12:29 Uhr; zuletzt aktualisiert: 4. Juni, 13:35 Uhr