Vor dem ersten Heimspiel: Bundestrainer Klopp verkündet Wechsel im Tor!
Amsterdam (Niederlande) – Obwohl die deutsche Nationalmannschaft beim Debüt von Jürgen Klopp (59) als neuer Bundestrainer gegen die Niederlande mit einem 1:1 nur knapp den Sieg verpasste, konnte das Team gemeinsam mit dem Coach viele Sympathien in der Bevölkerung zurückgewinnen.
Der „Klopp-Hype“ war während der Begegnung deutlich spürbar, und das Team schien von dem charismatischen Motivator bis in die letzte Faser begeistert zu sein.
Im Rahmen der ausgedehnten Länderspielpause stehen der DFB-Auswahl nun noch drei weitere Partien bevor: Am Sonntag empfängt Deutschland in Augsburg Griechenland (20:45 Uhr), am 1. Oktober gastiert die Elf in München gegen Serbien, und zum Abschluss reist das Klopp-Team am 4. Oktober nach Thessaloniki, wo erneut Griechenland (20:45 Uhr) der Gegner ist.
In unserem Liveblog informieren wir Euch umfassend über alle relevanten Neuigkeiten zwischen den Spielen und während der Begegnungen.
Das Eröffnungsspiel ist vorbei, nun steht für Jürgen Klopp das erste Heimspiel als Bundestrainer an.
Nach dem Unentschieden gegen die Niederlande trifft die DFB-Auswahl am Sonntagabend auf Griechenland (Anpfiff 20:45 Uhr). Wer in der Anfangsformation stehen wird, wollte der 59-Jährige auf der Pressekonferenz wie gewohnt nicht vorab bekanntgeben. Eine Personalentscheidung teilte er jedoch mit.
„Alexander Nübel wird von Beginn an das Tor hüten, so haben wir das abgesprochen“, gab Klopp nach dem Abschlusstraining in Herzogenaurach preis.
„Ich hoffe, er genießt das Spiel morgen. Er hat es sich auch verdient, denn alle drei Torhüter hinterlassen einen hervorragenden Eindruck.“
Der Wechsel im Tor war bereits nach dem 1:1 vorgesehen. An Marc-André ter Stegens Leistung gab es für Klopp jedoch nichts zu rütteln: „Marc hat überragend gehalten. Zugegeben, bei ein paar Pässen hatte er kleine Fehler, aber ich übe absolut keine Kritik an ihm. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Darbietung“, betonte der Bundestrainer trotz der Torwartrotation.
Für Gesprächsstoff sorgte bei Klopps Premiere die zunächst scheinbar erzielte Führung der Niederländer nach einer Ecke durch van Dijk in der 13. Minute. Während der Liveübertragung gingen viele davon aus, dass das Tor wegen eines Fouls aberkannt wurde – tatsächlich war dies jedoch nicht der Fall.
Brian Brobbey hatte DFB-Keeper ter Stegen bedrängt, sodass Schiedsrichter Alejandro Hernandez Hernandez nach einem VAR-Hinweis die Szene überprüfte und den Treffer letztlich nicht zuließ. Im Gegensatz zu anderen Wettbewerben werden in der Nations League solche Entscheidungen jedoch nicht über Lautsprecher im Stadion erläutert. Deshalb ging auch Klopp zunächst von einem Foul aus: „Habt ihr den gesehen? Brobbey ist fast viereckig. Als ich mir die Szene nochmal angesehen habe, war mir klar, dass das Tor nicht zählen wird“, erklärte Klopp nach der Partie.
Der DFB bestätigte dem „kicker“ inzwischen, dass der spanische Schiedsrichter eine Abseitsposition von Brobbey beim Kopfball von van Dijk erkannt hatte. Die Videoüberprüfung diente demnach dazu, festzustellen, ob der Stürmer von AFC Sunderland aktiv ins Spiel eingriff.
Jamal Musiala (23, FC Bayern München) und Kai Havertz (27, FC Arsenal) mussten die Nationalmannschaft vorzeitig verlassen. Musiala verletzte sich bereits beim Aufwärmen vor dem Spiel in Amsterdam gegen die Niederlande (1:1), während Havertz in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste.
Die anschließenden MRT-Untersuchungen ergaben bei Musiala einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel und bei Havertz eine Zerrung im linken hinteren Oberschenkel.
Für die ursprünglich auch für das Spiel gegen Griechenland vorgesehenen Spieler rücken nun Florian Wirtz (23, FC Liverpool) und Jonathan Burkardt (26, Eintracht Frankfurt) nach. Beide gehörten zuvor eigentlich zum zweiten Team, das die Partien gegen Serbien (1. Oktober) und Griechenland (4. Oktober) bestreiten sollte.
Während Musiala für alle vier Spiele eingeplant war, war Havertz von Anfang an nur für die ersten beiden Begegnungen vorgesehen.
Ein bitterer Start für Jürgen Klopp! Die deutsche Nationalmannschaft schien beim Debüt des neuen Bundestrainers gegen die Niederlande lange auf dem Weg zum Sieg, doch kurz vor Schluss verhinderte ein ehemaliger Schützling den Traumstart und erzielte den Ausgleich zum 1:1-Endstand.
Wenige Sekunden vor dem Abpfiff setzte Cody Gakpo, den Klopp im Winter 2023 persönlich zum FC Liverpool holte, den Schlusspunkt unter ein turbulentes erstes Kapitel mit der DFB-Elf.
Zuvor hatte Felix Nmecha die deutsche Mannschaft in der ersten Halbzeit in Führung gebracht, was bei den Niederländern für Unmut sorgte, da ihr Stürmer während des Angriffs am Boden lag. Die folgende Rudelbildung symbolisierte die hitzige Atmosphäre dieses Erzrivalen-Duells, das von großer Intensität geprägt war.
Der neue Bundestrainer musste bereits vor dem Anpfiff einen Rückschlag hinnehmen, als Musiala kurzfristig ausfiel. In der 28. Minute war Klopp zudem gezwungen, Havertz aus dem Spiel zu nehmen, der bei einem Zweikampf mit Quentin Timber verletzt wurde.
Trotzdem verteidigte Deutschland über große Teile der Partie leidenschaftlich gegen eine stark agierende Niederlande, die sich den Ausgleich am Ende durchaus verdient hatte.
Endstand:
Niederlande – Deutschland 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Felix Nmecha (32.), 1:1 Cody Gakpo (90.+1)
In unserem TAG24-Liveticker zum Länderspiel in den Niederlanden könnt Ihr alle Highlights noch einmal verfolgen.
Nach seinem Debüt beim DFB äußerte sich Jürgen Klopp bei RTL zu...
... dem Spielverlauf: „Es waren zwei starke Teams in einer ähnlichen Lage, die zeigen wollten, dass nicht alles so schlecht ist, wie es oft dargestellt wird. (...) Wenn die Abläufe noch nicht perfekt sitzen, gibt es Momente, in denen man kämpfen muss, um Zweikämpfe zu gewinnen. Mit vielen individuellen Leistungen sowie der Einstellung bin ich sehr zufrieden. (...) Wir haben es uns heute oft selbst schwer gemacht, was sehr anstrengend war.“
... dem nicht anerkannten Tor für Holland in der ersten Halbzeit: „Habt ihr den gesehen? Brobbey ist fast viereckig. Als ich die Szene nochmal sah, war mir klar, dass der Treffer nicht zählen wird.“
... den Verletzungen von Musiala und Havertz: „Leider ist Jamal vor dem Spiel ausgefallen und dann auch noch Kai. Beide sind gerade im MRT, ich hoffe auf eine schnelle Diagnose und dass sie zwar fehlen, aber bald wieder fit sind.“
... dem eigenen Treffer der DFB-Elf: „Die Regel besagt, dass weitergespielt wird. Das wird wohl auch noch in hundert Jahren ein Missverständnis bleiben. Die Jungs sollen weiter spielen und den Ball nicht ins Aus spielen.“
... dem späten Ausgleich der Niederländer: „Ja, so machen sie das eben, wow. Ich habe mal den kleinen van Bommel gefragt – das hat er wohl nicht vom Vater, das muss die Mutter sein. Diesen Außenrist hat er jedenfalls nicht von seinem Vater.“
Abpfiff: Mit einem 1:1 startet Jürgen Klopp in seine Amtszeit als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft.
90. Minute +3: Aus deutscher Sicht schmerzt der späte Ausgleich natürlich, doch insgesamt war er für die Niederlande verdient.
90. Minute +1: TOR für die Niederlande! Cody Gakpo erzielt den späten Ausgleichstreffer. Nach einem Einwurf gerät die deutsche Mannschaft durcheinander, dann verliert Gnabry den Ball gegen van Bommel, der den ehemaligen Klopp-Spieler mit einem schönen Außenristpass am langen Pfosten bedient. Der Rest ist Formsache.
90. Minute: Drei Minuten Nachspielzeit werden angekündigt.
89. Minute: Ter Stegen zeigt eine starke Parade, als er einen Schuss von PSV-Stürmer van Bommel abwehrt.
88. Minute: Wieder eine Ecke für die Niederlande, Ruben van Bommel findet im Rückraum die Möglichkeit zum Schuss, der abgefälscht wird und erneut zur Ecke führt.
86. Minute: Nach einer Ecke von Veerman wird es erneut gefährlich vor dem deutschen Tor, doch ter Stegen ist zur Stelle.
83. Minute: Doppelwechsel bei den Gastgebern: Guus Til und Ruben van Bommel ersetzen Reijnders und Summerville.
82. Minute: Das Spiel pausiert kurz wegen eines Flitzers auf dem Spielfeld, der offenbar ein Foto mit Reijnders machen möchte und für Aufsehen sorgt.
82. Minute: Das DFB-Team befreit sich allmählich aus dem Druck der Niederländer und gewinnt wieder mehr Kontrolle, doch Führichs flache Flanke findet keinen Abnehmer.
80. Minute: Doppelwechsel bei Deutschland: Amiri und Adeyemi verlassen den Platz, Gnabry und erstmals Yannik Engelhardt kommen ins Spiel.
76. Minute: Schlotterbeck berührt den Ball mit der Hand und verursacht so einen Freistoß in guter Position für die Niederlande. Beim folgenden Standard ist jedoch ein deutscher Spieler zur Stelle.
73. Minute: Die Niederländer greifen erneut an, Reijnders legt auf Meerdink ab, der sofort abzieht, doch ter Stegen pariert stark.
71. Minute: Führich versucht es aus der zweiten Reihe, Verbruggen faustet den abgefälschten Ball weg.
70. Minute: Ein gelungener Entlastungsangriff für Deutschland, Führich hat viel Raum auf links und sieht die freie rechte Seite, doch Treu und Adeyemi nutzen die Chance nicht.
68. Minute: Amiri sieht wegen eines späten Einsatzes gegen Dumfries die Gelbe Karte; kurze Zeit später wird auch van Dijk verwarnt.
65. Minute: Fast der Ausgleich! Summerville bedient Dumfries, der flach zu Meerdink spielt, der im Rutschen knapp am Tor vorbeischießt.
64. Minute: Doppelwechsel bei Deutschland: Anton Stach und Chris Führich ersetzen den Torschützen Nmecha sowie Kevin Schade.
62. Minute: Nach einer Ecke der Niederländer herrscht Chaos im deutschen Strafraum. Ter Stegen pariert zunächst großartig gegen Meerdink, doch der Ball gelangt trotzdem ins Tor. Der Schiedsrichter hatte jedoch zuvor schon ein Foul gepfiffen.
60. Minute: Dumfries taucht plötzlich frei vor ter Stegen auf, doch der deutsche Torwart pariert mit dem rechten Fuß exzellent.
59. Minute: Schade zieht in die Mitte, kommt jedoch im Zusammenspiel mit Nmecha nicht zum Abschluss. Adeyemi verfehlt anschließend das Tor.
58. Minute: Schlotterbeck klärt eine Freistoßflanke per Kopf aus der Gefahrenzone.
57. Minute: Die Niederländer lassen den Ball laufen und suchen die Lücke, Adeyemi foult Summerville – daraus resultiert eine gute Freistoßmöglichkeit aus dem linken Halbfeld.
53. Minute: Nach der Ecke kommt Dumfries zum Kopfball, setzt den Ball jedoch deutlich über das Tor.
53. Minute: Die Gastgeber führen einen kurzen Freistoß auf Gakpo aus, doch Schlotterbeck klärt dessen Hereingabe per Kopf zur Ecke.
51. Minute: Timber setzt sich in der eigenen Hälfte durch und leitet den Angriff über Gakpo ein. Die deutsche Abwehr verhindert den Abschluss.
48. Minute: Dumfries erobert den Ball gegen Brown, bricht dann ab und geht zu Boden, scheint aber weiterspielen zu können.
46. Minute: Die erste Aktion in der zweiten Halbzeit gehört den Niederländern. Gakpo setzt sich gegen Treu durch und bringt den Ball in die Mitte, wo Summerville aber verpasst.
46. Minute: Die zweite Halbzeit in Amsterdam läuft!
Halbzeit: Die ersten 45 Minuten unter Klopp hatten es in sich! Deutschland startete gut, ließ sich im Verlauf jedoch von den Niederländern mehr und mehr dominieren. Das nicht gegebene Tor von van Dijk war ein Glücksmoment für die DFB-Elf. Das eigene Tor hatte zumindest einen faden Beigeschmack, auch wenn es regeltechnisch korrekt war. Zudem musste das Team mit Kai Havertz und Jamal Musiala bereits zwei Verletzte hinnehmen. Das hitzige Duell der Traditionserzrivalen bleibt spannend – hier ist noch alles möglich.
Halbzeitpause: Mit einer 1:0-Führung geht Jürgen Klopp in seine erste Halbzeit als Bundestrainer.
45. Minute +1: Adeyemi fällt bei einem Konter und reklamiert einen Ellenbogenschlag. Klopp sieht das ähnlich, Schiedsrichter und VAR jedoch nicht. Die Zeitlupe bestätigt ihre Entscheidung.
45. Minute: Drei Minuten werden in der ersten Halbzeit nachgespielt.
42. Minute: Ter Stegen wirkt heute etwas unsicher und macht einen Fehler im Spielaufbau, den er jedoch mit einer starken Parade gegen Gakpo wieder gutmacht.
41. Minute: Die Gastgeber melden sich wieder – Dumfries flankt von rechts, Summerville köpft, ter Stegen kann den Ball sicher fangen.
38. Minute: Eine Riesenchance für Deutschland! Schade legt auf Brown ab, der durchbricht und zu Adeyemi passt, der jedoch aus kurzer Distanz freistehend über das Tor schießt.
35. Minute: Besonders die Aktion von Kimmich gegen Brobbey ärgert die Niederländer, da der Ball weitergespielt wurde, obwohl Brobbey am Boden lag. Regeltechnisch ist das jedoch korrekt. Brobbey musste später ausgewechselt werden, Meerdink kam ins Spiel.
32. Minute: TOOOOOOR für Deutschland! Felix Nmecha erzielt das 1:0. Die Niederländer sind verärgert, weil Brobbey am Boden lag, während weitergespielt wurde. Der Schiedsrichter lässt das Tor jedoch zählen. Es kommt zu einer kurzen Rudelbildung.
31. Minute: Der erste Abschluss für Deutschland – Ebnoutalib schießt aus dem Strafraum, Verbruggen pariert.
30. Minute: Ebnoutalib betritt mit einem Lächeln den Platz und gibt sein Länderspieldebüt.
28. Minute: Offenbar ist das Spiel für Havertz vorbei, der durch Ebnoutalib ersetzt wird.
27. Minute: Havertz muss behandelt werden, nachdem er von Timber getroffen wurde.
26. Minute: Deutschland verteidigt einen langen Einwurf, hat dann eine Konterchance, die nicht verwertet wird.
24. Minute: Van Hecke foult Schade und sieht die Gelbe Karte.
22. Minute: Timber sieht zurecht die Gelbe Karte für ein Foul an Havertz.
19. Minute: Deutschland verliert in gefährlicher Position den Ball, die Niederländer setzen nach und machen Druck.
18. Minute: Deutschland wirkt etwas überfordert, die Niederländer werden immer dominanter.
16. Minute: Glück für Deutschland, dass Brobbey gegen ter Stegen nicht mehr ausrichten konnte.
13. Minute: Tor für die Niederlande durch van Dijk zählt nicht, da Brobbey den Torwart behindert hatte. VAR überprüft die Szene.
12. Minute: Reijnders wird bei einem Abschluss von Tah geblockt; VAR überprüft, Spiel geht weiter.
11. Minute: Brobbey fällt im Zweikampf, Elfmeterforderung bleibt ohne Reaktion.
10. Minute: Erster richtiger Abschluss der Niederländer durch Timber, der knapp am Tor vorbeischießt.
7. Minute: Die Niederländer setzen sich durch, ter Stegen fängt eine Flanke ab.
5. Minute: Deutsche Abwehr stoppt einen Konter der Niederländer.
4. Minute: Deutschland beginnt aktiv, Kombinationen funktionieren aber noch nicht optimal.
2. Minute: Adeyemi bleibt in der niederländischen Abwehr hängen.
1. Minute: Erste Gelegenheit für Deutschland, Adeyemi kommt jedoch nicht zum Abschluss.
1. Minute: Anpfiff! Das erste Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp hat begonnen.
20:47 Uhr: Vor Spielbeginn wird eine Schweigeminute für Bartina Koeman, die verstorbene Ehefrau des ehemaligen niederländischen Trainers Ronald Koeman, abgehalten.
20:42 Uhr: Die deutsche Nationalhymne erklingt im Stadion.
20:41 Uhr: Die Mannschaften betreten den Rasen der Johan-Cruyff-Arena in Amsterdam.
Eine schlechte Nachricht für den neuen Bundestrainer: Jamal Musiala musste das Aufwärmen abbrechen und fällt kurzfristig aus.
Sein Platz auf der Zehn wird von Nadiem Amiri eingenommen.
Vor dem Anpfiff tauschten sich Klopp und der niederländische Kapitän Virgil van Dijk herzlich aus.
Gemeinsam hatten sie bei Liverpool große Erfolge gefeiert, darunter einen englischen Meistertitel und die Champions League. Seit van Dijks Wechsel 2018 prägten sie eine erfolgreiche Ära an der Anfield Road.
Auch Joshua Kimmich blickt nach der enttäuschenden WM hoffnungsvoll auf die neue Zeit unter Klopp, wie er im RTL-Interview erklärte:
„Das war für mich das härteste Ausscheiden, auch jetzt schon das dritte Mal in Folge. Ich habe Zeit gebraucht, um das zu verarbeiten. (...) Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass Jürgen Klopp extrem motiviert ist und die Aufgabe für Deutschland mit voller Leidenschaft angeht. Jetzt müssen wir diese Energie in die Mannschaft bringen. Für mich geht es viel um Haltung – auf und neben dem Platz. Und dann sind wir da, um Spiele zu gewinnen.“
Vor dem Anpfiff äußerte sich Klopp am RTL-Mikrofon zu...
... den ersten Tagen mit der Mannschaft: „Die Jungs haben einen tollen Eindruck hinterlassen, aber jetzt müssen wir das auf dem Platz zeigen. Die Mannschaft kennt sich nach den wenigen Trainingstagen schon etwas, deswegen gibt es auch nicht viele Veränderungen.“
... der Bedeutung seiner neuen Rolle: „Das bedeutet mir sehr viel, auch meinem Umfeld. Viele Leute schreiben mir. Heute werden sicherlich einige zuschauen, weil ich diesen Job habe. Vom ersten Moment an habe ich gespürt, dass das etwas Besonderes ist, und ich hoffe, die Erwartungen erfüllen zu können.“
... den Nachrichten, die ihn erreichten: „Das war alles sehr speziell. Ich verstehe die Stimmung sehr gut, aber wir haben auch versucht, zu arbeiten und dem Team Sicherheit zu geben. Ob das gelungen ist, werden wir sehen. Aber es ist auch Training.“
... ob sich Julian Nagelsmann gemeldet hat: „Ich spreche nicht über Menschen, die sich bei mir gemeldet haben. (...) Bully Herbig hat sich gemeldet, Campino auch. Ich habe noch nicht alle Nachrichten geöffnet.“
Wenn man auf die Vorgänger von Jürgen Klopp blickt, gilt ein Sieg im Auftaktspiel eigentlich als gesetzt. Im neuen Jahrtausend gewannen alle Bundestrainer ihre Debüts.
Rudi Völler eröffnete 2000 mit einem 4:1 gegen Spanien, Jürgen Klinsmann folgte 2004 mit einem 3:1 gegen Österreich. Jogi Löw gewann 2006 mit 3:0 gegen Schweden, Hansi Flick (2021, 2:0 gegen Liechtenstein) und Julian Nagelsmann (2023, 3:1 gegen die USA) starteten ebenfalls siegreich. Dass das allerdings kein Garant für eine erfolgreiche Amtszeit ist, zeigen die letzten beiden Bundestrainer.
Auch eine Niederlage kann den Beginn einer erfolgreichen Epoche markieren. Franz Beckenbauer verlor sein Debüt 1984 gegen Argentinien mit 1:3, Sepp Herberger und Helmut Schön begannen mit Remis-Spielen – alle wurden später Weltmeister.
Jürgen Klopp hat seine Entscheidungen getroffen!
Wie bereits durchgesickert ist, hat der neue Bundestrainer in seiner ersten Startelf zwei kleine Überraschungen eingebaut: Kevin Schade vom FC Brentford startet auf dem rechten Flügel, Philipp Treu vom SC Freiburg verteidigt hinten rechts.
Startelf: Ter Stegen – Treu, Tah, Schlotterbeck, Brown – Nmecha, Kimmich – Schade, Musiala, Adeyemi – Havertz
Bevor die offizielle Aufstellung bekanntgegeben wird, werfen wir noch einen Blick auf die Zahlen zum heutigen Duell.
Beide Teams trafen bereits 48 Mal aufeinander, von denen Deutschland 18 für sich entscheiden konnte, die Niederlande 12. Weitere 18 Begegnungen endeten unentschieden.
Das wohl bekannteste Spiel ist das WM-Achtelfinale 1990, als Frank Rijkaard den heutigen DFB-Direktor Rudi Völler zweimal anspuckte. Der höchste deutsche Sieg war ein 7:0 im Jahr 1959. Zwischen 1957 und 1986 blieb Deutschland in zehn Spielen gegen den Rivalen ungeschlagen.
Letzte Saison trafen beide Mannschaften in der Nations League aufeinander. Das Hinspiel in den Niederlanden endete 2:2, im Rückspiel in München gewann das Team unter Nagelsmann durch einen Treffer von Jamie Leweling mit 1:0.
Nach mehr als einem Jahr steht Marc-André ter Stegen heute wieder zwischen den Pfosten im DFB-Trikot.
Sein letzter Einsatz war im Nations-League-Finale im Juni 2025 gegen Frankreich (0:2). „Ich freue mich sehr, das ist eine besondere Situation. Es wird ein tolles Spiel“, sagte er auf der Pressekonferenz.
Der 34-Jährige spielt mittlerweile leihweise bei Ajax Amsterdam und ist dort sofort Stammspieler geworden. Er kehrt somit in seinem neuen Zuhause zurück in die Nationalmannschaft. „Ich bin einfach glücklich, wie sich alles in den letzten Monaten entwickelt hat“, so ter Stegen.
Zuletzt hatte der Torhüter aufgrund von zwei Verletzungen lange gefehlt und verpasste auch die WM. Nun hofft er unter Klopp wieder auf ein großes Turnier. „Ich denke vor allem daran, gesund zu bleiben“, gab er vorsichtig zu verstehen.
Neben Ter Stegen nominierte Klopp auch Noah Atubolu, Jonas Urbig, Finn Dahmen und Alexander Nübel für die vier Länderspiele.
Der spanische Schiedsrichter Alejandro Hernandez Hernandez wird die heutige Nations-League-Partie leiten.
Für ihn ist es das erste A-Länderspiel mit Deutschland. Der 42-Jährige war auch bei der WM 2026 im Sommer im Einsatz, allerdings nur beim Vorrundenspiel Brasilien gegen Haiti (3:0). Er verfügt über viel Erfahrung aus der spanischen LaLiga (258 Spiele) sowie aus Europa- und Champions-League-Partien.
Er wird unterstützt von den Assistenten José Naranjo und Diego Sánchez Rojo, als Vierter Offizieller fungiert Alejandro Quintero González. Der VAR ist Carlos del Cerro Grande.
Ist der Hype um Klopp gerechtfertigt? Schon vor dem ersten Einsatz sorgte Jürgen Klopp hierzulande für viel Euphorie. Ob er tatsächlich der Retter des deutschen Fußballs sein kann, wird sich zeigen, doch die Fans setzen große Hoffnungen in ihn.
Eine Umfrage der Plattform „FanQ“ mit über 4000 Teilnehmern ergab, dass 59,76 Prozent der deutschen Fans dem 59-Jährigen zutrauen, einen Wandel herbeizuführen. Zudem halten 84,51 Prozent es für richtig, dass Klopp für seine ersten vier Spiele einen großen Kader mit 44 Spielern nominiert hat.
Auch die Rückkehr von Kimmich ins Mittelfeld (85,72 Prozent Zustimmung) sowie die Nichtberücksichtigung von Leroy Sané (88,96 Prozent Zustimmung) wird von der Mehrheit unterstützt. Nur das Fehlen von Deniz Undav vom VfB Stuttgart stößt mit 44,31 Prozent auf weniger Zustimmung.
Nicht nur Klopp feiert heute sein Debüt als Bundestrainer, auch Xavi Hernandez steht bei den Niederländern erstmals an der Seitenlinie.
Der 46-jährige Spanier übernahm die Elftal nach dem enttäuschenden EM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Marokko und dem Rücktritt von Ronald Koeman. In den Niederlanden wird er jedoch eher skeptisch betrachtet, da ausländische Trainer selten beliebt sind. Xavi ist der erste ausländische Trainer seit Ernst Happel vor knapp 50 Jahren (1977–78).
„Jürgen Klopp hat bewiesen, der bessere Trainer zu sein“, sagte etwa der ehemalige niederländische Profi Erik Meijer im ran-Interview. Klopp selbst sieht Xavi als Trainer, der zum Spielstil der Niederlande passt. „Barcelona und Holland liegen spielerisch gar nicht so weit auseinander“, erklärte der 59-Jährige.
Ein Kreis schließt sich: Zum Start von Jürgen Klopp als Bundestrainer läuft Deutschland in den letzten Trikots des langjährigen Ausrüsters Adidas auf.
Das neue Jersey wurde erst am Mittwoch präsentiert, deutlich früher als geplant. Adidas hatte das finale Trikot mit den drei Streifen eigentlich erst für den 3. November angekündigt, kurz vor dem Wechsel zu Nike.
Ursprünglich war für die Nations-League-Spiele ein grünes Retro-Trikot im Design von 1990 vorgesehen, doch die UEFA-Regularien machten dem einen Strich durch die Rechnung. Die Ärmel bieten keinen Platz für Wettbewerbslogos, außerdem fehlen die Nummern auf der Vorderseite, was gegen die Bestimmungen verstößt. Daraufhin präsentierte Adidas sofort das schwarz-weiß-goldene Abschiedstrikot.
Klopp findet das Trikot „wunderschön“, wie er auf der Pressekonferenz sagte. „Mir gefällt es sehr, es ist absolut klassisch.“ Über den Preis wusste der Trainer nichts: „Ich habe schon lange kein Trikot mehr gekauft“, gestand er.
Das Debüt von Klopp als Bundestrainer wird live und exklusiv im Free-TV bei RTL übertragen.
Dafür nimmt der Sender sogar eine Kultserie aus dem Programm: Weil die Vorberichterstattung bereits 65 Minuten vor Anpfiff um 19:40 Uhr beginnt, entfällt „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.
Moderatorin Laura Wontorra führt durch den Abend, als Experte ist Rekordnationalspieler Lothar Matthäus dabei. Kommentator ist Wolff-Christoph Fuss.
Alternativ lässt sich das Spiel auch im Livestream auf RTL+ verfolgen, allerdings benötigt man dafür ein kostenpflichtiges Abonnement.
Das zweite Spiel unter Klopp am Sonntag gegen Griechenland zeigt die ARD, die ihr Programm ebenfalls ändert und den „Tatort“ ausfallen lässt.
Wie wird „Kloppo“ sein erstes Länderspiel als Bundestrainer beginnen? Laut Bild soll es zwei kleine Überraschungen in der Startformation geben.
Kevin Schade vom FC Brentford und Philipp Treu vom SC Freiburg sollen von Beginn an auflaufen. Für Treu wäre es zugleich sein Debüt im DFB-Trikot.
Marc-André ter Stegen wird heute das Tor hüten, Joshua Kimmich wird das Mittelfeld verstärken, weshalb Treu die rechte Verteidigerposition übernimmt. Die Innenverteidigung bilden Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck, links verteidigt Nathaniel Brown. Felix Nmecha, Karim Adeyemi und Jamal Musiala komplettieren offenbar das Mittelfeld, Kai Havertz spielt im Sturmzentrum.
Vor einer Woche hatte Klopp 24 Spieler in seinen ersten Kader berufen, doch laut UEFA-Regeln dürfen nur 23 Spieler für das Spiel nominiert werden. Deshalb muss Bambasé Conté zunächst auf sein Debüt warten.
Das bestätigte der DFB am Donnerstag vor dem Spiel. Klopp hatte bereits in der Pressekonferenz erklärt, dass er die Entscheidung getroffen und mit dem Spieler gesprochen habe.
„Ich kann sagen, dass der Spieler im nächsten Kader auf jeden Fall dabei sein wird“, sagte der gebürtige Stuttgarter. Am Sonntag gegen Griechenland wird Conté somit definitiv im Aufgebot stehen.
Der 23-Jährige war eine Überraschung in Klopps großem Kader. In der vergangenen Saison war er an SV Elversberg ausgeliehen, wo er mit vier Toren und sechs Vorlagen maßgeblich zum Aufstieg beitrug. In der laufenden Saison kam er sechsmal bei der TSG Hoffenheim zum Einsatz und gab bereits drei Assists.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum ersten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp.
Vor dem spannenden Duell in Amsterdam versorgen wir Euch mit allen wichtigen Infos rund um das DFB-Team.