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BSG-Kühn trifft doppelt per Kopf: Zwickau verschenkt in spannender Schlussphase in Leipzig den Sieg

Leipzig/Zwickau – Nach dem achten Spieltag in der Fußball-Regionalliga Nordost wartet die BSG Chemie weiterhin auf den ersten Erfolg. Die Leipziger zeigten in der intensiven Schlussphase viel Einsatz und sicherten sich wenigstens einen Punkt. Im Duell zweier Traditionsvereine trennten sich die BSG Chemie und der FSV Zwickau am Samstag mit einem 2:2 (0:2). Die Westsachsen verloren dabei einen bereits sicher geglaubten Sieg noch leichtfertig. Es wäre der vierte Erfolg in Folge gewesen.

Chemie dominierte zwar das Spiel, doch Zwickau erzielte die Tore – so lässt sich die erste Halbzeit im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark zusammenfassen.

Die Gastgeber zeigten eine starke Offensive und erspielten sich allein im ersten Durchgang zehn Eckbälle. Rajk Lisinski traf per Kopf zudem nur die Querlatte (25.).

FSV-Keeper Lucas Hiemann zeigte sich mehrfach glänzend und rettete zweimal stark. In der 23. Minute lenkte er eine gefährliche Hereingabe von Willi Reincke, die Oliver Fobassam abgelenkt hatte, noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

Fünf Minuten vor der Pause blieb der viel beschäftigte Schlussmann auch im Duell gegen Philipp Kühn siegreich und verhinderte einen Gegentreffer.

Zur Halbzeit führte das Team von Trainer Rico Schmitt bereits mit 2:0. Nach einer präzisen Flanke von Theo Martens aus dem linken Halbfeld brachte Paul-Philipp Besong den Ball aus kurzer Distanz im langen Eck unter (15.) – sein erstes Pflichtspieltor für Zwickau.

In der 32. Minute nutzten die Westsachsen ihre zweite große Chance. Diesmal bereitete Tim Hannemann vor, und der ehemalige Chemie-Spieler Philipp Harrant (von 2022 bis 2024 in Leutzsch) köpfte am Fünfmeterraum völlig unbedrängt zum 2:0 ein.

Nach dem Seitenwechsel parierte Hiemann zunächst Schüsse von Lisinski (51.) und Malick Sanogo (52.), ehe die Hausherren etwas nachließen.

Der FSV spielte danach ausgeglichener, wagte aber kaum Vorstöße in die gegnerische Hälfte – was sich letztlich rächen sollte. In der 79. Minute brachte Philipp Wendt eine Flanke von der linken Seite, die Kühn aus kurzer Entfernung per Kopf verwertete.

Nur sechs Minuten später war Kühn erneut zur Stelle: Nach einem Lattentreffer bugsierte er den Ball im Fallen mit dem Kopf über die Linie und sorgte so für den Ausgleich (2:2).

In der Nachspielzeit schien Lucas Albert das vermeintliche 3:2 für Zwickau per Kopf erzielt zu haben, doch Schiedsrichter Benjamin Strebinger erkannte ein Foul des Stürmers und entschied auf Freistoß für Chemie. Somit blieb es beim verdienten Unentschieden.

Regionalliga Nordost – Tabelle

Der Meister der Regionalliga Nordost sichert sich in dieser Saison den direkten Aufstieg in die 3. Liga.