Wo soll bei Chemie Leipzig bitte die Hoffnung herkommen? „Ich kann diese Niederlage einfach nicht mehr hören“
Leipzig – „Ein 0:1 zu verlieren, darüber kann ich kaum noch sprechen“, äußerte Chemie Leipzigs Trainer Alexander Schmidt (57) bereits vor der 0:1-Niederlage am Dienstag gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Die Grün-Weißen kassieren immer wieder knappe Niederlagen. Alle bisherigen Versuche, dem entgegenzuwirken, blieben ohne Erfolg.
Aktuell weiß in Leutzsch niemand so recht, woher die Zuversicht kommen soll, am Freitagabend (19 Uhr) gegen die starke VSG Altglienicke die Wende zu schaffen.
Die Chemiker müssen endlich treffen. „Wir hatten erneut genügend Chancen, um mindestens drei Tore zu erzielen. Doch im Fußball entscheidet nun mal die Realität auf dem Platz – und die liegt darin, seine Möglichkeiten zu nutzen“, zeigte sich Schmidt auch nach dem Spiel in Magdeburg ratlos, wie sich die Situation verbessern lässt.
Im Grunde hat man bei Chemie in den vergangenen Wochen wichtige Weichen gestellt. Mit Malick Sanogo (22) und Philipp Kühn (23) wurden Spieler verpflichtet, die die Torflaute beenden sollen.
Erfahrene Mittelfeldakteure wie Willi Reincke (23) sollen außerdem sicherstellen, dass die Offensive ausreichend Chancen und Vorlagen erhält.
Natürlich braucht es einige Zeit, bis sich diese Veränderungen einspielen. Doch gefühlt bleibt Chemie dafür keine Zeit. Nach sechs Spieltagen steht man mit nur einem Punkt auf dem letzten Platz der Regionalliga Nordost – eine erneute mittlere Katastrophe, die man nach der letzten Saison und einem vergleichbaren Fehlstart unbedingt vermeiden wollte.
Mit der Verpflichtung von Schmidt gelang damals der Umschwung. Nun ist er erneut gefordert, das Team wieder auf Kurs zu bringen.
Doch wie schon gesagt: Gegen den Aufstiegsanwärter aus Berlin, der im DFB-Pokal den Zweitligisten VfL Wolfsburg fast besiegt hätte, wird es äußerst schwer. Umso größer wäre die Motivation für die kommenden Aufgaben, wenn Chemie in der Hauptstadt für eine Überraschung sorgen könnte.
Regionalliga Nordost Tabelle
In dieser Saison steigt der Meister der Regionalliga Nordost direkt in die 3. Liga auf.