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Tabellenletzter, viele Verletzungen und nur ein Treffer: Chemie Leipzig vor dem Duell gegen Jena mit Appell an die Anhänger

Leipzig – Die Erwartungen in Leutzsch waren hoch: Endlich sollte der Fehlstart in die neue Saison vermieden werden. Doch zum dritten Mal hintereinander steht die BSG Chemie Leipzig nach nur wenigen Spieltagen wieder ganz unten in der Tabelle. Die Aussichten für die kommenden Wochen sind wenig vielversprechend.

Mit lediglich einem Punkt und einem einzigen Tor aus den ersten vier Begegnungen belegt das Team aktuell den letzten Rang in der Regionalliga Nordost.

Am Freitagabend um 19 Uhr empfängt man im Alfred-Kunze-Sportpark mit dem FC Carl Zeiss Jena einen Gegner, gegen den seit 2022 kein Sieg mehr gelang – ein echter Angstgegner.

Das macht die Chancen auf einen Erfolg ohnehin schon gering. Zusätzlich plagen die Grün-Weißen nun erhebliche Verletzungsprobleme und müssen zudem auf den gesperrten Marc Enke (22) verzichten, der nach der letzten Partie mit Rot vom Platz musste.

„Wir stecken gerade in einer schwierigen Phase, vielleicht sogar in der schwersten seit meinem Amtsantritt. Aber wir müssen das gemeinsam durchstehen, auch wenn es nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen“, erklärte Chemie-Trainer Alexander Schmidt (57) vorsichtig während der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Obwohl die Lage angespannt ist, bemühte sich der Coach, Zuversicht zu vermitteln – eine Haltung, die er auch an die Fans weitergeben möchte: „Ich bitte unsere Anhänger, nicht alles so negativ zu sehen. Wir wissen, dass wir besser spielen und mehr Tore sowie Punkte erzielen müssen.“

Der Ausblick bleibt jedoch herausfordernd: Nach dem Aufeinandertreffen mit Jena warten unter anderem Magdeburg, Altglienicke und Zwickau auf die Leipziger. Auf Nachfrage bei TAG24 gab Schmidt preis, dass neben Christoph Maier (26) und Hector Hink (23) nun auch Luca Bürger (30) ausfallen wird. Die ohnehin schon schwache Offensive der Grün-Weißen wird dadurch weiter geschwächt.

Eine mögliche Hoffnung auf Besserung könnte die Neuverpflichtung Philipp Kühn (23) bringen. Vielleicht ist er derjenige, der endlich für Tore sorgt? Schmidt meint dazu: „Man hat es bereits im Training gemerkt: Mit ihm herrschte sofort mehr Dynamik auf dem Platz.“