Null Punkte, kein Treffer: Dynamischer Nebel-Ausrutscher bringt Chemie Leipzig einen bitteren Fehlstart ein
Berlin – Nach zwei Partien ohne eigenen Torerfolg und ohne Punktgewinn hat die BSG Chemie Leipzig in der noch jungen Regionalliga-Saison erneut genau den Fehlstart hingelegt, den man eigentlich vermeiden wollte. Am Samstagabend setzte es beim BFC Dynamo eine unglückliche 0:2-Niederlage (0:0). Nun ist die Mannschaft gefordert, schnell Lösungen zu finden, um nicht erneut dauerhaft im Tabellenkeller festzustecken.
Nach einer kurzen Abtastphase zu Beginn war das Spiel praktisch frühzeitig unterbrochen. Schiedsrichter Johannes Schipke schickte die Teams zurück in die Kabinen, da dichter weißer und schwarzer Nebel aus dem Dynamo-Block auf das Spielfeld zog.
Nach einer längeren Pause konnte die Begegnung schließlich fortgesetzt werden. Aufgrund der Verzögerung gab es am Ende der ersten Halbzeit satte neun Minuten Nachspielzeit.
Auf dem Rasen ging es äußerst robust zu. Die Leipziger erhielten für mehrere Fouls insgesamt vier Gelbe Karten, darunter eine für Trainer Alexander Schmidt, der sich lautstark über Entscheidungen beschwerte.
Die Nebengeräusche rund ums Geschehen erwiesen sich am Ende fast als spannender als die Partie selbst. Beide Teams hatten durchaus Chancen, diese wurden jedoch nicht konsequent genug genutzt.
Die größte Möglichkeit der ersten Hälfte ergab sich in der 41. Minute, als Levin Mattmüller den Chemie-Keeper Marcel Bergmann nach einer missglückten Abwehrprobe prüfte. Bergmann behielt jedoch die Nerven und klärte mit den Fäusten.
So ging es folgerichtig torlos in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel vor rund 3000 Zuschauern (davon 750 aus Leipzig) änderte sich wenig am Spielverlauf.
Man konnte gut erkennen, warum beide Mannschaften bereits am ersten Spieltag ohne Sieg geblieben waren. Trotz einiger Unsicherheiten in der Abwehr des BFC gelang es Chemie nicht, daraus Kapital zu schlagen.
Trainer Schmidt reagierte und brachte mit Tyron Profis und Marc Sodji zwei Offensivspieler, die frischen Schwung in den Angriff bringen sollten.
Doch stattdessen erzielten die Hausherren den Führungstreffer. Nach einer Ecke konnte Rufat Dadashov ungestört zum Kopfball kommen, Bergmann rutschte der Ball durch die Beine – 1:0 (71.).
Dieser Gegentreffer war besonders bitter für Grün-Weiß, die in der Schlussphase zumindest noch den Ausgleich erzwingen wollten.
Doch der BFC gab sich nicht zufrieden und erhöhte sogar auf 2:0. Leander Fritzsche setzte sich auf der linken Seite stark gegen Philipp Wendt durch und behielt aus sechs Metern die Übersicht zum Abschluss (81.). Kurz danach war das Spiel entschieden.