Gewaltsamer Übergriff: Nationalspieler (†27) durch Pflastersteine zu Tode geprügelt
Kampala (Uganda) – Die Fußballszene Ugandas trauert um David Owori, der nach einem brutalen Überfall ums Leben kam. Der 27-jährige Nationalspieler wurde offenbar von Tätern mit Pflastersteinen attackiert und dabei tödlich verletzt. Der Rechtsverteidiger verstarb viel zu früh.
Wie die lokale Zeitung „Monitor“ berichtet, wurde der Sportler am Dienstagabend gegen 20 Uhr Ortszeit auf dem Heimweg in einem Vorort von Kampala von einer Gruppe überfallen.
Augenzeugen zufolge schlugen die Angreifer mit Pflastersteinen auf den sich wehrenden Owori ein und raubten ihm seine Wertgegenstände, darunter sein Mobiltelefon, wie auch die „BBC“ berichtet. Danach flüchteten die Täter und ließen den schwer verletzten Spieler zurück.
Ein enger Freund und ehemaliger Teamkamerad, Nicholas Kabonge (31), fand Owori und brachte ihn in ein Krankenhaus in Kampala. Zwar war der Fußballer zunächst noch bei Bewusstsein, doch verschlechterte sich sein Zustand dort rasch.
Am Mittwoch veröffentlichte sein Verein SC Villa ein Statement: „Mit großer Trauer müssen wir den vorzeitigen Tod unseres Kapitäns David Owori bekanntgeben, der nach einem Angriff mutmaßlicher Krimineller in der Case-Klinik behandelt wurde.“
„Unser tief empfundenes Mitgefühl und unsere Gebete gelten seiner Familie. Ruhe in Frieden, Kapitän“, fügte der Klub hinzu. „Wir haben nicht nur einen Spieler verloren, sondern auch einen Anführer, einen Bruder und einen Freund.“
Auch der ugandische Fußballverband FUFA bekundete in einer Erklärung sein Beileid: „David war weit mehr als ein Fußballer. Er war ein Vorbild und eine Inspiration für eine ganze Generation.“
Das Parlament Ugandas hielt zudem eine Schweigeminute zu Ehren des Verstorbenen ab und forderte eine schnelle Aufklärung des Vorfalls.
Der tragische Tod sorgte landesweit für Empörung angesichts der zunehmenden Kriminalität. Besonders in Kampala sind Überfälle durch gewalttätige Straßengangs sowie Einbrüche in letzter Zeit deutlich gestiegen. Auch andere Sportler, Prominente und Bürger waren bereits Opfer dieser Taten.
Owori stammt aus Tororo im Osten Ugandas an der Grenze zu Kenia und begann seine Profi-Karriere 2016 beim Vipers SC.
Schon 2018 wechselte er zum SC Villa, wo er später Kapitän wurde. Zwischenzeitlich versuchte er sein Glück in Europa: 2021 wechselte der vielseitige Außenverteidiger, der auch im Mittelfeld eingesetzt werden konnte, zum spanischen Vélez CF, bevor er 2022 nach Schweden zu Utsiktens BK ging.
Auf diesen Stationen gelang es ihm jedoch nicht, sich dauerhaft durchzusetzen, weshalb er im Februar 2023 erneut zu SC Villa zurückkehrte. Mit dem Rekordmeister der ugandischen Premier League gewann er 2024 nach fast 20 Jahren ohne Titel den 17. Meisterschaftspokal.