Gruda öffnet den Kasten und schießt RB Leipzig zum ersten Sieg in der Champions League-Saison!
Leipzig - Der Fehlstart ist abgewendet! Im ersten Heimspiel der Champions League sicherte sich RB Leipzig dank eines Treffers von Brajan Gruda einen knappen 1:0-Erfolg gegen PSV Eindhoven und damit die ersten drei Punkte der laufenden Saison. Bevor der 22-jährige Mittelfeldspieler zum Matchwinner avancierte, standen jedoch zunächst die Torhüter im Fokus.
Das entscheidende Tor fiel in der 75. Minute: Nach einer Ecke von links klärte Eindhoven-Verteidiger Obispo den Ball nur halbherzig in den Rückraum, wo Gruda lauerte. Der Leipziger nahm die Kugel mit der Brust an und brachte sie mit etwas Glück, durch eine leichte Abfälschung, zum verdienten Führungstreffer im Netz unter.
Dieser Treffer war eine Erlösung, denn zuvor hatten sich nicht nur Gruda, sondern auch seine Teamkollegen an PSV-Schlussmann Matej Kovar die Zähne ausgebissen. Immer wieder parierte der ehemalige Leverkusener mit teils Weltklasse-Reflexen gegen die Angriffe der Leipziger.
Bereits in der vierten Minute reagierte der Tscheche glänzend gegen Ridle Baku und verhinderte so einen frühen Rückstand für die Gäste aus den Niederlanden. Kurz vor der Halbzeitpause vereitelte er zudem Grudas Versuch, nachdem dieser ein sehenswertes Dribbling zeigte (39.).
Nach dem Seitenwechsel wirkte der Ex-Leverkusener sogar noch stärker. Antonio Nusa (47.), erneut Baku (55.) sowie Gruda (61.) scheiterten immer wieder am herausragenden Eindhoven-Torhüter, der einige hochkarätige Chancen zunichte machte. Doch auch sein Gegenüber bei Leipzig zeigte eine starke Leistung.
In der ersten Halbzeit hatte auch RB-Keeper Maarten Vandevoordt seinen großen Auftritt, als es rund 18 Minuten nach Spielbeginn brenzlig wurde.
Nach einer Flanke von rechts sprang Baku im Luftduell gegen Ruben van Bommel der Ball an den linken Oberarm, woraufhin der VAR eingriff. Schiedsrichter Nicholas Walsh aus Schottland überprüfte die Szene am Bildschirm und entschied folgerichtig auf Elfmeter – eine umstrittene Entscheidung.
Ivan Perisic ließ sich davon jedoch nicht beirren. Der kroatische Ex-Bundesliga-Profi trat zum Strafstoß an, zielte zentral und scheiterte an Vandevoordt, der im Hechtsprung gerade noch den Fuß an den Ball bekam (19.).
Die Glanzparade des belgischen Torhüters bewahrte die Leipziger vor einem frühen Rückstand. Auch in der Schlussphase, trotz der immer wieder gefährlichen Angriffe der Niederländer, bewies Vandevoordt seine Zuverlässigkeit. In Kombination mit Grudas „Dosenöffner“ nach 75 Minuten reichte dies letztlich, um den ersten CL-Sieg für die Roten Bullen einzufahren.
Champions League, 2. Spieltag
RB Leipzig - PSV Eindhoven 1:0 (0:0)
RB Leipzig: Vandevoordt – Baku (86. Seiwald), W. Orban, Lukeba, Raum – El Aynaoui, Banzuzi (86. Klostermann) – Gruda (76. Reitz), Nkunku, Nusa – Romulo (62. Gomis)
PSV Eindhoven: Kovár – Dest, Geertruida (77. Flamingo), Obispo, Kostic (77. Gasiorowski) – Sano, Til, Mauro Júnior – Perisic, Mijnans (84. Bro Hansen), van Bommel (84. Santos)
Schiedsrichter: Nicholas Walsh (Schottland)
Zuschauerzahl: 43.187
Tore: 1:0 Gruda (75.)
Gelbe Karten: Nusa (1) / Dest (2), Obispo (2)
Besondere Vorfälle: Vandevoordt (RB Leipzig) pariert Elfmeter von Perisic (PSV Eindhoven) (19.)
UEFA Champions League Tabelle
Nach Abschluss der Gruppenphase qualifizieren sich die besten acht Mannschaften direkt für das Achtelfinale. Die Teams auf den Plätzen neun bis 16 kämpfen in K.-o.-Play-offs – zunächst auswärts – gegen die auf den Positionen 17 bis 24 platzierten Teams um die restlichen acht Tickets für das Achtelfinale. Die Mannschaften, die auf den Rängen 25 bis 36 landen, scheiden aus und steigen auch nicht in einen der anderen Europapokal-Wettbewerbe ab.