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Kopfschuss in der Nacht: Eigentümer eines Erstligaklubs ermordet

Plovdiv (Bulgarien) – Die Fußballgemeinschaft Bulgariens trauert um Iliyan Filipov (†56). Der Inhaber des Erstligisten Botev Plovdiv und angesehene Geschäftsmann wurde in der Nacht zum Mittwoch auf seinem Anwesen niedergeschossen.

Das Innenministerium gab in einer offiziellen Mitteilung bekannt, dass die Polizei gegen 1 Uhr morgens über einen Schusswaffenvorfall mit Todesfolge in einem Wohngebiet der südbulgarischen Stadt Plovdiv informiert wurde.

Am Tatort angekommen, stellten die Einsatzkräfte nur noch den Tod des 56-jährigen Mannes fest und begannen sofort mit den Untersuchungen. Das Areal wurde großräumig abgesperrt, bisher führten die Fahndungsmaßnahmen jedoch zu keinem Täter.

„Wir verfolgen derzeit sämtliche möglichen Spuren“, erklärte Staatsanwältin Vanya Hristeva gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“.

Nach Angaben der bulgarischen Nachrichtenagentur „BGNES“ wurde der Vereinsinhaber durch einen Kopfschuss getötet.

Filipov war Mitbegründer der Transport- und Baufirma PIMK, der größten ihrer Art in Bulgarien, die auch europaweit zu den erfolgreichsten Unternehmen in ihrem Bereich zählt.

Im vergangenen Jahr hatte er zudem die Kontrolle über den bulgarischen Spitzenklub und zweifachen Meister Botev Plovdiv übernommen, bei dem er als Präsident fungierte.

„Die Vereinsleitung, Spieler und das gesamte Personal sprechen der Familie, den nahen Angehörigen und Freunden ihr tief empfundenes Beileid aus“, heißt es in einer Stellungnahme von Botev auf den sozialen Medien.

„Iliyan Filipov wird stets ein bedeutender Teil der Geschichte von Botev Plovdiv bleiben. Seine Rettung des Klubs im Sommer 2025 sowie sein Engagement für die ‚gelb-schwarze‘ Idee werden allen Mitgliedern unserer Gemeinschaft in Erinnerung bleiben“, fügte der Verein hinzu.

Mit dem Erwerb der Mehrheitsanteile des Klubs übernahm der Unternehmer auch Schulden in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro. Dadurch bewahrte er den Verein vor der Insolvenz. Darüber hinaus war er mit seinem Unternehmen maßgeblich am Umbau des Hristo-Botev-Stadions, der Heimstätte von Plovdiv, beteiligt.

Als Zeichen des Respekts hat Botev das für das kommende Wochenende geplante Testspiel gegen Septemvri Sofia sowie alle Begegnungen der Jugendmannschaften abgesagt.