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Bob-Dominator Friedrich trifft Entscheidung für seine weitere Laufbahn

Dresden – "Wir machen weiter!" Mit diesen Worten und der Sparkasse als Hauptsponsor für die kommenden Jahre kündigte Francesco Friedrich (36) an, dass er bis zu den Olympischen Winterspielen 2030 in La Plagne weiterhin als Pilot den Bob zu weiteren Erfolgen steuern wird.

Obwohl der Rekord-Weltmeister (7-facher Viererbob- und 9-facher Zweierbob-Weltmeister) zugibt, dass es ihm zunehmend schwerfällt, „die Tasche zu packen“, ist er sich sicher: „Warum sollte ich etwas aufgeben, das mir immer noch Freude bereitet? Das Tüfteln am Schlitten macht Spaß und wir sind weiterhin konkurrenzfähig.“

Das Team formierte sich rasch: Von den Athleten, die ihn bereits bei den Wettbewerben in Cortina zu Silber im Viererbob geschoben haben, bleiben Matthias Sommer und Felix Straub Teil des Kaders. Ergänzt wird die Mannschaft durch den Nachwuchsmann Rupert Schenk sowie den erfahrenen Georg Fleischhauer.

Der 38-jährige Fleischhauer sorgte bei den Spielen 2026 dafür, dass Johannes Lochner im Zweier- und Viererbob zum Gold fuhr. War da nicht etwas? Richtig, bereits vor zwei Jahren hatte Friedrich Interesse am ehemaligen 400-Meter-Hürdenläufer vom Dresdner SC gezeigt.

„Das war damals schon verlockend“, gibt Fleischhauer zu, entschied sich jedoch dagegen. Friedrich erklärt: „Da Hansi aufgehört hat, war der Weg für ihn frei.“

Auch der Wirtschaftsingenieur plant, weitere vier Jahre im Sport aktiv zu bleiben: „Ich fühle mich körperlich topfit. Mein Ziel ist es, Weltmeister im Viererbob zu werden und möglichst viele Erfolge zu feiern.“ Genau aus diesem Grund wechselte er in die Mannschaft des Pirnaer vierfachen Olympiasiegers.

„Es war auch spannend, mit einem jüngeren Team zu arbeiten. Vielleicht kann ich ihnen helfen – aber ich trainiere, um zu gewinnen“, gesteht Fleischhauer, weshalb es für ihn keine Alternative gab. Und für Friedrich? Doch!

Ein Name fiel am Donnerstag nicht: Simon Wulff. Der Anschieber gilt als Start-Rakete und gewann mit dem 36-Jährigen im Dezember 2024 seinen ersten Weltcup. Allerdings wurde er anschließend positiv auf Methylhexanamin getestet.

Im Training erlaubt, im Wettkampf verboten. Wie die Substanz in den Körper von Wulff gelangte, ist bis heute ungeklärt. Dennoch wurde der 25-Jährige bis September gesperrt.

In zwei Wochen darf er wieder ins Training einsteigen. Fleischhauer äußerte sich vor einem Jahr in der Märkischen Allgemeinen: „Der ganze Fall macht mich sehr wütend. Einerseits, weil er unserem Sport schadet, andererseits, weil man sich um persönliche Erfolge und besondere Momente betrogen fühlt.“

Wenn Wulff wieder ins Team zurückkehrt, sagte der Olympia-Gold-Anschieber: „Wir müssen miteinander reden, damit es keine Konflikte gibt.“