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Selektion unerlässlich! Bundestrainer Spies erhöht den Druck auf seine Top-Athleten

Altenberg – Für Bundestrainer René Spies (53) ist Olympia 2026 in Cortina trotz der beeindruckenden Ausbeute von drei Gold-, vier Silber- und einer Bronzemedaille längst Geschichte. Seine Spitzensportler wie Francesco Friedrich (36) aus Pirna sollen sich keine Pause gönnen. Deshalb geht der 53-Jährige vor dem Start der Weltcup-Saison Ende November neue Wege und setzt Athleten wie Maximilian Illmann (28) verstärkt unter Druck.

„Dieses Mal müssen sich alle einer harten Auswahl stellen“, erklärt Spies. „Die Karten werden neu gemischt.“ In den vergangenen Jahren gab es eine solche Selektion nicht, weshalb Illmann bisher keine echte Chance hatte, sich für das Weltcup-Team zu qualifizieren.

Der 28-jährige Oberbärenburger konnte bisher nie aus dem Schatten Friedrichs heraustreten, auch wenn dieser ihn nach Kräften unterstützt. Trotz seines Alters sieht Spies Illmann weiterhin als „großes Talent“. Gleichzeitig ist dem Trainer jedoch bewusst: „Wenn Max sich bei der Auswahl diesmal nicht durchsetzt, wird es für ihn schwierig.“ Konkret bedeutet das für den Junioren-Weltmeister von 2024 wohl das Karriereende. Ähnlich sieht es für den Thüringer Hans-Peter Hannighofer (29) aus.

Im Wettstreit um die drei verfügbaren Weltcup-Plätze pro Disziplin rechnet Spies mit spannenden Duellen. „Ende Oktober starten die Wettkämpfe in Winterberg, Anfang November geht es in Altenberg weiter. Am 10. November werde ich dann die Nominierungen bekanntgeben“, so der Bundestrainer.

Dass Friedrich nicht im Aufgebot für die kommende Saison stehen wird, hält Spies für unwahrscheinlich: „Er verfügt über ein herausragendes Team. Das war zum Zeitpunkt meiner Entscheidung zur Selektion nicht abzusehen.“

Nach dem Rücktritt des Doppel-Olympiasiegers Johannes Lochner (36) bleibt der Rekordweltmeister somit der wichtigste Medaillenkandidat im Team. Ab Donnerstag bereiten sich die Piloten in Altenberg auf die bevorstehende Saison vor.