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Alles neu gemischt: Bleibt Jackson Irvine weiterhin Kapitän beim FC St. Pauli?

Hamburg – Während der Trainingslagerwoche in Flachau fehlten unter anderem die australischen WM-Teilnehmer des FC St. Pauli. Connor Metcalfe (26) und Jackson Irvine (33) werden erst am Montag wieder in Hamburg erwartet. Sportdirektor Andreas Bornemann (54) gewährte in Österreich einen kleinen Ausblick auf die zukünftigen Pläne des Kiezklubs. Ist Irvine auch in der kommenden Saison der Spielführer?

Diesen Sommer verabschiedeten sich mit Hauke Wahl (32) und Karol Mets (33) zwei Spieler, die sich bereits als Führungspersönlichkeiten etabliert hatten.

Demgegenüber stehen die Neuzugänge Branimir Hrgota (33) und Marcus Mathisen (30), die aufgrund ihrer Erfahrung ebenfalls das Potenzial besitzen, eine leitende Rolle im Team zu übernehmen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich das Führungsteam künftig zusammensetzen wird und welche Position Irvine dabei einnehmen wird.

Obwohl es noch keinen neuen Verein für Vizekapitän Erik Smith gibt – mit dem Bornemann aktuell weiterhin plant –, ist der Wunsch des 29-Jährigen, den Klub zu verlassen, längst bekannt.

Verlässt der Schwede den Millerntor-Stadion im laufenden Transferfenster, bliebe Irvine als einziger erfahrener Spieler aus dem bisherigen Führungskreis übrig. Wird sich dadurch seine Rolle automatisch verändern?

„Letztlich entscheidet der Trainer“, erklärte Bornemann auf Nachfrage. Dass Irvine die ersten fünf Wochen der Vorbereitung aufgrund seiner Teilnahme an der WM mit Australien verpasst hat, spiele dabei keine Rolle, fügte der Sportchef hinzu.

„Bei der WM gab es zahlreiche Kapitäne, die später ins Training eingestiegen sind, ohne dass sich ihre Rolle dadurch änderte. Auch wenn einige Spieler den Verein verlassen und neue hinzukommen, bleibt das unberührt.“

Wichtig sei vielmehr das „gesamte Umfeld“, das eventuell Anlass gebe, Irvines Kapitänsamt zu hinterfragen.

Aus sportlicher Sicht gebe es jedoch keinerlei Gründe, dem Australier die Führung abzusprechen, so Bornemann weiter.

„Er war bisher Kapitän, nun gibt es mit dem neuen Trainer eine Neubewertung. Marcel Rapp muss sich mit ihm auseinandersetzen, Gespräche führen, beobachten, wie er sich in der Mannschaft verhält – sei es eine Woche oder zehn Tage – und dann eine Entscheidung treffen.“

Eine Entscheidung dürfe nicht einfach mit dem Argument getroffen werden: „Du bist ja erst drei Wochen später zum Training gekommen, deswegen kannst du kein Kapitän mehr sein.“

Wie viel Zeit sich Trainer Rapp (47) für diese wichtige Entscheidung nehmen wird, konnte auch Bornemann nicht genau sagen. Wünschenswert wäre jedoch, dass sich in den nächsten zwei Wochen zumindest eine Tendenz abzeichnet, damit der Kapitän spätestens zum Saisonstart gegen Deportivo A Coruña (1. August) oder zum ersten Pflichtspiel gegen Fürth (9. August) feststeht.