Schmerzhafte Derby-Niederlage! Schwache Niners erwachen in Jena viel zu spät
Jena – Die Niners starteten im Ostderby bei Science City Jena ihre Aufholjagd deutlich zu spät. Nach einem erneut durchwachsenen Auftritt verloren die Chemnitzer am Sonntag vor 3125 Zuschauern mit 76:82 (38:40).
Gegen Ende des zweiten Viertels übernahmen die Thüringer die Führung und bauten diese nach der Halbzeitpause zwischenzeitlich auf 16 Punkte aus. Trotz des Dreiers von Mateo Seric 79 Sekunden vor Schluss zum 70:77 und der dadurch kurz aufkeimenden Hoffnung bei den rund 500 mitgereisten Niners-Fans, blieben die Gastgeber standhaft.
Auf Seiten der Niners fehlte Spielmacher Cobe Williams, der nach einer Tätlichkeit im letzten Heimspiel gegen Hagen nicht mitwirken durfte. Der US-Amerikaner wurde schmerzlich vermisst. Als Reaktion verstärkte Jena seine Guard-Position am Freitag mit der Verpflichtung des US-Amerikaners Sacar Amin, der im Spiel gegen die Sachsen sofort zum Einsatz kam.
Beide Teams legten furios los: Nach fünf Minuten führten die Thüringer knapp mit 14:13 und blieben auch nach dem ersten Viertel mit 21:19 vorn. Kurz vor der Halbzeitpause gelang es ihnen, den Vorsprung auf fünf Punkte auszubauen.
Statt die Führung mit dem letzten Angriff der ersten Halbzeit weiter auszubauen, verloren die Gastgeber jedoch den Ball. Im Gegenzug erzielte Phlandrous Fleming Jr. mit dem Pausensignal einen spektakulären Dreier fast von der Mittellinie zum 40:38 – das einzige Highlight für die Gäste in diesem Spiel.
Die zweite Halbzeit startete mit vier erfolgreichen Distanzwürfen der Gastgeber, die sich bis zur 28. Minute auf elf Punkte (61:50) absetzen konnten. Mit einer 62:54-Führung gingen sie in die Schlussphase. Die letzten zehn Minuten begannen mit einem 5:0-Lauf der Sachsen, wodurch Jena kurzzeitig ins Wanken geriet.
In der 35. Spielminute lag Science City erneut mit elf Zählern vorne (70:59). Danach wurde es für das Team von Pastore richtig bitter: Im vierten BBL-Spiel kassierten sie die dritte Niederlage und in dieser Verfassung wird es kaum möglich sein, um die Spitzenplätze mitzukämpfen.
Die besten Scorer waren Jemarl Baker, der 22 Punkte zum Sieg der Jenaer beitrug, sowie Nighael Ceaser mit 16 Zählern für die Niners.