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HSV-Blog: Nach Ausfällen von Remberg und Lokonga – Bilal Nadir überzeugt gegen den VfB Stuttgart

Hamburg – Am Samstag feierte der Hamburger SV einen knappen 1:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart und sicherte sich damit den dritten Sieg in Folge in dieser Saison.

Mit diesem Erfolg kletterten die Rothosen auf den neunten Tabellenplatz.

In unserem HSV-Blog halten wir Euch stets über alle Neuigkeiten rund um das Team, bevorstehende Transfers und weitere Geschehnisse aus dem Volksparkstadion auf dem Laufenden.

Nachdem Kapitän Nicolai Remberg wegen einer Verletzung ausfiel, war Trainer Merlin Polzin im Spiel gegen Stuttgart (1:0) gefordert, personell umzubauen. Auch Albert Sambi Lokonga fehlte aufgrund muskulärer Beschwerden, sodass Bilal Nadir überraschend in die Anfangsformation rückte. Der 22-Jährige nutzte seine Chance eindrucksvoll.

Auch Polzin zeigte sich zufrieden mit der Darbietung des jungen Franzosen: „Er hat eindrucksvoll bewiesen, warum der HSV sich intensiv mit ihm beschäftigt hat. Nadir kann das Spiel lenken, verfügt über eine hohe technische Klasse und bringt zudem eine Balleroberungsmentalität mit, die im Mittelfeld sehr wertvoll für die Mannschaft ist“, lobte der 35-Jährige.

Seine Teamkollegen zeigten sich ebenfalls begeistert. Yussuf Poulsen etwa bezeichnete den Mittelfeldspieler als „hervorragenden Fußballer, der am liebsten ständig am Ball ist. Wenn man sieht, wie er sich in Zweikämpfe wirft und bis zum Schluss alles gibt, passt das perfekt zu dem, was wir brauchen.“

Dieser Erfolg hatte auch für die Nachwuchsteams besondere Bedeutung: Die U19 des HSV gewann am Sonntag das Stadtderby gegen den FC St. Pauli mit 3:2. Den Siegtreffer erzielte Paul Johansons (17) kurz vor Schluss.

Trainer Merlin Polzin ließ sich den Live-Besuch der Partie nicht nehmen und verfolgte das Spiel vor Ort – einen Tag nach dem Heimspiel gegen Stuttgart.

Im Duell mit dem VfB kam es zu einem unglücklichen Zwischenfall: Hamburgs Louis Lemke (17) wurde bei einem Grätschversuch versehentlich von Bilal El Khannouss (22) am Kopf getroffen, wodurch Lemke einen Zahn verlor.

Trotz dieses Missgeschicks blieb der Abwehrspieler guter Dinge. Er und sein Team hatten sich nach dem Spiel bereits über den Sieg gefreut.

„Morgen habe ich einen Zahnarzttermin, dann ist das wieder erledigt“, scherzte Lemke nach dem Abpfiff mit seinem halben Schneidezahn. „Schmerzen habe ich keine, also alles halb so wild.“

Am Abend wollte der Youngster den Erfolg zu Hause feiern: „Ich will noch eine Runde FIFA spielen“, lachte er, „ansonsten steht nichts Besonderes mehr an.“

Der Schiedsrichter der Begegnung zwischen HSV und VfB Stuttgart war Robert Hartmann (47). Der erfahrene Unparteiische leitete bereits 15 Spiele mit Beteiligung des HSV, davon allerdings erst eines seit der Rückkehr der Rothosen in die Bundesliga.

Besonders gute Erinnerungen verbindet der HSV mit dieser Partie: Im Oktober 2025 gewann Hamburg unter Hartmanns Leitung souverän mit 4:0 gegen Mainz 05.

Insgesamt kann die Bilanz des HSV unter der Regie des Diplom-Betriebswirts sich sehen lassen: Von 15 Spielen in der ersten und zweiten Liga gelangen den Rothosen sieben Siege, fünf Partien endeten unentschieden, nur vier Niederlagen mussten sie hinnehmen. Am Samstag wird Hartmann seine 183. Bundesliga-Partie pfeifen.

Positive Nachrichten gibt es auch von Nicolai Remberg (26): Der HSV-Kapitän wurde nach seinem Kreuzbandriss erfolgreich operiert, teilte der Verein am Samstag mit.

Auf der Plattform X veröffentlichten die Rothosen ein Bild von „Rambo“ im Krankenhausbett. Mit einem Lächeln und Daumen hoch zeigt sich der defensive Mittelfeldspieler optimistisch. Nun steht für ihn die mehrmonatige Reha an.

Ein echter Kracher steht bevor: Am 15. November um 15 Uhr bestreitet der HSV ein Testspiel gegen den kroatischen Erstligisten Hajduk Split. Dabei wird Mario Vuskovic (24) sein Comeback gegen seinen ehemaligen Klub feiern können. Nach vier Jahren Dopingsperre ist der Abwehrspieler erstmals wieder spielberechtigt.

Dieses Ereignis ist auch für seine Familie ein besonderes Highlight, denn nicht nur Mario, sondern auch sein Bruder Luka (19) sowie sein Urgroßvater, Großvater und Vater Daniel trugen bereits das Trikot von Hajduk.

Ein unvergesslicher Moment für Daniel Elfadli (29): Der HSV-Leihspieler gab am Mittwochabend sein Champions-League-Debüt. Mit dem Linzer ASK traf er auf den FC Liverpool und verlor in einem spektakulären Spiel 3:6 (0:3).

„Ich kann es kaum fassen, es fühlt sich einfach besonders und surreal an“, erzählte Elfadli im Interview mit hsv.de. „Das ist pure Freude, davon träumt man als kleiner Junge. Ich habe es oft erträumt und jetzt ist es Realität – unglaublich.“

Diese emotionale Erfahrung konnte der 29-Jährige mit seiner Mutter, Tante und Freunden teilen. „Es war toll, dass sie dabei waren. Das Spiel widme ich vor allem meiner Mutter und meinem Bruder, die mich immer unterstützt haben.“ Vor viereinhalb Jahren spielte Elfadli noch in der Regionalliga.

Ein weiteres Highlight könnte Mario Vuskovic (24) bevorstehen: Ab dem 16. November darf er wieder in Pflichtspielen für den HSV auflaufen – sein erstes Spiel wäre das Derby gegen Werder Bremen. Bislang fehlte ihm allerdings noch Spielpraxis, die sich nun ändern soll.

Wie die kroatische Zeitung „24 sata“ berichtet, stehen Gespräche zwischen dem HSV und Hajduk Split im Raum, in denen ein Testspiel während der Länderspielpause Mitte November geplant ist. Der genaue Austragungsort ist noch offen.

Der Verteidiger war 2021 zunächst auf Leihbasis vom kroatischen Klub zum HSV gewechselt, bevor sich die Rothosen ein Jahr später die Dienste des Youngsters für 4,2 Millionen Euro sicherten.

Der Hamburger SV begann am Dienstag mit den Vorbereitungen auf die Partie gegen den VfB Stuttgart. Trainer Merlin Polzin (35) musste dabei auf mehrere Profis verzichten.

Abgesehen vom verletzten Kapitän Nicolai Remberg (26) fehlten auch Albert Sambi Lokonga (26) und Mario Vuskovic (24) aufgrund von Belastungssteuerung. Zudem konnte Bakery Jatta (28) wegen Adduktorenproblemen nicht mittrainieren.

Die verletzten Spieler Albert Grönbaek (25) und Patson Daka (28) absolvierten vor dem Training ein individuelles Programm.

Erfreuliche Nachrichten gab es hingegen von Bilal Nadir (22) und Zakaria El Ouahdi (24), die trotz Adduktorenbeschwerden beziehungsweise Erkältung mit der Mannschaft trainierten, nach etwa 30 Minuten aber zusammen mit Reha-Trainer Sebastian Capel (41) separat weiterarbeiteten.

Neuzugang Kofi Amoako (21), der von Dynamo Dresden kam, spielte bislang eine untergeordnete Rolle beim HSV. Bis zum letzten Spieltag hatte er keine Spielminute erhalten. In einem Testspiel während der Länderspielpause konnte er sich jedoch empfehlen und erzielte ein Tor gegen den FC Kopenhagen.

Aufgrund seiner Leistungen hatten bereits einige Vereine Interesse gezeigt, darunter auch Hannover 96, wo Amoako von 2016 bis 2019 in der Jugend aktiv war.

Der vergangene Samstag jedoch veränderte die Situation: Amoako feierte nicht nur sein HSV-Debüt, sondern wird nun auch aufgrund des Kreuzbandrisses von Kapitän Remberg verstärkt gebraucht. Ein Winter-Abgang scheint damit unwahrscheinlich, und vielleicht gelingt ihm nun der Durchbruch beim HSV.

Der Kreuzbandriss von HSV-Kapitän Nicolai Remberg (26) war ein herber Rückschlag. Am Samstag gab der Mittelfeldspieler erstmals ein Statement ab.

„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist schwierig, die passenden Worte zu finden“, schrieb er emotional auf Instagram. „Manchmal entscheidet ein falscher Schritt über Erfolg oder Misserfolg – leider war es in meinem Fall negativ.“

Bisher war Remberg während seiner Laufbahn von ernsten Verletzungen verschont geblieben. „Das werde ich niemals als selbstverständlich ansehen“, erklärte er. Er betonte, wie sehr er immer an seine Grenzen gegangen ist und deshalb an dem Punkt steht, an dem er heute ist.

„Die kommende Zeit wird eine Herausforderung, aber ich werde stärker zurückkommen“, versprach der 26-Jährige. „Unsere Athletik- und Reha-Trainer sollten sich schon mal warm anziehen.“

Neben seinem Dank für die Unterstützung machte Remberg klar, dass man sich keine Sorgen machen müsse. „Ich habe bereits andere Herausforderungen gemeistert und kann Euch versichern, dass dieses Comeback etwas ganz Persönliches wird.“

Für das Spiel am Samstag gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr/Sky) steht Yussuf Poulsen in der Startelf. Gemeinsam mit Fabio Vieira auf der offensiven Zehn soll der Stürmer für mehr Durchschlagskraft sorgen.

Trainer Merlin Polzin, der in der Offensive auf einige Akteure verzichten muss, bezeichnete die Kombination der beiden als „gute Mischung“, von der das Team profitieren werde. „Auf dem Platz zeigen sie eine hohe Qualität“, sagte Polzin vor Anpfiff im Sky-Interview.

Der HSV begann am Dienstag mit den Vorbereitungen auf das Auswärtsspiel bei Hoffenheim. Polzin gab anschließend ein Update zur Personalsituation: Die Rückkehrer Warmed Omari (26), David Möller Wolfe (24) und Sander Tangvik (23) machten einen guten Eindruck, seien voller Energie und wurden mit Applaus begrüßt.

Zakaria El Ouahdi (24) wird erst am Mittwoch zurückerwartet, Immanuel Pherai (25) sogar erst am Donnerstag.

Abgesehen davon bleibt die Lage unklar. „Wir werden im Wochenverlauf sehen, wer einsatzfähig ist“, so Polzin. „Für Albert und Pato kommt das Spiel in Hoffenheim noch zu früh.“ Bei Yussuf Poulsen (32) und Terem Moffi (27) zeigte sich der Trainer hingegen optimistisch.

Mit nur drei Punkten aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 2:13 ist der Saisonstart des HSV bisher enttäuschend. Mehr als die Hälfte der deutschen Fußballfans rechnet daher mit dem Abstieg der Rothosen.

Eine repräsentative Umfrage von ONE8Y im Auftrag des Tipico Sportdatencenters (1.675 Befragte) ergab, dass 53 Prozent dem einstigen Bundesliga-Dino keinen Klassenerhalt zutrauen.

Die Experten des Sportdatencenters bewerten die Lage allerdings etwas entspannter und schätzen die Abstiegschance der Hamburger aktuell „nur“ auf 30 Prozent.

Während der HSV am Sonntag gegen Kopenhagen testete, waren vier Spieler zeitgleich mit ihren Nationalmannschaften aktiv.

Zakaria El Ouahdi (24) spielte für Marokko beim 1:1 gegen Mali zehn Minuten, Warmed Omari (26) stand bei der 0:1-Niederlage der Komoren gegen Senegal über die volle Spielzeit auf dem Feld.

Auch David Möller Wolfe (24) absolvierte bei der 1:2-Pleite Norwegens gegen Portugal die komplette Partie. Sander Tangvik (23) saß dort 90 Minuten auf der Bank.

Erfreuliche Nachrichten gibt es von HSV-Stürmer Yussuf Poulsen (32): Nach dem Testspiel gegen Kopenhagen gab er Entwarnung.

„Es war ein Schlag auf die Wade, die zugemacht hat. Es ist ärgerlich, weil ich gern mehr Minuten gespielt hätte. Wir wollten kein Risiko eingehen, damit nichts Schlimmeres passiert. Nächste Woche werde ich wieder fit sein“, erklärte der Däne.

Poulsen war bereits nach 20 Minuten ausgewechselt worden.

Traurige Meldung: Der HSV muss in den nächsten Wochen auf Patson Daka (27) verzichten. Der Stürmer zog sich bei der sambischen Nationalmannschaft eine Muskelverletzung zu.

Wie der Verein am Freitag bekanntgab, erlitt Daka einen Faserriss im linken Oberschenkel.

Er wurde beim 1:3 gegen Algerien bereits zur Halbzeit ausgewechselt und stand danach nicht mehr im Kader.

Eine weitere Niederlage gab es für David Möller Wolfe (24) und Sander Tangvik (23) mit Norwegen in der Nations League. Am Donnerstagabend verloren die „Löwen“ trotz früher Führung mit 1:2 (1:1) gegen Wales – und das in Unterzahl ab der 46. Minute.

Wolfe, der nach seinem Platzverweis im ersten Spiel gegen Dänemark wieder in der Startelf stand und 75 Minuten spielte, musste die Partie vorzeitig verlassen. Tangvik saß erneut auf der Bank.

Am Sonntag folgt das letzte Spiel der Länderspielphase gegen Portugal, gegen die das Hinspiel mit 1:2 verloren ging.

Im Sommer wurde dem HSV bereits Interesse an Oguz Aydin (25) von Fenerbahce Istanbul nachgesagt, das laut dem türkischen Medium „Aksam“ weiterhin besteht.

Dem Bericht zufolge sollen HSV-Verantwortliche den türkischen Nationalspieler beim Länderspiel gegen Italien beobachtet haben. Sollte sich der Eindruck bestätigen, könnte der HSV einen Vorstoß wagen.

Aydin, der 14-mal für die Türkei auflief, pendelt bei Fenerbahce zwischen Startelf und Ersatzbank. In dieser Saison stand er sechsmal auf dem Platz, erzielte ein Tor und bereitete zwei weitere vor.

Ein erfolgreicher Tag für ein HSV-Trio: Zakaria El Ouahdi (24), Patson Daka (27) und Warmed Omari (26) feierten jeweils Siege mit ihren Nationalteams in der Qualifikation zum Afrika Cup, auch wenn einer nur auf der Ersatzbank Platz nahm.

El Ouahdi und Marokko feierten nach dem 2:0 in Lesotho den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Der Außenverteidiger spielte 90 Minuten. Am 4. Oktober steht noch ein Testspiel gegen Ghana an.

Omari spielte ebenfalls die volle Distanz und gewann mit den Komoren 1:0 gegen Namibia, wo Ex-HSV-Profi Collin Benjamin an der Seitenlinie steht. Am 4. Oktober folgt noch das Spiel gegen Senegal.

Schlechter erging es Daka: Der Angreifer fehlte im Kader Sambias zum Spiel gegen Togo, obwohl sein Team mit 2:0 gewann. Laut HSV hatte Daka muskuläre Probleme.

Die Karriere von Jonas David (26) ist von Höhen und Tiefen geprägt. Als Derby-Torschütze gegen den FC St. Pauli 2023 schrieb er HSV-Geschichte, konnte sich bei den Rothosen aber nie dauerhaft durchsetzen.

Nach einer Leihe zu Hansa Rostock verließ er den Verein, spielte anschließend in Österreich bei der WSG Tirol und wechselte zum SSV Ulm. Dort erlitt er einen Kreuzbandriss und fiel lange aus. Seit diesem Sommer ist er vereinslos.

Doch nun gibt es Hoffnung: Nach Trainingseinheiten bei der HSV-U21 absolviert David derzeit ein Probetraining beim Drittligisten MSV Duisburg und hofft auf einen Vertrag.

Der ehemalige HSV-Coach Markus Gisdol (57), der den Klub von September 2016 bis Januar 2018 trainierte, steht vor einem neuen Engagement.

Medienberichten zufolge soll der erfahrene Trainer den bulgarischen Rekordmeister ZSKA Sofia übernehmen. Zuletzt war er von Juli bis Oktober 2025 bei Kayserispor in der türkischen Süper Lig tätig. Sollte Gisdol das Angebot annehmen, trifft er in der Conference League unter anderem auf Trabzonspor mit dem deutschen Trainer Thomas Reis (52) sowie Superstar Mohamed Salah (34).

Eine bittere Nachricht für den HSV: Albert Grönbaek (25) wird wochenlang ausfallen. Der Verein gab dies am Samstag bekannt.

Der Däne, bisher einer der auffälligsten Spieler im Team, zog sich beim Nations-League-Spiel gegen Norwegen (2:3) eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu, wie ein MRT des dänischen Verbandes bestätigte.

Über die genaue Ausfalldauer machte der HSV keine Angaben, erklärte jedoch, dass es schwer sein werde, ihn aufgrund seiner aktuellen Form adäquat zu ersetzen.

Freud und Leid zugleich gab es für zwei HSV-Profis bei den Afrika-Cup-Qualifikationen: Während Patson Daka (27) mit Sambia eine 1:3-Niederlage gegen Algerien hinnehmen musste und in der Halbzeit ausgewechselt wurde, gewann Zakaria El Ouahdi (24) mit Marokko 2:0 gegen Gabun, kam jedoch nicht zum Einsatz.

Auch Otto Stange (19) war aktiv: Der HSV-Youngster stand in der Startelf der deutschen U20 bei einem 1:0-Sieg gegen Frankreich.

Der HSV trauert um Vereinslegende und ehemaligen Kapitän Peter „Eiche“ Nogly. Der Abwehrspieler verstarb am 24. September im Alter von 79 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.

Der Klub teilte die Nachricht am Freitag mit: „Die HSV-Familie verliert eine herausragende Persönlichkeit und Leitfigur. Nogly war ein absoluter Publikumsliebling und einer der besten Verteidiger, die jemals das Raute-Trikot getragen haben“, würdigten die Rothosen ihn.

Elf Jahre stand Nogly als Profi beim HSV unter Vertrag, absolvierte insgesamt 634 Spiele für die Ligamannschaft, darunter 414 Pflichtspiele, davon 320 in der Bundesliga. Mit dem Klub gewann er 1976 den DFB-Pokal, 1977 den Europapokal der Pokalsieger und 1979 die deutsche Meisterschaft.

Die Verantwortlichen des HSV dürften die Nations-League-Partie am Donnerstagabend zwischen Norwegen und Dänemark mit gemischten Gefühlen verfolgt haben. Die Freude darüber, zwei eigene Spieler auf dem Feld zu wissen, wurde durch einen Wermutstropfen getrübt.

Der 3:2-Erfolg der Norweger brachte weder David Möller Wolfe (24) noch Albert Grönbaek (25) ein gutes Ende. Wolfe wurde kurz vor Spielende nach einer taktischen Foulsituation mit Gelb-Rot vom Platz gestellt und fehlt daher am Sonntag gegen Portugal.

Grönbaek kam erst in der 82. Minute aufs Feld, verletzte sich aber am Oberschenkel. Nationaltrainer Brian Riemer bestätigte die Verletzung und erklärte, dass der 25-Jährige vorzeitig nach Hamburg zurückkehren werde.

Torhüter Sander Tangvik (23) saß bei Norwegen 90 Minuten auf der Bank.

Warmed Omari (26) verlor zwar mit den Komoren 1:3 gegen Kamerun, erzielte aber im 13. Länderspiel sein erstes Tor – ein persönlicher Erfolg.

Ein Jahr nach der Bundesliga-Rückkehr erzielte der HSV einen finanziellen Rekord.

Im Geschäftsjahr 2025/26 generierte der Verein einen Umsatz von 182,1 Millionen Euro – ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr und die höchste Summe in der Vereinsgeschichte. Damit wurde der bisherige Rekord aus der Saison 2008/09 (161,2 Mio. Euro) übertroffen. Auch der Gewinn verbesserte sich von 4,4 auf 8,1 Millionen Euro, teilte der Klub am Donnerstag mit.

„Jeder Aufstieg bringt höhere Einnahmen. Entscheidend ist, wie man damit umgeht“, sagte HSV-Vorstand Eric Huwer. Die zusätzlichen Gelder seien nicht einfach ausgegeben worden, sondern gezielt in Mannschaft, Nachwuchs und Infrastruktur geflossen.

„Danke an alle, die dazu beitragen, den HSV in der Bundesliga zu etablieren und das Wachstum zu ermöglichen“, ergänzte Huwer.

Nach dem ersten Saisonsieg gegen den 1. FC Köln steht eine lange Länderspielpause an. Der HSV muss dabei auf insgesamt acht Profis verzichten, von denen drei in direkten Duellen gegeneinander antreten.

Bereits am ersten Tag der Nations League treffen Sander Tangvik (23) und David Möller Wolfe (24) mit Norwegen auf Albert Grönbaek (25) und Dänemark. Gespielt wird in Oslo (24. September, 20:45 Uhr). Tangvik und Möller Wolfe absolvieren danach noch zwei Spiele gegen Portugal (27. September und 4. Oktober) sowie Wales (1. Oktober). Grönbaek und Dänemark erwarten ebenfalls Begegnungen mit Portugal (1. Oktober) und Wales (27. September und 4. Oktober).

Drei HSV-Spieler sind in der Qualifikation zum Afrika-Cup gefordert: Zakaria El Ouahdi (24) und Marokko spielen gegen Gabun (25. September) und Lesotho (29. September), dazu steht ein Test gegen Ghana (4. Oktober) an. Patson Daka (27) und Sambia treten gegen Algerien (25. September) und Togo (29. September) an. Warmed Omari (26) und die Komoren spielen gegen Kamerun (24. September) und Namibia (29. September), mit einem weiteren Test gegen Senegal am 4. Oktober.

Außerdem wurden Otto Stange (19) und Louis Lemke (16) für den DFB-Nachwuchs nominiert. Stange trifft mit der U20 auf Frankreich (25. September), Italien (29. September) und England (3. Oktober). Lemke spielt mit der U19 gegen die Ukraine (27. September), Finnland (30. September) und Tschechien (3. Oktober).

Fast zu spät zum Anpfiff kam Yussuf Poulsen beim Spiel gegen den 1. FC Köln (2:1). Trainer Merlin Polzin hatte ihn zur zweiten Halbzeit eingewechselt, doch der Däne konnte seine Schienbeinschoner nicht finden.

„Ich bin nochmal zurückgerannt, das war ein bisschen hektisch“, lachte der 32-Jährige nach dem Spiel. Er hatte kurz vor Wiederanpfiff in der Kabine gesucht, aber in der Aufregung nichts gefunden.

Um doch pünktlich auf dem Feld zu sein, lieh er sich kurzerhand Schienbeinschoner von einem Mitspieler. „Am Ende lagen sie aber tatsächlich in der Kabine“, gab er zu.

Tabellenstand 1. Bundesliga

Die Tabelle der Bundesliga erklärt sich folgendermaßen: Derjenige, der am Saisonende Platz 1 belegt, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab.

Der Drittletzte (Position 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.