Biathlon-Regeländerung! Neue Verbote am Schießstand treten in Kraft
Salzburg (Österreich) – Im Biathlon entscheidet oft schon jede Hundertstelsekunde über den Sieg. Besonders in Disziplinen wie Massenstart, Verfolgung oder Staffel kam es in der Vergangenheit immer wieder zu hektischen Situationen am Schießstand. Nicht selten stürmten die Athleten los, um kurz vor dem Schießen noch an ihrer Waffe Einstellungen vorzunehmen. Damit ist nun Schluss!
Vor Beginn der neuen Saison hat die Internationale Biathlon-Union (IBU) die Vorschriften am Schießstand verschärft, um die Sicherheit für alle Beteiligten zu erhöhen.
Bislang genügte es, beim Annähern an den Schießstand sowie beim Verlassen, das Gewehr komplett auf der Schulter zu tragen. Dabei zeigte die Waffe nicht immer nach oben, da etwa noch schnell die Mündungsabdeckung geöffnet oder geschlossen wurde. Diese Praxis ist ab sofort nicht mehr erlaubt.
Der Artikel 8.5.4 mit dem Titel „Abnehmen und Schultern des Gewehres am Schießstand“ wurde überarbeitet. Während zuvor lediglich festgelegt war: „Wettkämpfer dürfen den Riemen ihres Gewehrtragegestells nicht von der Schulter nehmen, bevor sie die Schießbahn beziehungsweise Schießmatte erreicht haben, von der sie schießen werden, und müssen das Gewehr vor Verlassen der Schießbahn beziehungsweise Schießmatte mit beiden Armen in den Riemen auf den Rücken nehmen“, heißt es jetzt:
„Die Athleten sind verpflichtet, ihren Gewehrtragegurt vor dem Betreten und Verlassen der Schießmatte vollständig über beide Schultern zu legen und beide Arme komplett im Tragegurt zu haben. Das Ablegen des Gewehrs darf erst erfolgen, wenn der Sportler die Schießmatte betreten hat.“
Weiterhin wird klargestellt: „Der Wettkämpfer darf den Wettkampf erst fortsetzen, nachdem das Gewehr ordnungsgemäß gemäß Artikel 7.1.2 wieder in die vorgeschriebene Trageposition gebracht wurde.“
Wer den Schießstand versehentlich verlässt, ohne das Gewehr korrekt im Tragegurt zu tragen, muss sofort anhalten und die Situation beheben, bevor er weiterläuft. Dabei darf kein anderer Athlet behindert oder gefährdet werden.
Die verschärften Sicherheitsregeln am Schießstand sind jedoch nicht die einzige Neuerung: Kürzlich wurde bekannt, dass sich auf Wunsch der Sportler auch die Zusammensetzung des Massenstarts ändert. Ab der kommenden Saison sind nur noch die besten 20 des Weltcup-Gesamtklassements automatisch startberechtigt.
Die weiteren zehn Plätze werden mit den punktbesten Athleten der jeweiligen Weltcup-Stationen aufgefüllt.
Die neue Saison beginnt am 26. November im finnischen Kontiolahti und erreicht ihren Höhepunkt mit der Biathlon-Weltmeisterschaft am 10. Februar 2027 in Otepää, Estland. Wie gewohnt endet die Saison am Holmenkollen, wo vom 18. bis 21. März 2027 die letzten Wettkämpfe stattfinden.