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Rasentennis-Turnier in Berlin von Unwetter getroffen! Veranstalter muss Gelände räumen lassen – Streit mit Sicherheitsdienst

Berlin – Für die Organisatoren der Berlin-Tennis-Open im Grunewald sind die letzten Stunden alles andere als einfach gewesen! Ein heftiges Gewitter mit Starkregen und Sturm hat das Gelände des LTTC Rot-Weiß Berlin, Austragungsort des Turniers, teilweise überschwemmt.

Eigentlich hätte um 14 Uhr das Finale des WTA-500-Rasenturniers der Damen zwischen der US-Amerikanerin Jessica Pegula (32) und der Tschechin Linda Noskova (21) im Steffi-Graf-Stadion stattfinden sollen. Doch bereits ab 11 Uhr zog das schwere Gewitter über den Berliner Grunewald, wo sich die Anlage befindet.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zahlreiche Zuschauer vor Ort, da gerade ein Doppel-Halbfinale lief. Innerhalb kürzester Zeit waren Wege und Plätze überflutet. Daher ordnete der Veranstalter sofort die Räumung des Geländes an – auch weil laut Bild-Berichten freiliegende Stromkabel bei Unwetter eine Lebensgefahr darstellten.

„Die großen Wassermengen haben Teile der Infrastruktur stark beschädigt. Trotz intensiver Abstimmungen mit dem Deutschen Wetterdienst kam das Unwetter in dieser Stärke überraschend“, teilte das Turnier auf Instagram mit und bat Fans, die noch nicht angereist waren, zu Hause zu bleiben. Seit 16 Uhr ist das Gelände wieder zugänglich, das Einzel-Finale soll idealerweise um 16.30 Uhr beginnen.

Während der Evakuierung des Areals kam es offenbar zu Konflikten mit dem Sicherheitsdienst, was viele Besucher unter dem Instagram-Beitrag des Klubs kritisierten.

Demnach wurden die Zuschauer zunächst in Richtung Auerbachtunnel sowie zur S-Bahn-Station Grunewald geleitet. Einige Sicherheitsmitarbeiter sollen dabei nicht nur verbal aggressiv geworden sein, sondern auch Besucher geschubst und festgehalten haben.

„Wenn Besucher nach der Räumung im Regen im Bereich des Waldes und Bahnhofs stehen, erzeugt das Unsicherheit. Meiner Meinung nach sollte es bei Sicherheits- und DGUV-Richtlinien nicht nur darum gehen, ein Gelände zu räumen, sondern die Menschen geordnet in sichere Zufluchtsorte zu bringen“, schrieb ein Nutzer namens „Tobias“.

Eine weitere Nutzerin äußerte sich noch schärfer: „Die Security schrie immer wieder, dass die Veranstalter wollten, dass alle das Stadion verlassen. Wir wurden mitten in einem starken Regenguss und bei Blitzschlag hinausgedrängt. Man sagte uns, draußen auf der Straße sei es sicherer als unter der überdachten Betontreppe im Stadion. Was für eine Sicherheit soll das sein? Die sind total unprofessionell – die kümmern sich überhaupt nicht um die Sicherheit der Leute!“

Der Veranstalter, der nach wie vor mit Hochdruck daran arbeitet, das Finale möglichst um 16.30 Uhr zu starten, nahm die Kritik wahr und entschuldigte sich umgehend auf Instagram.

„Sollte es während der Räumung durch einzelne Mitglieder des Sicherheitsdienstes zu unangemessenem Verhalten gekommen sein, möchten wir uns dafür ausdrücklich entschuldigen. Unser Hauptanliegen war es, das Gelände schnell und sicher zu evakuieren“, heißt es auf der offiziellen Turnierseite.

Das Endspiel ist nun für 16.30 Uhr angesetzt, allerdings wurde das Public Village so schwer beschädigt, dass es geschlossen bleiben muss.

Erstmeldung: 15.05 Uhr, zuletzt aktualisiert: 16.13 Uhr.