Wird Hertha BSC dieses Missverständnis vorzeitig beenden?
Berlin – Im Vergleich zur letzten Saison hat Hertha BSC den Kader bereits deutlich reduziert, dennoch herrscht im Mittelfeld weiterhin eine Überkapazität.
Zwölf Akteure verließen den Verein im Sommer, während lediglich ein Neuzugang verpflichtet wurde: Der offensive Mittelfeldspieler Oluwaseun Adewumi (21), der für ein Jahr vom Premier-League-Absteiger FC Burnley ausgeliehen wurde.
Trotzdem scheint für den erfahrenen Mittelfeldspieler Leon Jensen (29) bei den Berlinern keine Perspektive mehr zu bestehen. Wie die Bild berichtet, wird Trainer Stefan Leitl (48) den Routinier nicht mehr in seine Planungen einbeziehen, sodass Jensen den Klub verlassen darf.
Beim 1:0-Erfolg zum Saisonauftakt gegen den VfL Bochum stand der 29-Jährige nicht im Profikader und spielte stattdessen für die U23-Mannschaft in der Regionalliga Nordost, um nach einer Verletzung wieder Spielpraxis zu sammeln.
Das ist kein besonders gutes Zeichen für den erfahrenen Spieler, der bereits 82 Einsätze in der 2. Bundesliga vorzuweisen hat und auch in der Europa League für den luxemburgischen Klub F91 Düdelingen aufgelaufen ist.
Hertha hatte große Hoffnungen in den beidfüßigen Box-to-Box-Spieler gesetzt, der im Sommer 2025 ablösefrei vom befreundeten Karlsruher SC an die Spree wechselte. Gleich zu Beginn der Saison bestritt er sieben Pflichtspiele, bevor ihn ein Muskelfaserriss schwer zurückwarf.
Seitdem kam er für die Berliner im Unterhaus nicht mehr zum Einsatz und stand lediglich zweimal überhaupt im Kader – und das erst am Saisonende, als sportlich nichts mehr auf dem Spiel stand.
Inzwischen sind Paul Seguin (31) und Kevin Sessa (26) im zentralen Mittelfeld gesetzt. Außerdem sorgte Soufian Gouram (20) mit seinem herausragenden Pass zum entscheidenden Tor gegen Bochum für Aufsehen, und Boris Mamuzah Lum (18) bringt zunehmend Konkurrenzdruck für die Stammspieler mit.
Auch die Eigengewächse Selim Telib (20) und Kian Todorovic (19) scheinen beim Trainerteam mittlerweile einen höheren Stellenwert zu genießen. Vor diesem Hintergrund deutet vieles darauf hin, dass Leon Jensen einen Wechsel anstreben sollte, obwohl sein Vertrag bei den Hauptstädtern noch ein weiteres Jahr läuft.