Sollte der DFB eingreifen? Bayern-Profi Olise umgeht neue Bundesliga-Regel mit einem einfachen Kniff
München – Mit einem beeindruckenden 5:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart startete der FC Bayern kraftvoll in die neue Bundesliga-Saison. Ein wesentlicher Faktor für den Sieg war Angreifer Michael Olise (24). Zudem nutzte er eine clevere Methode, um eine neue Regel des DFB geschickt zu umgehen.
Seit dieser Spielzeit wird bei Einwürfen, die absichtlich verzögert werden, vom Schiedsrichter eine Zählung eingeführt. Dabei signalisiert der Unparteiische einen fünfsekündigen Countdown mit der Hand.
„Verstreicht die Zeit, ohne dass der Einwurf ausgeführt wird, wechselt der Ballbesitz. Das gegnerische Team erhält den Ball und darf einwerfen“, erläutert der DFB.
Im Auftaktspiel der Saison demonstrierte Olise jedoch, wie leicht sich diese Regel umgehen lässt. In der zweiten Halbzeit versuchte der Flügelspieler, einen Einwurf rasch zu machen, brach den Versuch aber aufgrund ungünstiger Laufwege ab.
Der Schiedsrichter ermahnte ihn daraufhin mit dem Countdown. Als Olise das bemerkte, ließ er den Ball einfach fallen und hob scheinbar ahnungslos die Hände. Schließlich führte Konrad Laimer (29), der normalerweise die Einwürfe auf der rechten Seite für den FC Bayern ausführt, den Einwurf aus.
Bereits zu Beginn der Saison haben die Spieler damit eine Schlupfloch entdeckt, um die neue Regel beim Einwurf zu umgehen. Ob der DFB nun reagieren und die Vorschrift anpassen wird, um dies zu verhindern, bleibt abzuwarten.
Bundesliga-Tabelle
Die Rangliste in der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende an erster Stelle steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.