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Bayern gibt klare Richtung vor: Meisterinnen feiern 4:1-Erfolg bei Union Berlin

Von Arne Richter

München/Berlin – Der FC Bayern, als großer Favorit und Titelverteidiger, ist mit einem überzeugenden 4:1 (1:0)-Auswärtssieg bei Union Berlin in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Eine Woche nach dem 3:0-Sieg im Supercup gegen Wolfsburg setzte Bayern damit erneut ein deutliches Zeichen.

Die Nationalspielerin Klara Bühl brachte die Gäste bereits in der 26. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung. Kurz nach Wiederanpfiff sorgten Pernille Harder (47.) und Glodis Viggosdottir (60.) vor der beeindruckenden Kulisse von 17.083 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei für eine komfortable Führung.

Für die Union-Fans gab es dann zumindest noch Grund zum Jubeln, als Nele Bauereisen in der 79. Minute für die Gastgeberinnen traf. Den Schlusspunkt setzte jedoch Sophie Proost in der Nachspielzeit (90.) zugunsten der Münchnerinnen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eröffnete den Saisonstart mit einer eher schlichten Zeremonie. Den stimmungsvollen Abschluss bildete die Vereins-Hymne von Union, die bekanntlich bei allen Gästen für Gänsehaut sorgen soll.

Die auf dem Spielfeld präsentierte Meisterschale, die in den vergangenen vier Jahren stets nach München ging, wurde kurz darauf wieder weggepackt.

Bis zum ersten Gegentor zeigten die Berlinerinnen, was gegen die Bayern möglich sein könnte. Eileen Campbell verfehlte nach einem Sololauf in der 7. Minute nur knapp das Tor. Auch Tomke Schneider kam in der 18. Minute mit einem Fernschuss dem Führungstreffer der Union nahe. Die Münchnerinnen hingegen hatten bis dahin lediglich einen ungefährlichen Kopfball von Linda Dallmann (13.) zu verzeichnen.

Wie der Spielstil von Union funktioniert, verdeutlichte Tomke Schneider in der 18. Minute, als sie mit vollem Einsatz eine flache Hereingabe abfing. Die stimmungsvolle Atmosphäre in der Alten Försterei spielte dabei eine wichtige Rolle, auf die Berlins Trainerin Marie-Louis Eta bei ihrem Debüt mit der Frauenmannschaft des Hauptstadtclubs gesetzt hatte.

Doch die Ernüchterung folgte kurz darauf durch eine umstrittene Freistoßentscheidung der Schiedsrichterin Miriam Schwermer: Nach einer körperbetonten Aktion zwischen Jovana Damnjanovic und Samantha Steuerwald fiel die Bayern-Spielerin zu Boden. Bühl nutzte die Gelegenheit und verwandelte den Freistoß präzise zum 1:0.

Fortan präsentierten sich die Bayern in gewohnt starker Form und demonstrierten ihre Klasse. Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte Harder mit einem flachen Schuss, bevor Viggosdottir alle Zweifel am Sieg der Münchnerinnen beseitigte.

Auch der Treffer von Bauereisen und eine späte Drangphase der Union-Spielerinnen konnten am deutlichen Erfolg der Bayern nichts mehr ändern. Sophie Proost setzte mit ihrem späten Tor den Schlusspunkt für die Gäste.