zurück

FC Bayern-Chef zu Musiala: Wir waren schon länger im Bilde

Von Christoph Lother

München – Laut Vorstandsvorsitzendem Jan-Christian Dreesen (58) war der FC Bayern bereits seit geraumer Zeit über die Erkrankung von Jamal Musiala (23) informiert. „Wir sind nicht erst seit gestern oder vorgestern über die Situation unterrichtet worden“, erklärte der Leiter des deutschen Rekordmeisters.

Wann genau die Verantwortlichen in München von der Lage erfuhren, ließ er offen. „Natürlich stehen wir in engem Austausch mit dem Neurologen und den Ärzten, die ebenfalls dafür plädiert haben, dass er weiterhin spielen soll und der Club ihn auflaufen lässt.“

Musiala war am Dienstagabend im Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Heidenheim kurzzeitig zusammengebrochen, ähnlich wie bereits drei Tage zuvor im Duell mit RB Leipzig.

Im Anschluss machte der 23-jährige Nationalspieler eine neurologische Funktionsstörung öffentlich, die bei ihm zu Aussetzern führt.

Dabei handelt es sich um eine Form epileptischer Anfälle, die nach ärztlicher Einschätzung jedoch gut behandelbar ist.

Teamkollege Harry Kane (33) äußerte sich bei der Verleihung des Goldenen Schuhs als Europas bester Torschütze: „Wenn man die Szenen von gestern und Samstag betrachtet, ist das natürlich nicht schön, denn er ist unser Mitspieler und Freund.“

Die Lage sei belastend. „Er möchte so schnell wie möglich wieder normal auf dem Platz stehen.“

Das gesamte Team unterstütze Musiala, der seit seiner Diagnose im Jahr 2025 intensiv daran arbeite, seine Leistungsfähigkeit zurückzugewinnen.

„Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, dass Jamal Musiala – und das hat mich tatsächlich überrascht – nicht verzweifelt ist“, sagte Dreesen. „Er geht sehr souverän mit seiner Situation um.“

Der Spieler sehe die Chance, dass die Erkrankung behandelbar ist. Bayern hoffe, dass Musiala „seine Stabilität wiedererlangt und auf den Platz zurückkehren kann“.

Dreesen betonte abschließend: „Natürlich sind wir mit ihm verbunden und wünschen ihm nur das Beste. Es gehört zu unseren Aufgaben, ihn zu unterstützen, gemeinsam mit den Ärzten, seinem Management und in einer Umgebung, die ihm Ruhe gibt, damit er sich voll und ganz auf das konzentrieren kann, was er liebt: Fußball spielen.“