Fußballer sammeln Spenden für verunglückten Kitesurfer – Hinterlässt Frau und zwei Kinder
Bautzen (Sachsen) – Vor genau einer Woche kam ein Kitesurfer aus Sachsen bei einem Unfall in der Ostsee ums Leben. Der Verunglückte ist kein Unbekannter in der Lausitzer Fußballszene: Heiko Koksch (†52) war ein geschätzter Spieler. Die Nachricht von seinem Tod löste in der regionalen Fußballgemeinschaft große Betroffenheit aus.
Wie die Polizei mitteilte, wurde der dreifache Familienvater von drei Ersthelfern aus dem Wasser im Wieker Bodden bei Rügen geborgen. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen konnte sein Leben nicht gerettet werden.
Die traurige Meldung verbreitete sich schnell. Heiko Koksch war aktives Mitglied des Fußballvereins Traktor Malschwitz und trug dort die Nummer 15 auf dem Trikot. Ein Sprecher des Vereins bezeichnete ihn als "ein Vorbild und eine wichtige Stimme sowohl auf als auch neben dem Spielfeld".
Vor seiner Zeit bei Traktor Malschwitz spielte Heiko auch beim Traditionsclub Budissa Bautzen, für den sein 17-jähriger Sohn Bruno in der A-Jugendmannschaft aktiv ist. "Es gibt Momente, in denen der Fußball zurücktritt", erklärt der Vorstand des Oberligisten.
"Bruno gehört zur Budissa-Familie, und wir möchten seiner Familie in dieser schweren Zeit beistehen und sie unterstützen", so der Vereinsvorsitzende.
Im Rahmen eines Testspiels der Herrenmannschaft gegen Dynamo Dresden am Freitag verlost Budissa ein von Spielern Dynamos signiertes Trikot. Der Erlös aus dem Losverkauf soll vollständig der Familie Koksch zugutekommen.
Darüber hinaus hat Bruno selbst eine Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe gestartet. Er schreibt: "Für meine Mutter Doreen, meinen kleinen Bruder Carlo und mich hat sich von einem Moment auf den anderen die Welt verwandelt."
Nach diesem tragischen Ereignis kümmert sich Bruno besonders um seinen jüngeren Bruder und seine Mutter, die nun allein für das Familienhaus aufkommen muss.
Die bereits gesammelten Spenden in Höhe von rund 40.000 Euro sollen zur Bezahlung der Beerdigung sowie zur finanziellen Absicherung des Alltags verwendet werden.
"So gut ich kann, versuche ich Verantwortung zu übernehmen, doch in dieser Situation sind wir auf Unterstützung angewiesen", schreibt Bruno abschließend.