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Nach der Niederlage gegen Griechenland: Bastian Schweinsteiger übt scharfe Kritik am deutschen Fußball

Augsburg – Die Pleite gegen Griechenland saß tief, doch die deutlichen Worte von Fußball-Legende Bastian Schweinsteiger (42) nach dem 0:1 der deutschen Nationalelf trafen noch härter. Der ehemalige Bayern-München-Star sprach als ARD-Experte direkt und ohne Umschweife nach dem Abpfiff in Augsburg Klartext.

Im Gespräch mit Moderatorin Esther Sedlaczek (40) stellte er unmissverständlich fest: „Wir gehören nicht mehr zu den Spitzenmannschaften. Wir sind ins Mittelmaß abgerutscht. Spieler, die den Unterschied ausmachen, haben wir nicht mehr.“

Ganz anders sieht es dagegen bei den Griechen aus, die ein enormes Potenzial besitzen und sich auf erfolgversprechende Jahre einstellen können. Trotz seiner klaren Kritik zeigte Schweinsteiger Verständnis dafür, dass der neue Bundestrainer Jürgen Klopp (59) den richtigen Weg eingeschlagen hat.

„Es ist sinnvoll, zunächst jeden potenziellen Spieler genau zu beobachten, um eine Mannschaft aufzubauen, die den von Jürgen Klopp propagierten Fußball spielt. Hoffentlich werden wir diesen Stil im November zu sehen bekommen. Bis dahin handelt es sich vor allem um Tests“, erklärte der Ex-Profi.

Auch Klopp ist sich bewusst, dass er nach der Ära Julian Nagelsmann (39) nicht als Wundermacher auftreten kann.

„Dass der deutsche Fußball momentan nicht in Bestform ist und dass ich nicht einfach durch eine Art Handauflegen alle Probleme beseitigen kann, war mir von Anfang an klar. Falls das jemand anders erwartet hat, weiß er es jetzt“, betonte Klopp nach der Partie.

Auf seine ganz eigene Art versuchte der Trainer, den Druck nach der überraschenden Niederlage bei seinem Heimdebüt sofort von den Spielern zu nehmen.

„Wenn ihr Frust abbauen oder Kritik äußern wollt, dann tut das an mir, das meine ich ernst. In meiner ersten Pressekonferenz habe ich nur gesagt: Verschont meine Familie. Über mich könnt ihr denken, was ihr wollt. Nehmt mich als Zielscheibe – und lasst die Spieler in Ruhe. Nur so können sich die Neuen weiterentwickeln, die jetzt erstmals zeigen konnten, was in ihnen steckt“, gab er bei der Pressekonferenz in Augsburg eine klare Botschaft mit auf den Weg.

„Die Zukunft ist so vielversprechend, wie wir sie uns vorstellen können. Wir gehen mit vollem Einsatz voran und werden diesen Weg konsequent weitergehen“, unterstrich Klopp.

„Sollte die Euphorie jetzt verflogen sein, tut mir das leid“, sagte er zuvor, betonte aber, dass er selbst nach seinen ersten beiden Spielen als Bundestrainer keineswegs entmutigt sei. „Für mich besteht kein Grund, in eine Depression zu verfallen.“