Starkes Lebenszeichen in der Bundesliga: SCM setzt sich gegen den Rekordmeister durch
Magdeburg – Ein deutliches Ausrufezeichen aus Magdeburg! Nach zweieinhalb Jahren gelang dem SC Magdeburg endlich wieder ein Erfolg gegen den THW Kiel. Besonders beeindruckte die Mannschaft aus der Elbestadt mit einer herausragenden Abwehrleistung, angeführt von Matej Mandic und Dominik Kuzmanovic, und kletterte durch den 32:26-Erfolg (15:9) vorerst an die Spitze der Tabelle.
Begleitet von einer elektrisierenden Stimmung startete der SCM konzentriert in die Partie. Vor allem Torwart Matej Mandic zeigte einen starken Auftritt und hatte nach zehn Minuten bereits vier gehaltene Bälle auf dem Konto. Offensiv blieben die Gastgeber zwar noch etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück, führten aber dank Mandics Paraden dennoch mit 4:2.
Der Rekordmeister aus Kiel tat sich offensiv weiterhin enorm schwer und erzielte nach etwa 16 Minuten lediglich drei Tore aus zwölf Versuchen. Der SC Magdeburg hingegen überwand seine anfängliche Unentschlossenheit und erhöhte nach der ersten Viertelstunde auf 8:3.
Obwohl die Grün-Roten vorne nicht ihren besten Tag erwischten, beeindruckten sie besonders durch ihre kompromisslose Defensivarbeit. Der THW fand keine Mittel gegen das magdeburgische Abwehrbollwerk und leistete sich bis zur 25. Minute bereits fünf technische Fehler. Fünf Minuten vor der Halbzeit lagen die Gastgeber deshalb mit 12:6 in Führung.
Auch in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff blieb der Vorsprung stabil, sodass es mit einem klaren 15:9 in die Kabinen ging. Dass es gelang, die Zebras in der ersten Halbzeit auf nur neun Tore zu begrenzen, war eine bemerkenswerte Leistung.
Nach dem Seitenwechsel basierten die Angriffe des THW vor allem auf Domen Makuc. Der 26-Jährige war mit sechs Treffern der gefährlichste Kieler und der einzige, der Löcher in die Defensive des SCM reißen konnte. Dennoch hielt Magdeburg weiter stark dagegen und führte nach 40 Minuten mit 21:15.
Die Gastgeber konnten ihren Vorsprung über die gesamte zweite Halbzeit auf einem komfortablen Niveau halten. Trotz verbesserter Trefferquote der Zebras wurde auch die Offensive des SCM zunehmend gefährlicher, sodass fast jeder Angriff erfolgreich abgeschlossen wurde. Nach rund 47 Minuten betrug der Abstand 27:21 zugunsten der Elbestädter.
In dieser Phase präsentierten sich die Gastgeber sehr lebhaft und hochmotiviert, während es dem THW nicht gelang, das Spiel des SCM zu kontrollieren. Besonders Gisli Kristjansson überzeugte mit seiner Dynamik, Kreativität und Spielfreude und war kaum zu bremsen.
Ein weiterer Grund für die Dominanz der Magdeburger war das starke Torhüterspiel. Neben Matej Mandic zeigte auch Dominik Kuzmanovic eine hervorragende Leistung und trug maßgeblich zur defensiven Stabilität bei. Bereits nach knapp zehn Minuten hatte er beeindruckende sechs Paraden verzeichnet. So führte der SCM sieben Minuten vor Schluss mit 30:22.
In den verbleibenden Minuten konnten die Kieler weiterhin keine entscheidenden Antworten finden, sodass der Sieg der Magdeburger nie ernsthaft gefährdet war. Nach exakt drei Jahren gelang den Elbestädtern zu Hause mit 32:26 ein erneuter Triumph gegen den THW Kiel, der sie vorübergehend an die Tabellenspitze katapultierte.