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Elfmeter vergeben und Torwartpatzer: Aue zahlt zu Saisonbeginn einen hohen Preis

Aue – Genau das ist eingetreten, was man befürchtet hatte, wenn eine unerfahrene Auer Mannschaft auf die abgeklärten Himmelblauen trifft: Sie muss eine schmerzhafte Lehrstunde hinnehmen. Die Veilchen brachten sich durch Fehler in der ersten Halbzeit selbst um die Chance auf einen Erfolg und nahmen dies anschließend auch offen und ehrlich zur Kenntnis.

"Heute haben wir Chemnitz leider gleich zu zwei Toren eingeladen", resümierte Marcel Bär (34). Eigentlich sogar zu drei, wenn man die Situation beim Konter zum 3:1-Endstand mit einbezieht.

Bär äußerte sich mit einem leicht ironischen Lächeln: "Wir starteten gut in die zweite Halbzeit, vieles lief nach Plan, doch aus den zahlreichen Umschaltmomenten haben wir die falschen Entscheidungen getroffen – und das sowohl vor unserem als auch vor dem gegnerischen Strafraum. Deshalb haben wir das Spiel heute verdient verloren."

Bis zur ersten Trinkpause präsentierten sich die Veilchen noch überlegen, die Pause kam für den CFC, wie Sportdirektor Chris Löwe in der Mixed-Zone zugab, genau zum richtigen Zeitpunkt.

Danach übernahmen die Chemnitzer die Kontrolle, ehe Bastian Strietzel im Strafraum zu ungestüm gegen Jonas Marx eingriff.

"Ob das ein Elfmeter war, weiß ich nicht genau, aber bis dahin hatten wir das Spiel eigentlich gut unter Kontrolle. Nach dieser unglücklichen Entscheidung folgten für uns etwa 20 katastrophale Minuten, in denen nichts mehr zusammenging – so lagen wir verdient mit 0:2 zurück", ärgerte sich Trainer Khvicha Shubitidze (51). Zudem entwischte Max Uhlig vor dem zweiten Gegentor unbedrängt einer Flanke von Domenico Alberico.

Zur Halbzeit fand Shubitidze die richtigen Worte, Routinier Simon Skarlatidis (35) bereitete wenig später per Flanke das Tor von Marcel Bär vor – Aue war wieder in Reichweite.

Doch genau in solchen Situationen trifft Aue oft falsche Entscheidungen, wie Bär treffend analysierte. Der eingewechselte Christoph Pauling (26) wollte gegen Andreas Geipl (34) einen Elfmeter herausholen.

"Ob das wirklich ein Foul war, weiß ich nicht. Bei seinem Tempo hätte er den Ball einfach nach links legen müssen. Wie gesagt, wir haben zu viele Fehlentscheidungen getroffen, in beiden Strafräumen, und deswegen verloren", so Bär.

Der 34-Jährige betonte zugleich, dass dies ein Lernprozess sei: "Für viele war es das erste Sachsenderby. Wir haben eine junge Mannschaft, die Fehler machen darf und soll. Aus diesen Erfahrungen werden wir auf jeden Fall wachsen!"

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