Aue beißt sich die Zähne aus: Keine Treffer gegen die Hertha-Bubis
Aue – Das reichte nicht! Am Mittwochabend blieb Erzgebirge Aue im Heimspiel gegen die U23 von Hertha BSC erstmals in dieser Regionalliga-Saison ohne eigenen Torerfolg und musste sich vor 5852 Zuschauern im Erzgebirgsstadion mit einem 0:0 zufrieden geben.
Eine Szene aus der ersten Halbzeit spiegelte das Geschehen gut wider: Marcel Bär wurde bei einer Ecke von gleich zwei Abwehrspielern gedeckt, schaffte es dennoch zum Kopfball – verfehlte das Tor allerdings knapp.
Aue stieß auf die äußerst diszipliniert agierenden Hauptstädter und versuchte es häufig mit langen Bällen. Wenn die Veilchen gefährlich wurden, dann war meist ihr Kapitän daran beteiligt – nicht nur als Vollstrecker, sondern auch als Antreiber, wie bei der besten Gelegenheit für Linus Queißer (9.).
Bär eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, spielte ihn gefühlvoll und direkt in die Tiefe auf den durchstartenden linken Flügelspieler. Queißer nahm die Vorlage mit der Brust an und unter Bedrängnis herunter, hatte den Ball jedoch erst voll unter Kontrolle, als Herthas Torwart bereits gestellt war und sich rechtzeitig positionieren konnte.
Hertha nahm Aue durch ein verzögertes und zähes Spiel den Wind aus den Segeln. Sobald es dann doch einmal schnell nach vorne ging, musste Aue besonders aufpassen, denn wenn der Gegner – ganz gleich wer – Tempo machte, geriet die letzte Abwehrlinie in Bedrängnis.
Von der Mannschaft Shubitidzes kam insgesamt zu wenig aus dem Spiel heraus. Es wirkte alles zu statisch. Einzig Standardsituationen schienen wirklich gefährlich zu sein: Devin Angleberger brachte eine Ecke hinter den zweiten Pfosten, wo Bär (24.) seinen Bewacher abschütteln konnte und frei zum Kopfball kam – doch der Ball prallte an die Latte!
Da Aue insgesamt zu brav agierte, trauten sich die Hertha-Bubis nach der Pause etwas mehr aus ihrer kompakten Defensive heraus. Shalva Ogbaidze (59.) hatte Platz und den Abschluss, der von Leon Prosche noch leicht an die Querlatte gelenkt wurde.
Die Gäste schienen zudem bemerkt zu haben, dass wenig Gefahr drohte, wenn sie Aue den Ball überließen. Erst mit der Einwechslung von Simon Skarlatidids und durch die akustische Unterstützung aus den Blöcken O/P kam neuer Schwung ins Spiel – und die Möglichkeit für Queißer (71.), dessen spektakulärer Fallrückzieher Herthas Torwart mit einem Blitzreflex parierte.
Als „Skarla“ (86.) selbst zum Abschluss kam, zeigte Konstantin Heide die nächste starke Parade und sicherte Hertha so den einen Punkt.
Regionalliga Nordost Tabelle
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in dieser Saison direkt in die 3. Liga auf.