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Aue-Torwart zeigte starke Leistungen, konnte Niederlage jedoch nicht abwenden: „Ein enttäuschendes Erlebnis“

Erzgebirge Aue – Martin Männel (38) bewies sich gegen die TSG 1899 Hoffenheim mehrfach mit starken Paraden, dennoch gelang es ihm nicht, das Ausscheiden im Pokal zu verhindern. Der erfahrene Schlussmann hat deutlich gemacht, dass auf ihn Verlass ist, wenn er gebraucht wird. Sein nächster Einsatz dürfte nicht lange auf sich warten lassen, denn am Mittwochabend wird er voraussichtlich auch das Tor von Erzgebirge Aue gegen Hertha II hüten.

Diese Annahme stützt sich darauf, dass Torwart Max Uhlig sich an der Schulter verletzt hat und daher am Samstag nicht einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen konnte.

„Aus Vorsicht haben wir ihn erst einmal geschont, aber die Verletzung ist nicht dramatisch. Eine kurze Pause für ihn, dann geht es weiter“, erklärte Khvicha Shubitidze im Gespräch mit TAG24 abseits des Pokalspiels und gab damit ein Update aus dem Mannschaftsquartier.

Ob der Aue-Trainer das Risiko eingeht, den gerade erst angeschlagenen Youngster direkt am Mittwoch gegen Hertha II wieder ins Tor zu stellen, ist noch unklar. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass zunächst weiterhin auf Männel gesetzt wird.

Der Routinier konnte sich in der Partie gegen Hoffenheim mehrfach auszeichnen, etwa als er im Eins-gegen-Eins-Duell gegen Tim Lemperle die Oberhand behielt.

Vier Gegentore sind dabei besonders ärgerlich und undankbar, denn viel ausrichten konnte er nicht. Männel äußerte sich dazu: „Es ist enttäuschend, dass wir die Partie verloren haben. Für einen Torwart sind vier Gegentore nie schön – egal, ob man gegen einen Bundesligisten oder einen Club aus einer unteren Liga ausscheidet. Das ist eine enttäuschende Erfahrung. Am Ende zählt aber nicht die einzelne Person.“

Dieser letzte Satz knüpft an seine Aussagen vor dem Spiel gegenüber TAG24 an, als Männel betonte, dass er die Partie nicht als Möglichkeit zur Eigenwerbung ansah.

Hat er dennoch ein wenig Blut geleckt? „Es hat mich gefreut, spielen zu dürfen. Der Fußball ist für mich neben meinen Kindern und ein paar anderen Dingen nach wie vor eines der schönsten Dinge im Leben“, sagte Männel.

Dass er sich im deutschen Fußball über die Jahre eine feste Position erarbeitet hat, wird an kleinen Gesten deutlich – wie zum Beispiel in der Szene, als ihn Nationaltorwart Oliver Baumann (36) in der Mixed-Zone zu einem lockeren Gespräch unter Kollegen einlud, nachdem beide zuvor auf dem Spielfeld bereits Trikots getauscht hatten.

Männel sagte dazu: „‚Oli‘ ist, genau wie ich, schon seit einer gefühlten Ewigkeit bei seinem Verein, hat viele tolle Momente erlebt, aber auch schwierige Zeiten durchgestanden. Trotzdem ist er nie abgehauen und mittlerweile Nationaltorwart.“

Abgehauen ist Männel in Aue ebenfalls nie – selbst nicht, als es in die vierte Liga ging und er seinen Stammplatz verlor.