„Das ist purer jugendlicher Leichtsinn!“ – Aue-Trainer Shubitidze sauer nach erster Heimniederlage
Aue – „Das grenzt an jugendlichen Leichtsinn!“, zeigte sich Khvicha Shubitidze (52) nach der 1:2-Niederlage (1:1) gegen Chemie Leipzig sichtlich verärgert.
Erzgebirge Aue startete vor 11.754 Zuschauern sehr engagiert, ging durch Tim Maciejewski (13.) verdient in Führung und ließ durch Christoph Pauling und Willi Kamm zwei hochkarätige Chancen ungenutzt. Anschließend folgte ein Bruch im Spiel, da man bei Standardsituationen gegen Rudolf Sanin (20.) und Julius Hoffmann (68.) unaufmerksam war.
„Die Tatsache, dass wir bei den beiden Standardsituationen völlig unzureichend verteidigt haben, war spielentscheidend“, analysierte Shubitidze die Momente, in denen Bastian Strietzel nach einer Ecke und Linus Queißer nach einem Freistoß ihre Gegenspieler aus den Augen verloren.
„Hier besteht eindeutig noch Nachholbedarf, das sehen wir ganz klar“, betonte der Trainer der Veilchen. Zusätzlich kritisierte Martin Männel den Entstehungsprozess des 1:2, das durch ein Foulspiel von Stylianos Kokovas an der Seitenlinie zustande kam.
„Der Gegner stand mit dem Rücken zum Tor. Die Situation war eigentlich eindeutig, sodass ein Foul an dieser Stelle absolut vermeidbar gewesen wäre. Genau solche Situationen wollten wir, wie in der Halbzeit angesprochen, unbedingt verhindern.“
Mit der zweiten Saisonniederlage verlieren die Veilchen weiter Boden. Aktuell belegen sie den sechsten Rang und haben sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer Rot-Weiß Erfurt, bevor es in die Pokalpause geht.
Shubitidze sagte: „In den letzten zwei, drei Spielen lief es vielleicht etwas zu gut für uns, weswegen einige Spieler glauben, sie könnten das jetzt mit einem lockeren Chipball erledigen. Ich bleibe dabei: Es sind alles junge Spieler, die aus solchen Erfahrungen lernen müssen.“
„Die Entwicklung ist bei weitem noch nicht auf dem Niveau, das wir uns wünschen. Letztlich verlieren wir durch eigene Unachtsamkeiten – egal ob im Angriff oder in der Defensive“, machte Shubitidze deutlich.
Das Fehlen von Marcel Bär (Knieschmerzen) ist langfristig ebenfalls ein Problem. „Marcel Bär lässt sich vielleicht für zwei Spiele vertreten, doch auf Dauer ist er für unser Team unersetzlich“, erklärte Shubitidze.
Das bedeutet, dass Kaderplaner Steffen Ziffert früher oder später gefordert sein wird, entsprechende Lösungen zu finden.
Regionalliga Nordost – Tabelle
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in dieser Saison direkt in die 3. Liga auf.