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Vor 32 Jahren: Ein Eigentor mit fatalen Folgen

Am 2. Juli 1994, genau vor 32 Jahren, wurde der kolumbianische Nationalspieler Andrés Escobar nach einem schweren Eigentor bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA erschossen. Dieses Ereignis sorgte weltweit für große Bestürzung.

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Mit hohen Erwartungen reiste die kolumbianische Mannschaft zur WM 1994 in die Vereinigten Staaten. In der Qualifikation hatte das Team mit starken Auftritten, darunter einem klaren Sieg gegen Argentinien, viele überrascht. Kolumbien wurde daher international als mögliche Überraschungsmannschaft gehandelt.

Andrés Escobar zählte damals zu den bekanntesten Spielern des Kaders. Der Verteidiger von Atlético Nacional aus Medellín war für sein besonnenes und faires Spiel bekannt, galt als Führungskraft der Nationalelf und genoss in seinem Heimatland großen Respekt.

Die anfängliche Begeisterung wurde jedoch schon durch die Auftaktniederlage gegen Rumänien am 18. Juni etwas getrübt.

Am 22. Juni traf Kolumbien auf Gastgeber USA. In der ersten Hälfte versuchte Escobar eine Flanke zu klären, lenkte den Ball jedoch unglücklicherweise ins eigene Netz. Am Ende verloren die Kolumbianer auch dieses Spiel mit 1:2 und schieden kurz darauf bereits in der Vorrunde aus.

Obwohl es viele Warnungen gab, kehrte Escobar nach Kolumbien zurück – das Leben müsse schließlich weitergehen, so seine Überzeugung.

Am 2. Juli 1994 war der Fußballer in einer Bar seiner Heimatstadt Medellín unterwegs, wo er von mehreren Personen wegen des Eigentors angefeindet wurde. Wenig später wurde er nach einem Streit erschossen.

Der Täter stand im Zusammenhang mit einflussreichen Drogenkartellen. Medien berichteten damals von möglichen Verbindungen zwischen der Tat, der angespannten Lage in Kolumbien sowie hohen Geldsummen aus illegalen Sportwetten. Angeblich waren große Einsätze auf die kolumbianischen WM-Spiele platziert worden, die durch das frühe Ausscheiden verloren gingen.

Viele Details rund um den Fall sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt.

Der Mord an Andrés Escobar erschütterte ganz Kolumbien tief. Sein Schicksal symbolisiert bis heute den enormen Druck im Profi-Fußball und steht für eine Tragödie, die weit über den Sport hinausreicht.

Zur Beerdigung kamen etwa 120.000 Menschen. Fans, Stadien und eine Statue in Medellín erinnern noch heute an den Nationalspieler, der nur 27 Jahre alt wurde.