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Darum zog Haber beim Heimsieg gegen Hüttenberg die Reißleine

Dresden – „Ich finde, wir zeigen auf dem Spielfeld richtig viel Einsatz. Und auch von der Bank aus sind wir voll dabei“, erklärte André Haber (40) die Emotionen bei sich und seinen Handballern während der Begegnung gegen Hüttenberg. So stark, dass der Trainer des HC Elbflorenz sogar bewusst etwas zurückruderte.

„Wir mussten etwas vorsichtiger sein“, gab der Coach nach dem fünften Saisonsieg in der Pressekonferenz zu: „Ich hatte früh eine Gelbe Karte gesehen, und eine Zwei-Minuten-Strafe wollte ich unbedingt vermeiden.“

Eine weitere Verwarnung hätte nämlich zu einer entsprechenden Strafzeit für den Dresdner Trainer geführt.

„Das war wichtig, deshalb habe ich darauf geachtet, nicht zu überdrehen“, erklärte Haber.

Obwohl der Coach am Spielfeldrand etwas bedachter und kontrollierter agieren musste, ließ seine Mannschaft auf dem Parkett weiterhin vollen Einsatz erkennen.

Das bewiesen die Tigers während der gesamten 60 Minuten gegen Hüttenberg immer wieder eindrucksvoll.

Ein besonders gutes Beispiel war die Phase nach der Halbzeit, als die Dresdner ihren Vorsprung verspielt hatten und kurz davor standen, das Spiel vollständig aus der Hand zu geben.

„Wie wir in Unterzahl verteidigt haben, nachdem wir eine Zeitstrafe erhielten – ich weiß nicht genau, ob es da 20:20 stand, aber es war äußerst knapp. Trotzdem konnten wir die Unterzahl überstehen und das Spiel gewinnen. Das zeigt für mich vor allem Kampfgeist, Herz und eine starke Einstellung“, unterstrich Haber.

Offensiv sorgte unter anderem Rückraumspieler Viktor Petersen Norberg (26) mit sieben Toren für Impulse.

Denn: „Nur mit schönem Spiel oder Tempo gewinnt man nichts. Erfolg kommt, wenn man 34 Spieltage lang mit voller Hingabe kämpft.“

Der Trainer ist sich jedoch bewusst: „Dann gewinnt man nicht jedes Spiel. Aber wenn man immer seine maximale Kampfbereitschaft zeigt, steigt die Wahrscheinlichkeit auf Siege deutlich. Genau das müssen wir in jedem Match abrufen, weil wir hohe Ziele verfolgen.“

Am Ende der Saison möchten die Dresdner genau dort stehen, wo sie nach ihrem fünften Erfolg in dieser Spielzeit aktuell sind: auf einem der beiden Aufstiegsplätze.