Alphaville-Skandal: Mitveranstalter Lukas Podolski äußert sich erstmals deutlich
Hockenheim (Baden-Württemberg) – Der Streit um die Absage des Auftritts von Alphaville beim Glücksgefühle-Festival sorgt weiterhin für Aufsehen. Nun hat sich Lukas Podolski (41), Fußball-Weltmeister von 2014 und einer der Mitbegründer des Events, erstmals öffentlich dazu geäußert.
„Wer mich kennt, weiß, wie ich denke. Für mich steht der Mensch im Vordergrund, unabhängig von Herkunft oder Glauben“, betont der ehemalige Profifußballer, der zuletzt in Polen für Górnik Zabrze aktiv war, in einem Beitrag auf Instagram.
Seiner Ansicht nach sollte jeder seine Meinung frei äußern und auch mal klare Kante zeigen dürfen – „egal ob im Stadion oder auf der Bühne“, erklärt „Poldi“ weiter.
Nachdem die Veranstalter wegen der Ausladung der bekannten Band Kritik einstecken mussten, versuchte Mitgründer Markus Krampe (55) seine Entscheidung zu revidieren und Alphaville erneut für das Glücksgefühle-Festival einzuladen – doch die Musiker lehnten ab.
Die vorherigen Kommentare hätten eine Atmosphäre geschaffen, die die Band dazu bewogen habe, auf einen Auftritt zu verzichten.
„Ich finde es gut, dass Markus seine Entscheidung noch einmal hinterfragt und klar eingeräumt hat, dass es ein Fehler war“, verteidigt der 41-Jährige seinen Geschäftspartner.
Fehler seien menschlich, wichtig sei jedoch, wie man damit umgehe, meint die FC-Köln-Legende.
Aufgrund der Entschuldigung hofft „Poldi“ dennoch, dass die 1983 gegründete Band ihre Haltung überdenkt und ihre Teilnahme doch noch zusagt.
„Alphaville ist jederzeit willkommen. Ich hoffe, dass sie wieder mit dabei sind!“, so der 130-fache Nationalspieler abschließend.
Er selbst wolle nun nach vorne blicken und freue sich auf ein „friedliches, großartiges Festival mit all den Fans“ – denn genau darum gehe es, schreibt Podolski in seinem Statement, das ihm jedoch auch einige Kritik eingebracht hat.
Ein Auftritt der Kultband auf dem traditionsreichen Hockenheimring gilt jedoch als nahezu ausgeschlossen. Sänger Marian Gold (72) hatte bereits klargestellt, dass die Gage für den ausgefallenen Auftritt an eine wohltätige Organisation gespendet werde.