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Zverev erreicht sein sechstes Grand-Slam-Endspiel und stellt dabei mehrere Rekorde auf

New York – Mit einem verschmitzten Lächeln nach dem Matchball genoss Alexander Zverev (29) seinen Erfolg in vollen Zügen: Der deutsche Tennisprofi überzeugte mit einer souveränen Leistung und steht nun im Finale der US Open – die Krönung eines beeindruckenden Jahres liegt damit in greifbarer Nähe.

"Das wird etwas ganz Besonderes", erklärte Zverev voller Vorfreude auf das Endspiel. Dort trifft der French-Open-Champion am Sonntagabend (20 Uhr deutscher Zeit, sporteurope.tv und Sky) auf den amerikanischen Nachwuchsspieler Ben Shelton (23). "Ich hoffe, ich kann verhindern, dass der amerikanische Traum wahr wird."

Mit großer Nervenstärke setzte sich Zverev im Halbfinale gegen den russischen Kontrahenten Karen Chatschanow (30) mit 6:3, 7:6 (9:7) und 7:6 (8:6) durch und erreichte somit sein drittes Grand-Slam-Finale in Folge. Nach seinem Sieg bei den French Open im Juni hat der Hamburger nun die Chance, seinen zweiten großen Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere zu gewinnen.

"Ein Grand-Slam-Titel war unser oberstes Ziel, doch jetzt streben wir nach noch Größerem", kündigte Zverev an.

Mit dem Erreichen seines sechsten Grand-Slam-Endspiels hat Zverev mehrere deutsche Rekorde gebrochen: Als erster deutscher Mann zog er zum zweiten Mal ins US-Open-Finale ein und übertrifft damit Legenden wie Boris Becker, Michael Stich (57) und Gottfried von Cramm (†67). Auch drei aufeinanderfolgende Grand-Slam-Finals hatte vor ihm noch niemand geschafft.

Sein Erfolg gibt ihm die Möglichkeit, als erster Deutscher seit Boris Becker (58) im Jahr 1989 den Einzeltitel in New York zu gewinnen.

Vor den Augen der ehemaligen Fußballweltmeister Jérôme Boateng (38) und Ronaldo (49) im Arthur Ashe Stadium zeigte sich Zverev gegen Chatschanow äußerst fokussiert und überzeugte besonders in den entscheidenden Momenten.

In beiden Tie-Breaks lag der Deutsche zunächst zurück und wehrte im dritten Satz sogar zwei Satzbälle ab. Bereits im olympischen Finale von Tokio 2021 hatte er gegen Chatschanow die Goldmedaille errungen.

"Manchmal läuft einfach alles zu deinen Gunsten. Ich war oft sehr nah dran, und vielleicht hat Gott entschieden, dass dieses Jahr mein Jahr wird. Also genieße ich einfach das Spiel", sagte Zverev über seine Traum-Saison.