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BSG Chemie Leipzig enttäuscht: torlos und frustriert nach dieser Szene

Leipzig – Wo sollen die Punkte herkommen, wenn vorne die Tore ausbleiben? Das größte Manko der BSG Chemie Leipzig in der laufenden Saison ist mittlerweile offensichtlich. Auch im Spiel gegen Carl Zeiss Jena blieb keine Verbesserung erkennbar. Am Ende setzte es für die Sachsen die vierte Niederlage in fünf Begegnungen (0:1).

Besonders in den Schlussminuten vergaben die Grün-Weißen zahlreiche hochkarätige Chancen, die definitiv ausgereicht hätten, um wenigstens einen Punkt zu sichern. „Im letzten Drittel fehlt uns die Ruhe, wir agieren zu hektisch. Der entscheidende Pass, die letzte Flanke oder der finale Ball kommen nicht an. Wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Am Ende hat die reifere Mannschaft gewonnen“, zog BSG-Trainer Alexander Schmidt (57) nach dem Abpfiff Bilanz.

Auch Neuzugang Philipp Kühn (23) konnte bislang noch keinen Treffer erzielen, obwohl Schmidt betonte, dass mit ihm eine ganz andere „Physis und eine andere Dynamik im Angriff“ hineingekommen sei.

Der Stürmer selbst bezeichnete die Partie anschließend dennoch als einen wichtigen Schritt, auf dem aufgebaut werden könne. Als nächstes steht ein Duell gegen die Reserve des 1. FC Magdeburg an, die bekanntlich offensiv stark agiert. Für die Chemiker wird es kaum für einen Punkt reichen, wenn es ihnen erneut nicht gelingt, Tore zu erzielen.

Besonders ärgerlich: Das Spiel am Freitagabend hätte unter Umständen einen ganz anderen Verlauf genommen, wenn Chemie einen klaren Strafstoß zugesprochen bekommen hätte. Bereits in der 7. Minute riss Jenas Torwart Marius Liesegang (26) Leipzigs Elias Kratzer (26) mit voller Härte zu Boden. Der Schiedsrichter übersah die Szene möglicherweise aufgrund des Pyro-Rauchs der Gästefans.

Schmidt erklärte dazu: „Für mich war das ein eindeutiger Elfmeter. Er räumt ihn komplett ab. Wenn wir dadurch in Führung gegangen wären, hätte das Spiel vielleicht einen anderen Verlauf genommen.“

Auf jeden Fall steht Schmidt nun unter Druck, eine Lösung zu finden, um seine Mannschaft zum Toreschießen zu bringen. Ein einziges Tor in fünf Spielen und bisher nur ein Punkt sind viel zu wenig. So wird es schwer, in der Regionalliga zu bestehen.

Der erhoffte positive Start in die Saison blieb somit aus.