Ogura hofft bei MotoGP auf optimale Reifenbedingungen: „Der Sachsenring war für mich stets eine anspruchsvolle Strecke“
Oberlungwitz – „Es fühlt sich zwar nicht wie ein Sprung ins Ungewisse an, dennoch ist diese Kurve alles andere als ungefährlich“, erklärte Ai Ogura (25) vor dem MotoGP-Wochenende auf dem Sachsenring gegenüber Speedweek.com.
Der Japaner zeigt großen Respekt vor der Waldmann-Kurve, die nach dem 20-fachen Grand-Prix-Sieger benannt ist und bergab zum sogenannten „Wasserfall“ führt.
„Besonders schwierig ist die kalte rechte Seitenwand des Reifens. Deshalb hoffe ich auf warme Bedingungen. Bei kühleren Temperaturen wird diese Stelle nach zahlreichen Linkskurven definitiv zu einer kritischen Passage. Ich bin kein großer Fan dieser Kurve, aber sie gehört nun mal zu den spannendsten Abschnitten der Strecke.“
Mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen reist der 25-Jährige aus seiner Heimat an. Bevor er nach Tokio flog, sicherte er sich in Assen den Grand-Prix-Sieg – als erster Japaner seit 2004.
Der Fahrer von Trackhouse-Aprilia ist nach diesem großen Erfolg fest im Titelkampf dabei. Er liegt mit 25 Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter Jorge Martin (Spanien/Aprilia) auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung.
Trotz des jüngsten Triumphs beschäftigt Ogura der Sachsenring weiterhin. Im Jahr 2024 erreichte er in der Moto2-Klasse auf der engen Strecke den dritten Platz auf dem Podium, während er bei seinem MotoGP-Debüt im Vorjahr ausschied.
„Der Sachsenring war für mich schon immer eine Herausforderung“, gibt er zu. „Jedes Mal, wenn ich hierherkomme, fühle ich mich etwas orientierungslos und frage mich: ‘Kann ich hier schnell sein oder nicht?’ Es ist also eine schwierige Strecke, aber vor zwei, drei Jahren lief es für mich schon recht gut. Mal sehen, wie es diesmal klappt.“