Engpass beim Buchstaben „V“: Adidas kämpft mit erheblichen Lieferproblemen bei drei DFB-Trikots
Von Michael Donhauser
Herzogenaurach – Der Ausrüster der deutschen Fußballnationalmannschaft, Adidas, steht aktuell vor einer ungewöhnlichen Herausforderung: Bei der Online-Bestellung von Originaltrikots mit den Spielernamen Kai Havertz, Alexander Pavlovic und Deniz Undav sind derzeit keine Waren verfügbar.
Grund dafür ist ein Mangel am Buchstaben „V“ bei der Beflockung. Adidas bestätigte dies gegenüber der „Bild“-Zeitung.
„Aufgrund der besonders hohen Nachfrage nach Trikots mit den Spielern Undav, Havertz und Pavlović kam es kurzfristig zu einem Engpass bei der Verfügbarkeit des Buchstabens ‚V‘“, erklärte ein Firmensprecher in Herzogenaurach.
„Gemeinsam mit unserem Partner 11teamsports konnten wir das Problem jedoch schnell beheben, sodass die Trikots mit dem Buchstaben ‚V‘ bald wieder online bestellt werden können.“
Der Verkauf von Trikots rund um große Fußballturniere stellt für die Hersteller von Sportartikeln eine wichtige Einnahmequelle dar.
Adidas, das 14 der 48 WM-Teilnehmer ausstattet, beziffert den Umsatz, der direkt mit der WM in den USA, Mexiko und Kanada zusammenhängt, auf rund eine Milliarde Euro.
Wie viel davon auf Trikotverkäufe entfällt, gab das Unternehmen allerdings nicht bekannt. Besonders das blaue Auswärtstrikot der deutschen Mannschaft erfreut sich bislang unerwartet großer Beliebtheit.
„Das Auswärtstrikot erzielt deutlich bessere Verkaufszahlen als bei der EURO 2024, während das Heimtrikot mit starkem Wachstum schnell aufholt“, so der Sprecher, ohne genaue Zahlen zu nennen.
Auf den Auswärtstrikots ist das Adidas-Dreiblatt-Logo erstmals seit 36 Jahren bei einer Weltmeisterschaft wieder zu sehen.
Das pinkfarbene Auswärtsjersey aus dem Jahr 2024 gilt als das bisher meistverkaufte Nationalmannschafts-Auswärtstrikot.
„Inspiriert von der einzigartigen Kultur jedes Landes interpretieren die Auswärtstrikots die Ästhetik klassischer Adidas-WM-Trikots neu – in einem modernen, zeitgemäßen Design, das bei Fans und Spielern gleichermaßen gut ankommt.“
Auch bei den Auswärtstrikots der Nationalmannschaften von Curacao, Belgien und Japan kam es bereits zu Engpässen in einzelnen Größen. Zudem verkauft sich die Kollektion mit Retro-Jerseys vergangener Turniere, insbesondere der WM 1994, sehr gut, berichtete der Adidas-Sprecher.