St.-Pauli-Blog: Wagner, Trainer von Hannover 96, zeigt sich beeindruckt – „Da erwartet uns eine echte Herausforderung“
Hamburg – Am Samstagabend setzte der FC St. Pauli seinen positiven Trend im Zweitliga-Topspiel bei Hannover 96 fort.
Sandro Wagner, der erst seit wenigen Wochen das Traineramt bei den „Roten“ innehat, ist sich der bevorstehenden Aufgabe bewusst.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch über alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, potenzielle Transfers und weitere Geschehnisse im Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.
Der erst 38-jährige Sandro Wagner ist seit kurzem Chefcoach bei Hannover 96 und steht nun vor seinem ersten großen Spitzenspiel. Am Samstag trifft sein Team auf den FC St. Pauli am Maschsee.
„Für Fußballer gibt es kaum etwas Schöneres als ein Flutlichtspiel am Abend vor ausverkauftem Haus“, gab Wagner ehrlich zu. Doch mit den Kiezkickern reist eine Mannschaft an, die sich aufstrebend präsentiert.
„Sie haben in der vergangenen Saison mit zahlreichen Spielern noch in der Bundesliga gespielt und besitzen dadurch einen gewissen Erfahrungsvorsprung“, erklärte Wagner. „Zudem verfügen sie mit Trainer Marcel Rapp über einen außergewöhnlichen Fußballlehrer.“
Nachdem St. Pauli anfänglich etwas holprig gestartet war, zeigt das Team mittlerweile eine klare Entwicklung. „Im Angriff verfügen sie über viel Tempo, und auf der Sechser-Position mit Eric Smith haben sie einen der herausragenden Akteure dieser Liga“, lobte Wagner. „Generell sind sie mit vielen starken Einzelspielern gespickt. Da kommt einiges auf uns zu.“
Fabian Hürzeler (33) mischt mit Brighton & Hove Albion in der Premier League ganz vorne mit. Nach sechs Spieltagen belegt das Team den dritten Tabellenplatz und fegte unter anderem Meister Arsenal London mit 3:0 vom Platz. Zudem wurde Hürzeler zum „Teammanager des Monats September“ gekürt.
Der Erfolg weckt Begehrlichkeiten: Bereits im Sommer war Hürzeler bei mehreren Vereinen, darunter Bayer Leverkusen, im Gespräch. Nun soll laut „The Sun“ Manchester United Interesse an dem Aufstiegstrainer von St. Pauli zeigen, falls sich die „Red Devils“ von Michael Carrick (45) trennen sollten.
Ob Hürzeler, der vertraglich bis 2029 an Brighton gebunden ist, angesichts der derzeitigen Entwicklung überhaupt an einen Wechsel zu Manchester United denkt, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass die Ablöse dafür sehr hoch ausfallen würde.
Brightons Klubbesitzer Tony Bloom (56) betonte bereits, dass für sämtliche Szenarien vorgesorgt sei.
Obwohl die Saison erst sieben Spieltage alt ist, machen bereits die ersten Spekulationen die Runde. Laut „Gamfoot Transfers“ steht der FC St. Pauli womöglich vor dem Verlust seines Top-Torjägers Abdoulie Ceesay (22).
Dabei soll die TSG 1899 Hoffenheim den Stürmer genau unter die Lupe genommen und mehrfach beobachtet haben. Ob die Kraichgauer jedoch tatsächlich ein Angebot für den gambischen Nationalspieler vorlegen, bleibt abzuwarten.
Aus Sicht von St. Pauli ist es allerdings keineswegs sicher, dass der beste Angreifer einfach so abgegeben wird.
Das Spitzenspiel am Samstag zwischen Hannover 96 und dem FC St. Pauli wird von Schiedsrichter Felix Prigan (27) geleitet. Unter seiner Regie konnten bislang weder Hannover noch St. Pauli einen Sieg erringen.
Prigan pfiff St. Pauli zum Beispiel am vierten Spieltag beim 2:2 in Bielefeld, während Hannover in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Energie Cottbus (0:1) unter seiner Leitung verlor.
Bereits am Mittwochmorgen hat der FC St. Pauli die Vorbereitung auf das Duell am Samstag bei Hannover 96 aufgenommen.
Während Marcus Mathisen (30) wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, absolvierte Eric Smith (29) ein individuelles Programm zur Belastungssteuerung. Rony Jansson (22) verließ nach dem Aufwärmen die Gruppe und trainierte separat.
Auch Louis Oppie (24) gesellte sich nach einer Weile zu dem Finnen.
Aktuell sucht der FC St. Pauli nach einer neuen Stadion-Hymne und hat deshalb einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Die Vielzahl der Einsendungen übertraf jedoch alle Erwartungen.
„Wir waren von rund 3000 Vorschlägen total überrascht“, berichtete Markenchef Martin Drust dem Hamburger Abendblatt. Man hatte lediglich mit einer hohen zweistelligen Anzahl gerechnet. Obwohl sich viele Songs mehrfach wiederholten, wolle man versuchen, möglichst allen Vorschlägen gerecht zu werden und die Entscheidung daher etwas nach hinten verschieben.
Dies sei im Sinne der Einsender, so Drust. Deshalb wird die Abstimmungsphase nicht wie geplant vom 23. bis 25. Oktober stattfinden, sondern erst am darauffolgenden Wochenende. Bis einschließlich Donnerstag um 23:59 Uhr können noch Liedvorschläge eingereicht werden.
Sportlich konnte Gísli Thórdarson (22) beim FC St. Pauli bislang noch nicht glänzen. Die Leihgabe von Lech Posen verletzt sich vor dem ersten Spieltag und fällt seitdem aus. Ob er in dieser Saison noch zum Einsatz kommt, ist ungewiss.
Privat läuft es für den Isländer indes besser. Wie er auf Instagram mitteilte, erwarten er und seine Freundin Andrea Marý Nachwuchs. Zu einem Ultraschallbild schrieb er: „die drei von uns 2027🤍“
Lars Ritzka (28) ist kein großer Redner, doch nach seinem Treffer und dem 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC stand er Rede und Antwort.
„Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte der Linksfuß, der für den gesperrten Tomoya Ando (28) in der Startelf stand. Trainer Marcel Rapp (47) setzte ihn bewusst als linken Innenverteidiger ein, um auch spielerisch Akzente zu setzen.
„Als Außenverteidiger habe ich schon lange nicht mehr gespielt, ich weiß gar nicht mehr, wie sich das anfühlt“, scherzte Ritzka und erzählte eine kleine Geschichte: „Ben Voll hat mir gesagt, dass er das Gefühl hat, ich werde ein Tor erzielen.“
Er sollte Recht behalten, denn in der 52. Minute erzielte Ritzka das 2:0. „Es ist schön, dass wir auch mal auf Standardsituationen treffen und nicht nur welche hinnehmen.“ Letztlich sorgte der 28-Jährige auch dafür, dass hinten die Null stand – vielleicht erhält er auch gegen Hannover 96 wieder eine Chance. Der Konkurrenzkampf ist jedenfalls eröffnet.
Abdoulie Ceesay (22) wird für St. Pauli immer wichtiger. Während er anfangs noch durch wilde Aktionen auffiel, überzeugt der Gambier inzwischen mit Toren und überlegtem Spiel.
„Ich arbeite in jedem Training an meinem Abschluss, und es wird täglich besser“, erklärte der 23-Jährige. In dieser Saison hat er bereits drei Tore in fünf Einsätzen erzielt. Auch das Vertrauen von Trainer Marcel Rapp (47) spiele eine große Rolle.
Rapp selbst äußerte sich lobend über seinen torgefährlichsten Akteur: „Bei Ceesay passiert immer etwas, bei jedem Zweikampf. Entweder bekommen wir einen Freistoß oder der Ball fällt uns vor die Füße. Das ist eine enorme Qualität.“ Der Coach schätzte nicht nur den „knallharten Abschluss“ des Stürmers, sondern auch sein Spielverständnis. „Er ist nicht nur ein Umschaltspieler, sondern beteiligt sich aktiv am Spiel.“
Über die laufende Saison hinaus bringt es Ceesay nun auf sechs Tore in acht Spielen – eine beeindruckende Quote!
Personell kann Marcel Rapp (47) gegen den Karlsruher SC nahezu aus dem Vollen schöpfen. Neben den langzeitverletzten Spielern fällt am Sonntag nur Marcus Mathisen (30) aus, der mit Beschwerden an der Fußsohle zu kämpfen hat.
Die zuletzt angeschlagenen Akteure sowie die Nationalspieler, die kürzlich von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt sind, stehen alle zur Verfügung, erklärte der 47-Jährige, der allerdings weiterhin auf den gesperrten Tomoya Ando (27) verzichten muss.
Erstmals wird Lukas Benen (34) am Sonntag eine Partie des FC St. Pauli als Schiedsrichter leiten. Zuvor war er nur bei der U23 der Kiezkicker im Einsatz gewesen.
Das Spiel des Karlsruher SC hat er bereits zweimal gepfiffen – beide Male konnten die Badener gewinnen. Ein gutes Omen?
Marco Knoop (48) gehörte zwei Jahre lang zum Trainerstab des FC St. Pauli und hat unter anderem Nikola Vasilj (30) zu einem erstklassigen Torwart entwickelt. Nach dem Aufstieg 2024 wechselte er zusammen mit Fabian Hürzeler (33) zu Brighton, wo er jedoch nur ein Jahr blieb.
Nach einer kurzen Station bei Nottingham Forest ist Knoop im Sommer erneut ohne Klub gewesen, hat nun aber eine neue Herausforderung gefunden. Der 48-Jährige unterschrieb bei Trabzonspor in der Türkei und wird dort künftig mit Stars wie Mohamed Salah (34) trainieren.
Der FC St. Pauli hat die Trainingswoche vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den KSC aufgenommen. Mit dabei waren auch Tomoya Ando (27), der jedoch gesperrt ist, Branimir Hrgota (33), Rony Jansson (24) sowie Connor Metcalfe (26), der jedoch frühzeitig das Training verließ und Runden um den Platz drehte.
Nach etwa einer Stunde begaben sich Metcalfe und Marcus Mathisen (30), der ebenfalls individuelle Runden absolvierte, zurück in die Kabine.
Die beiden Nationalspieler Eric Smith (29) und Dimitar Mitov (29) fehlten ebenso wie Scott Banks (25) und Taichi Hara (27), die sich bereits am Sonntag krank gemeldet hatten. Außerdem fehlen noch Mathias Rasmussen (28, krank), Abdoulie Ceesay (22, krank), Ricky-Jade Jones (23) und Erik Ahlstrand (24).
Eric Smith (29) wird mit besonderem Gefühl nach Hamburg zurückkehren. Der Profi von St. Pauli war erst kürzlich nachnominiert worden und absolvierte zwei weitere Länderspiele für Schweden.
Nach einem Einsatz von knapp 60 Minuten am Freitag stand Smith am Montag gegen Rumänien in der Startelf. Dank eines Treffers von Ex-Kiezkicker Victor Gyökeres gewannen die Tre Kronors mit 1:0 und verteidigten die Tabellenführung.
Für Smith war es eine Premiere: Er stand erstmals über die volle Spielzeit für seine Nationalmannschaft auf dem Platz.
Bisher hatte Sam Klein (22) beim FC St. Pauli nur eine Nebenrolle gespielt, doch der Sommer-Neuzugang aus Australien zeigte gegen Gladbach, warum er verpflichtet wurde.
„Er ist ein Spieler, der uns gut tut“, lobte Trainer Marcel Rapp (47) nach dem Spiel. „Er ist groß, überbrückt Räume und läuft viel. Eine gute Verpflichtung.“
Klein selbst bezeichnete die Partie gegen Gladbach als „guten Test“ und freute sich, endlich länger auf dem Platz stehen zu dürfen. „Ich liebe es zu spielen und gebe immer mein Bestes“, erklärte er.
Vor allem das Zusammenspiel mit Joel Chima Fujita (24) funktionierte gut. „Er ist ein starker Spieler, wir haben gut harmoniert. Unser Verständnis ist gut, darauf können wir aufbauen.“ Vielleicht klappt das schon im nächsten Spiel gegen den KSC.
Alexander Blessin (53), der zwei Jahre lang die Heimkabine von St. Pauli am Millerntor kannte, war am Samstag erstmals als Gast zurück – und hatte eine amüsante Begegnung.
„Ich muss ehrlich sein, aber erzählt es nicht weiter“, begann er seine Geschichte, „ich bin in der Halbzeit in die falsche Kabine gegangen.“ Doch schnell bemerkte er seinen Irrtum. „Ich war komplett im Tunnel und hoffe, dass es niemand mitbekommen hat.“ Ein, zwei Spieler hätten es wohl gesehen, meinte er.
Neben dieser lustigen Anekdote genoss der 53-Jährige auch den herzlichen Empfang der St.-Pauli-Fans. „Man denkt schon darüber nach, wie man empfangen wird“, gab er zu. „Zum Glück war es sehr herzlich und schön.“
Auch die Begegnungen mit seinen ehemaligen Spielern und dem Teamstaff verliefen „super“ – ganz so, wie er es sich wohl vorgestellt hatte.
Beim Betreten des Millerntor-Stadions wurde Alexander Blessin mit viel Applaus begrüßt. Gleiches galt bei der Bekanntgabe der Gladbacher Aufstellung.
Vor dem Spiel stand Blessin, nachdem er sich mit zahlreichen alten Kollegen unterhalten hatte, wie gewohnt mit verschränkten Armen an der Seitenlinie und beobachtete das Aufwärmen seiner Mannschaft.
Am Mittwoch war Eric Smith (29) erst nachnominiert worden, am Freitagabend stand er dann für gut eine Stunde in der schwedischen Nationalmannschaft auf dem Platz.
Beim 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina wurde der St.-Pauli-Profi nach einer halben Stunde für Carl Starfelt (31) eingewechselt. So kam Smith zu seinem dritten Einsatz für die Tre Kronors. Das Führungstor erzielte in der 61. Minute der ehemalige Kiezkicker Victor Gyökeres (28).
Mit dem Unentschieden verteidigte Schweden die Tabellenführung vor Bosnien, bei denen Ex-FCSP-Keeper Nikola Vasilj (30) nur auf der Bank saß.
Nach der Rückkehr zum FC St. Pauli tun sich Scott Banks (25) und Erik Ahlstrand (24) weiterhin schwer. Beide kamen in dieser Saison erst je einmal zum Einsatz und kamen auf insgesamt nur 15 Minuten Spielzeit. Eine schnelle Änderung scheint unwahrscheinlich.
„Grundsätzlich sind sie im Training engagiert und machen ihre Sache gut“, sagte Trainer Marcel Rapp (47). „Aber es herrscht ein harter Konkurrenzkampf, und die anderen machen es auch gut. Es ist schwer.“
Rapp betonte jedoch, dass er kein Problem hätte, Banks und Ahlstrand einzusetzen. Die Einwechselspieler hätten in dieser Saison gezeigt, dass sich die Mannschaft durch Wechsel nicht verschlechtert habe. Nur die beiden hätten sich bisher kaum präsentieren können.
Beim Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach muss St. Pauli auf einige Spieler verzichten. Neben den Nationalspielern und Langzeitverletzten fallen auch drei weitere Akteure aus.
Branimir Hrgota (33) nahm am Freitag zwar bereits wieder am Mannschaftstraining teil, wird aber nicht spielen können. „Das reicht nicht mehr bis zum Spiel“, machte Trainer Marcel Rapp (47) deutlich. Auch Marcus Mathisen (30) steht wegen Fußproblemen nicht zur Verfügung. Beide sollen jedoch in der kommenden Woche wieder vollständig ins Training einsteigen.
Tomoya Ando (28), der Rückenprobleme hat, drehte zwar schon seine Runden. „Man dachte zunächst, der Rücken sei schlimmer verletzt, aber so ist es nicht“, sagte Rapp. „Er dürfte nächste Woche wieder fit sein.“
Wie sieht es bei den Langzeitverletzten aus? Mathias Pereira Lage (29) läuft laut Trainer bereits wieder. „Es ist aber noch ein weiter Weg“, so Rapp. Besser sieht es bei Rony Jansson (22) aus, der demnächst wieder ins Training einsteigen soll.
Ganz anders sieht die Lage bei Gísli Thórdarson (22) aus. „Er ist nach wie vor sehr weit weg. Dieses Jahr wird es vermutlich nichts mehr“, gestand Rapp ein. So hatte man sich die Leihgabe eigentlich nicht vorgestellt.
Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Während Eric Smith (29) mit der schwedischen Nationalmannschaft unterwegs ist, trainiert Branimir Hrgota (33) wieder mit der Mannschaft, wenn auch nur eingeschränkt. Der Offensivspieler hatte zuletzt mit Fersenproblemen gefehlt.
Weiterhin fehlen Rony Jansson (22), Gísli Thórdarson (22) sowie Marcus Mathisen (30) aufgrund von Beschwerden. Zurück von der Nationalmannschaft ist Torhüter Tomoya Ando (27), der wegen Rückenproblemen nur individuell trainierte.
Ein Tor, an das sich Connor Metcalfe (26) sicher lange erinnern wird: Der St.-Pauli-Profi erzielte am Dienstag im Testspiel gegen Brasilien das zwischenzeitliche 2:1. „Das zählt zu den schönsten Toren meiner Karriere“, sagte er in einem Interview mit dem australischen Verband. „Mama und Papa werden sehr stolz sein.“
Als er sich die Videos seines Treffers ansah, konnte Metcalfe die Situation kaum noch beschreiben: „Ich habe den Ball mit einem Kontakt mitgenommen und voll getroffen. Als ich wieder aufschaute, schlug der Ball bereits oben im Eck ein.“
Trotz des sehenswerten Treffers verzichtete der 26-Jährige auf einen großen Jubel. „Ich hatte einfach nicht mehr die Kraft, zur Eckfahne zu sprinten oder einen Salto zu schlagen.“
Wie Metcalfe verriet, war der Treffer kein Zufall. „Der Trainer hatte vor dem Spiel gesagt: Wenn ihr in die Halbräume kommt, dann zieht einfach ab.“ Da er keine Anspielstation sah, schoss er aus dem Rückraum mit dem „guten linken Fuß“. „Also habe ich es versucht, und es ist lustig, dass es geklappt hat.“
Im 42. Länderspiel war es erst sein drittes Tor – eines, an das er sich noch lange erinnern wird.
Große Freude bei Eric Smith (29): Der Defensivspieler vom FC St. Pauli wurde für die schwedische Nationalmannschaft nachnominiert, wie der Verband mitteilte. Grund hierfür sind mehrere Krankheitsfälle im Team.
Für Smith und Schweden stehen in den kommenden Tagen zwei Partien an. Am Freitag (20:45 Uhr) trifft man zunächst auf Bosnien-Herzegowina, wo es auch zu einem Wiedersehen mit Ex-Kiezkicker Nikola Vasilj (30) kommt. Am Montag, den 5. Oktober (20:45 Uhr), folgt das Duell gegen Rumänien.
Smith absolvierte bisher zwei Einsätze für die Tre Kronors, blieb trotz Nominierung bei der WM im Sommer ohne Einsatz.
Mit gerade einmal 676,2 gelaufenen Kilometern belegt der FC St. Pauli in dieser Statistik den letzten Platz der zweiten Liga. Für Louis Oppie (24) war das überraschend. „Vom Gefühl her nicht“, meinte er und verwies auf einen Blick in die Laufdaten. „Ich weiß nicht, wie das zustande kommt.“
Die Statistik könnte jedoch auch anders interpretiert werden: Vielleicht laufen die Kiezkicker zwar weniger, dafür aber clever. „Es gibt Spieler, die nicht 30 Sprints machen, sondern vielleicht nur fünf, die aber extrem gefährlich sind“, erklärte Oppie, der selbst häufig unter den besten 20 Läufern zu finden ist – ebenso wie sein Teamkollege Arkadiusz Pyrka (24).
„Unser Spiel besteht darin, die Linie rauf und runter zu laufen“, machte Oppie deutlich. Für die nächsten Wochen hat er sich vorgenommen, seinen ersten Scorerpunkt zu erzielen. „Mein Ziel ist es, aus einer defensiven Stabilität noch mehr Offensivdruck zu erzeugen. Vor allem sollen meine Flanken noch etwas präziser werden.“
Abdoulie Ceesay (22) und Gambia sorgten in der Qualifikation zum Afrika Cup für eine kleine Sensation. In Ghana gelang ein 4:2-Erfolg, durch den die „Skorpione“ mit zwei Siegen in zwei Spielen beste Chancen auf das Weiterkommen haben. Ein Wermutstropfen: Ceesay saß 90 Minuten auf der Bank.
Ein ähnliches Schicksal ereilte erneut Torhüter Dimitar Mitov (29). Beim torlosen Remis zwischen Bulgarien und Estland kam der Keeper nur als Ersatz zum Einsatz. Ex-Kiezkicker Karol Mets (33) stand hingegen durchgehend auf dem Feld.
Connor Metcalfe (26) wird diesen Tag kaum vergessen. Auch wenn Australien im zweiten Testspiel gegen Brasilien verlor, konnte er zumindest einen Treffer erzielen.
Beim Stand von 1:1 erhielt der St.-Pauli-Profi in der 33. Minute den Ball am Strafraum, zog ab und versenkte den Ball sehenswert im rechten Eck zum 2:1. Trotz der Führung verloren die „Socceroos“ am Ende mit 2:4. Metcalfe wurde in der 69. Minute ausgewechselt. Es war sein drittes Tor im 45. Länderspiel.
Mit gemischten Gefühlen wird er nach Hamburg zurückkehren.
Nach einer trainingsfreien Woche ist der FC St. Pauli wieder auf den Platz zurückgekehrt.
Während sich die Mannschaft mit lockeren Übungen aufwärmte, drehte Branimir Hrgota (33) seine Runden um das Spielfeld. Seine Fersenprobleme sind offenbar noch nicht vollständig auskuriert.
Neben den verletzten Rony Jansson (22) und Gísli Thórdarson (22) fehlte auch Marcus Mathisen (30).
Torwart Dimitar Mitov (29) saß auch bei der bulgarischen Nationalmannschaft auf der Ersatzbank und sah trotz Führung eine 1:2-Niederlage gegen Luxemburg beim Nations-League-Auftakt.
Dagegen stand Ex-Kiezkicker Danel Sinani (29) in der Startelf, musste aber bereits zur Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Nationaltrainer Jeff Strasser (51) teilte nach dem Spiel mit, dass Sinani für kommende Partien ausfallen wird. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
Abdoulie Ceesay (22) ist einer von nur vier St.-Pauli-Profis, die für ihre Nationalteams im Einsatz sind. Für ihn und Gambia begann am Freitagabend die Afrika-Cup-Qualifikation.
Im Auftaktspiel gegen Somalia stand Ceesay in der Startelf, wurde nach 77 Minuten beim Stand von 1:1 ausgewechselt. Kurz darauf jubelte er trotzdem, denn sein Team gewann mit 2:1. Am Dienstag folgt das zweite Gruppenspiel gegen Ghana.
Wie ärgerlich! Connor Metcalfe (26) und Australien schnupperten lange an einem Sieg über Brasilien, doch die Südamerikaner schlugen spät zurück.
Metcalfe stand zusammen mit Jackson Irvine (33) in der Startelf und hatte Glück, dass ein Treffer von Estêvão (19) kurz vor der Pause aberkannt wurde. Im zweiten Abschnitt sorgten die Socceroos allerdings mit einem Traumfreistoß durch Nestory Irankunda (20), einem Ex-Bayern-Spieler, für die Führung in der 68. Minute.
Diese hielt bis in die Nachspielzeit, doch dann erzielte Rayan (20) in der 95. Minute den Ausgleich. Metcalfe war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt (84. Minute). Am Dienstag treffen beide Teams erneut aufeinander.
Tomoya Ando (27) kam beim 3:1-Sieg Japans gegen Uruguay am Donnerstag nicht zum Einsatz.
Alexander Blessin (53) wurde am Mittwoch offiziell als neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach vorgestellt. Dabei wurden auch Fragen zu seiner Zeit beim FC St. Pauli gestellt.
„Ihr werdet nie erleben, dass ich mich negativ über Vergangenes äußere“, sagte der 53-Jährige, der insgesamt von einer schönen Zeit berichtete. „Das erste Jahr war sehr erfolgreich, das zweite nicht ganz so gut. Wir hatten Höhen und Tiefen, zwei positive und zwei negative Phasen, die letztendlich zu lang waren und zum Abstieg führten.“
Trotz des Tiefpunkts zieht Blessin viel Positives aus seiner Zeit am Millerntor: „Es hat mich als Trainer weitergebracht. Man lernt nie aus und ich habe nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. St. Pauli ist ein großartiger Klub.“ Am 3. Oktober trifft er mit Gladbach erneut auf den FC St. Pauli in einem Testspiel.
Seit Dienstag ist klar: Der ehemalige St.-Pauli-Coach Alexander Blessin (53) wird künftig als Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach tätig sein.
Medienberichten zufolge unterschrieb der Stuttgarter einen Zweijahresvertrag bei den „Fohlen“. Mit St. Pauli stieg er im vergangenen Jahr ab und verließ danach den Klub.
Der FC St. Pauli wird zukünftig als erster deutscher Profiverein Mitglied der Union of European Clubs (UEC). Mit diesem Schritt möchte der Verein die Arbeit der UEC für mehr sportliches Gleichgewicht, finanzielle Nachhaltigkeit und verbesserte Governance im europäischen Fußball unterstützen, teilte der Klub am Montagnachmittag mit.
Für St. Pauli ist der Beitritt ein weiterer Schritt, um sich für fairere Bedingungen im europäischen Fußball einzusetzen. Dazu zählen aus Sicht des Vereins neben einem ausgeglichenen Wettbewerb und nachhaltigen wirtschaftlichen Strukturen auch transparente und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse.
Die Union of European Clubs versteht sich als Interessenvertretung professioneller Vereine verschiedenster Größen und Ligen. Ziel ist es, auch den Clubs, die bislang kaum in Entscheidungsprozesse eingebunden sind, eine stärkere Stimme in der europäischen Fußballpolitik zu verschaffen.
Nach dem Abstieg im Sommer musste Alexander Blessin (53) nach zwei Jahren seinen Trainerposten bei St. Pauli räumen. Schon bald könnte er jedoch zurück ans Millerntor kommen.
Medienberichten zufolge gilt er als Topfavorit für die vakante Trainerstelle beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Genau gegen diesen Gegner bestreiten die Kiezkicker am 3. Oktober während der XXL-Länderspielpause ein Testspiel.
Es wird spannend sein, wie die Fans auf eine Rückkehr Blessins reagieren werden.
Der FC St. Pauli nutzt die zweiwöchige Länderspielpause Ende September/Anfang Oktober für ein Freundschaftsspiel. Am 3. Oktober (15:30 Uhr) empfangen die Kiezkicker den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am Millerntor.
Das Spiel wird regulär über zwei Halbzeiten von je 45 Minuten ausgetragen. Informationen zum Ticketverkauf werden die Hamburger zeitnah bekannt geben.
St.-Pauli-Anhänger aufgepasst! Am Donnerstag wurden die Spieltage 7 bis 13 der 2. Bundesliga mit exakten Anstoßzeiten veröffentlicht. Die Kiezkicker dürfen dabei insgesamt dreimal abends antreten.
Hier die Übersicht der Begegnungen:
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt in die Bundesliga auf – ebenso der Zweitplatzierte. Platz drei spielt gegen den Drittletzten der Bundesliga in der Relegation um den Verbleib oder Aufstieg in der höchsten deutschen Spielklasse.