72 Stunden lang suchte man nach ihnen – Frau und zwei Kinder des Fußballers tot geborgen
Caracas (Venezuela) – Nach einer 72-stündigen Suche in den Trümmern von Caracas gibt es nun traurige Gewissheit: Die Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder des Fußballspielers Lucas Trejo (38) sind bei dem Erdbeben in Venezuela ums Leben gekommen.
Für Yanina de Trejo, Aarón Trejo und Ainhoa Trejo kam jede Rettung zu spät, wie sein Verein am Sonntag auf Instagram bekanntgab. „Die große Familie des Clubs Sport Marítimo de La Guaira spricht ihr Beileid zum Verlust ihrer Angehörigen aus, der sich am 24. Juni bei dem Erdbeben ereignete, das das ganze Land erschütterte“, hieß es in der Mitteilung.
Am 24. Juni bebte die Erde in Venezuela zweimal stark, wodurch zahlreiche Gebäude einstürzten und Tausende Menschen unter den Trümmern begraben wurden. Offiziellen Angaben zufolge sind inzwischen 1450 Todesopfer zu beklagen. Auch Straßenabschnitte sowie der Flughafen in der Hauptstadt Caracas wurden beschädigt.
Der Argentinier Lucas Trejo ist derzeit in der zweiten venezolanischen Liga bei Marítimo La Guaira aktiv. Diese Stadt liegt nur wenige Kilometer von Caracas entfernt. Einen Tag nach der Katastrophe sollte sein Team in der „Copa Venezuela“ gegen Deportivo Miranda FC in Caracas antreten.
Der frühere Fußballspieler Edson Tortolero (54) engagiert sich seit dem Unglück bei der Suche nach Überlebenden und übermittelte die traurige Botschaft ebenfalls am späten Samstagabend (Ortszeit).
„Wir möchten alle Menschen in Venezuela und Argentinien darüber informieren, dass die Leichen der Angehörigen von Lucas Trejo geborgen wurden. Wir danken allen für die Unterstützung und bitten darum, seiner Familie in dieser schweren Zeit mit größtem Respekt zu begegnen“, schrieb er in seiner Instagram-Story.
Das verheerende Erdbeben hat die venezolanische Fußballgemeinschaft tief erschüttert. Neben der Familie von Lucas Trejo verlor auch Andrea, die Ehefrau von Héctor Bello (28), ebenfalls Spieler bei Marítimo de La Guaira, ihr Leben, als sie ihre einjährige Tochter Alana vor den Trümmern schützen wollte.
Weitere Nachwuchsspieler kamen bei der Katastrophe ebenfalls ums Leben. Noch immer, fünf Tage nach dem Unglück, dauern die Rettungsarbeiten nach Überlebenden an.