Mittelfeldproblem auf hohem Niveau: Wer setzt sich gegen Kiel im Magdeburger Zentrum durch?
Magdeburg – Nach zwei Siegen und einer Niederlage ist es noch zu früh, um beim 1. FC Magdeburg ein abschließendes Fazit zu ziehen. Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) wollen die Elbestädter versuchen, ihre positive Serie gegen Holstein Kiel fortzusetzen. FCM-Trainer Petrik Sander (65) sprach in der Pressekonferenz vor dem Spiel über die bevorstehende Herausforderung.
Für das Trainerteam steht gegen Holstein Kiel vor allem die Zusammenstellung der optimalen Startelf im Fokus, um – wie Sander bildlich gern ausdrückt – das perfekte Mosaikbild zu erschaffen. Besonders im Mittelfeld herrscht derzeit ein intensiver Konkurrenzkampf, der noch nicht entschieden ist.
„Das ist uns lieber als andersherum“, kommentiert Petrik Sander die Auswahlmöglichkeiten im Mittelfeld. „Für uns ist das natürlich ein großer Vorteil. Nun müssen wir nur die richtigen Entscheidungen treffen.“ Noch lässt der Coach offen, wer aktuell die besten Chancen auf einen Platz in der Anfangsformation hat.
Feststeht, dass mit dem jüngsten Zugang Felipe Chávez (19) ein weiteres vielversprechendes Mittelfeldtalent auf sich aufmerksam machen wird. Schon nach zwei Trainingseinheiten hinterließ der 19-Jährige beim Coach einen positiven Eindruck:
„Der Junge hat eine exzellente Ausbildung genossen. Er ist technisch sehr versiert, kann sowohl mit links als auch rechts abschließen und ist zudem ein äußerst gefährlicher Freistoßschütze“, so Sander. Laut dem 65-Jährigen wird Chávez definitiv zum Kader gehören, ein Platz in der Startelf wäre jedoch noch ein „Risiko“.
Auch bei den Neuzugängen Moritz-Broni Kwarteng (28) und Torben Müsel (27) gibt es noch Unsicherheiten. Beide mussten aufgrund von Krankheit und Verletzungen zuletzt kürzertreten. Wer am Ende tatsächlich die erste Elf bildet, wird frühestens am Sonntag entschieden.
Der missglückte Saisonstart gegen Braunschweig scheint inzwischen vergessen, denn nach den Siegen gegen Osnabrück und den Bahlinger SC konnten die Magdeburger zwei Erfolgserlebnisse verbuchen. „Wir hoffen, mit diesen beiden Siegen den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Das müssen wir am Sonntag auf dem Platz bestätigen“, so Sander.
Mit Holstein Kiel wartet ein bislang in dieser Saison noch ungeschlagener Gegner auf Magdeburg. Der 65-Jährige kennt die Qualitäten der Störche genau: „Kiel ist wirklich außergewöhnlich, das muss man anerkennen. Die Mannschaft hat fast perfektioniert, diese Rotationsmaschine in Gang zu setzen, bei der plötzlich alles durcheinanderwirbelt [...]. Aber das hat alles System.“
Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams fand am 33. Spieltag der vergangenen Saison statt – damals mit dem besseren Ende für die Elbestädter, die auswärts mit 3:1 triumphierten. Ein ähnliches Spielkonzept möchte Sander auch diesmal verfolgen: „In Kiel haben wir das hinbekommen, und wir haben die Mannschaft so eingestellt, dass sich das wiederholen wird.“
Der erfahrene Coach weiß genau, worauf es im kommenden Spiel besonders ankommen wird: „Wir dürfen nicht den Überblick verlieren. Wir müssen dafür sorgen, dass wir die passenden Mittel finden und keinen Gegner aus dem Blick verlieren oder entkommen lassen“, erklärt Sander.