Neuer Karriereschritt nach dem Aus beim DSV! Zukunft des ehemaligen Bundestrainers steht fest
Warschau (Polen) – Was bereits im Vorfeld vielfach gemunkelt wurde, ist nun offiziell bestätigt: Stefan Horngacher (56) hat nur wenige Wochen nach seinem endgültigen Abschied als Cheftrainer der deutschen Skisprungmannschaft einen neuen Wirkungsbereich gefunden.
Der Österreicher wird künftig für den polnischen Skiverband (PZN) tätig sein, wie dieser am Montag in einer Pressemitteilung auf X verkündete. Dabei übernimmt Horngacher allerdings keine klassische Trainerrolle, sondern agiert als „Koordinator des Ausbildungssystems“.
In dieser Position obliegt ihm die Zusammenarbeit mit den Trainern sämtlicher Nationalteams, die Festlegung sportlicher Zielvorgaben sowie die Beratung bei der Auswahl der Skispringer.
Damit haben sich die zuvor kursierenden Spekulationen über eine mögliche Rückkehr nach Polen bestätigt: Von 2016 bis 2019 war Horngacher bereits als Trainer für den PZN aktiv und konnte in dieser Zeit unter anderem den Team-Weltmeistertitel 2017 sowie die Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen 2018 erringen.
Nach Medienberichten wurden die Vertragsverhandlungen unter der Leitung des Verbandspräsidenten Adam Małysz (48) geführt.
Der ehemalige Spitzenspringer hatte die Gerüchte selbst angefacht, indem er Mitte April erklärte: „Wir wollen Stefan Horngacher! Aber nicht zu diesem Zeitpunkt.“ Dabei bezog er sich offenbar auf die für den 13. Juni angesetzte Wahl des neuen Verbandschefs, die zunächst abgewartet werden sollte.
Letztlich entschied man sich jedoch gegen eine Verzögerung, verzichtete aufs Abwarten und brachte den Vertrag früher als zunächst geplant unter Dach und Fach.