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Zehn Jahre nach seinem Bruder: Überflieger Domen Prevc gewinnt erstmals die Vierschanzentournee!

Deutschland/Österreich – Domen Prevc (26) sicherte sich bei der 74. Vierschanzentournee der Skispringer den Gesamtsieg.

Am Dienstag beim Abschluss in Bischofshofen genügte dem slowenischen Athleten ein zweiter Platz, um genau zehn Jahre nach seinem Bruder Peter (33) den Goldenen Adler zu gewinnen.

Den Tagessieg sicherte sich der österreichische Titelverteidiger Daniel Tschofenig (23). Der beste deutsche Springer beim letzten Wettkampf auf der Paul-Außerleitner-Schanze war Felix Hoffmann (28), der als Zehnter ins Ziel kam.

Prevc hatte seinen Sieg frühzeitig auf Kurs gebracht: Durch Erfolge in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowie einen zweiten Platz in Innsbruck war der Gesamtsieg praktisch schon vor dem letzten Springen gesichert. In Bischofshofen machte der Slowene den Triumph dann endgültig perfekt.

TAG24 informierte im Liveticker über alle wichtigen Ereignisse der 74. Vierschanzentournee.

Wie präsentierten sich die deutschen Skispringer?

Als bester Deutscher verpasste Felix Hoffmann knapp sein Ziel, sich auf dem Gesamtpodest zu platzieren.

Der erkältete Philipp Raimund belegte zum Schluss Rang zwölf und rutschte in der Gesamtwertung auf Platz acht zurück. Pius Paschke erreichte lediglich den 24. Platz. Andreas Wellinger (35.) und Karl Geiger (45.) schieden bereits vor dem zweiten Durchgang aus.

Mit 138,5 Metern unterstrich Prevc einmal mehr sein Können.

Obwohl es diesmal nicht zum Tagessieg reichte, setzte sich der Slowene deutlich von der Konkurrenz ab und gewann souverän die Gesamtwertung der Vierschanzentournee.

Felix Hoffmann, als erster Springer von zehn im Finale, eröffnete das letzte Springen in Bischofshofen.

Mit einem starken Sprung auf 137 Meter verabschiedete er sich aus dem Wettbewerb.

Pius Paschke war der erste deutsche Starter und erreichte 129,5 Meter.

Dadurch lag der 35-Jährige vorerst auf Platz zwei.

Es geht weiter!

Der Schweizer Killian Peier (30) begann soeben den zweiten Durchgang und damit das Finale der diesjährigen Vierschanzentournee.

Domen Prevc (26) zeigte sich unaufhaltsam und ließ kaum Zweifel an seinem Sieg.

Mit einem perfekten Sprung auf 138 Meter sicherte er sich vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (29) die Spitzenposition und bewies, dass der Gesamtsieg fast nur noch Formsache ist.

Philipp Raimund (25) hatte gegen Felix Trunz (19) keine Probleme.

Während der Schweizer bei 119 Metern landete, nutzte der Deutsche den Rückenwind optimal und erreichte beeindruckende 133,5 Meter. Damit übernahm Raimund vorerst die Führung im Wettbewerb.

Ein Sprung zum Vergessen!

Karl Geiger (32) kam nach einem enttäuschenden Versuch mit nur 115 Metern unten im Tal an und verpasste damit den Einzug in den zweiten Durchgang – ein bitterer Rückschlag.

Eine Enttäuschung für Andreas Wellinger!

Der US-Amerikaner Jason Colby (19) katapultierte sich mit 123,5 Metern am DSV-Springer vorbei und schob ihn aus der Lucky-Loser-Liste. Somit blieb Wellinger der zweite Durchgang verwehrt – schade.

Felix Hoffmann (28) setzte sich klar gegen Antti Aalto (30) durch.

Mit einer Landung nach 133 Metern übertraf er die 117 Meter seines Kontrahenten deutlich und behauptete damit seinen Platz im vorderen Feld, vorerst auf Rang vier.

Rok Oblak (24) aus Slowenien gewann mit 125,5 Metern gegen Andreas Wellinger (30).

Der DSV-Springer erreichte nur 120,5 Meter und musste auf die Hoffnung auf die Lucky-Loser-Liste vertrauen.

Ausfall vor dem Start: Der Japaner Yukiya Sato (30) konnte krankheitsbedingt nicht antreten.

Pius Paschke (25) eröffnete somit als Erster das Dreikönigsspringen und qualifizierte sich automatisch für den zweiten Durchgang.

Die 74. Vierschanzentournee fand am Dienstagnachmittag in Bischofshofen ihren Abschluss.

Auf der Paul-Außerleitner-Schanze fiel ab 16:30 Uhr die Entscheidung über den Gesamtsieger.

Der haushohe Favorit war Domen Prevc (26) aus Slowenien, der mit über 40 Punkten Vorsprung die Nachfolge des Österreichers Daniel Tschofenig (23) antreten konnte.

Vor dem abschließenden Wettkampf in Bischofshofen hatten ausgerechnet die beiden deutschen Spitzenathleten Felix Hoffmann (Gesamtfünfter) und Philipp Raimund (Gesamt-Siebter) mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Hoffmann verzichtete vor der Qualifikation des Dreikönigsspringens aufgrund von Kniebeschwerden auf das erste Training und erklärte bei Eurosport: „Mein Knie zwickt etwas. Wir wollten die Belastung möglichst gering halten, damit ich die Tournee ordentlich zu Ende bringen kann.“

Bereits bei den vorherigen Springen hatte er Schmerzen verspürt und erwägte sogar eine Wettkampfpause nach der Tournee.

Auch Raimund berichtete einen Tag nach dem Innsbruck-Springen, bei dem er heftig in die Bande geprallt war, von Schmerzen in der rechten Hüfte. „Bis zuletzt hatte ich es im Griff, aber mein Aufprall hat leider einige Probleme verursacht“, erklärte der 25-Jährige.

Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich angesichts der Beschwerden der führenden Athleten besorgt: „Wir haben einige Ausfälle“, so der Österreicher. Die Behandlung bei Hoffmann sei jedoch ärztlich abgestimmt: „Es gibt einen Plan, wie es weitergeht. Für morgen sollte es kein Problem sein, aber er hat Schmerzen.“

Domen Prevc (26) sorgte als letzter Starter der Qualifikation mit 140 Metern für ein Ausrufezeichen und übertraf damit die gesamte Konkurrenz.

Mit diesem starken Sprung gewann der Slowene klar die Qualifikation für das abschließende Springen in Bischofshofen und unterstrich seine Favoritenrolle für das große Finale am Dienstag. Dabei werden alle fünf deutschen Springer an den Start gehen.

Philipp Raimund (25) verbesserte sich mit 136 Metern deutlich.

Die Landung saß perfekt, mit einem Daumen nach oben sicherte er sich vorerst den vierten Rang.

Felix Hoffmann (28) sprang als vorletzter Deutscher.

Mit Rückenwind erreichte er 128,5 Meter und belegte vorerst Rang sieben. Der Traum vom Podium ist damit zwar in weiter Ferne, aber noch nicht unerreichbar.

Nun durfte endlich auch Pius Paschke (35) an den Start gehen!

Der Münchner landete bei 126,5 Metern, was für die Teilnahme am Abschlussspringen genügte.

Jetzt fehlten nur noch Felix Hoffmann (28) und Philipp Raimund (25) im deutschen Team.

DSV-Springer Andreas Wellinger (30) raste mit hoher Geschwindigkeit die Schanze hinunter und kam auf 128,5 Meter.

Damit belegte er vorerst Platz fünf im Durchgang.

Karl Geiger (32) war als erster deutscher Springer in der Qualifikation von Bischofshofen am Start.

Mit 117,5 Metern reichte sein Ergebnis vermutlich für die morgige Teilnahme aus. Dennoch zeigte sich der 32-Jährige nach der Landung unzufrieden und schüttelte den Kopf.

Felix Hoffmann überzeugte in Innsbruck mit einem starken fünften Platz. Dabei hatte er zuvor sogar mit seinem Schuh am Balken hängen geblieben – ein Moment, der ihm einen riesigen Schrecken bereitete, wie er in seiner sport.de-Kolumne zugegeben hat.

Er bezeichnete es als „die Schrecksekunde der Saison“: „Im zweiten Durchgang blieb ich mit dem Schuh hinten am Balken hängen, was gefährlich hätte werden können.“

Der 28-Jährige schilderte seine Gedanken in diesem Moment: „In Sekundenbruchteilen dachte ich: Hat die Bindung Schaden genommen? Ist sie geöffnet oder noch in Ordnung? Eine offene Bindung während des Flugs kann katastrophale Folgen haben.“

Doch er verdrängte die Gedanken und konzentrierte sich auf den Sprung, der gelang – im Auslauf konnte er schließlich durchatmen, denn alles lief gut.

Für den Norweger Halvor Egner Granerud war der Sonntag in Innsbruck ein enttäuschender Tag. Nach mehreren Zwischenfällen kritisierte er den Veranstalter scharf.

Mehr dazu findet Ihr hier: „Skisprung-Star tobt nach Innsbruck: ‚Wünsche Veranstalter alles Schlechte‘“

Domen Prevc gelang kein Durchmarsch: Er gewann also nicht alle vier Springen, baute aber trotzdem seine Führung in der Gesamtwertung gegenüber Jan Hörl auf Platz zwei aus. Felix Hoffmann festigte unterdessen Rang fünf.

1. Ren Nikaido (Japan, 276,50 Punkte)
2. Domen Prevc (Slowenien, 276,00 Punkte)
3. Stephan Embacher (Österreich, 275,8 Punkte)
4. Jan Hörl (Österreich, 269,6 Punkte)
5. Felix Hoffmann (Deutschland, 267,2 Punkte)

Philipp Raimund belegte am Ende Platz 12 (247,4 Punkte), Pius Paschke wurde 28. (225,4 Punkte).

Das Bergiselspringen ging an Ren Nikaido! Der Japaner erreichte mit 128 Metern den ersten Rang, nachdem Jan Hörl mit 126 Metern scheiterte.

Später machte Stephan Embacher das Rennen noch einmal spannend, landete jedoch hinter Prevc auf Platz drei. Felix Hoffmann wurde somit Fünfter.

Die deutsche Führung hielt nur kurz, denn Prevc sicherte sich mit 128 Metern vorübergehend Platz eins.

Den Sieg in Innsbruck hatte er damit jedoch noch nicht vorzeitig in der Tasche.

Trotz anfänglicher Probleme sprang Felix Hoffmann im Finale auf 130,5 Meter, nachdem er zunächst am Balken hängen geblieben war.

Das bedeutete vorerst die Führung, während in Innsbruck „Oh, wie ist das schön“-Rufe erklangen.

Philipp Raimund war der zweite deutsche Springer im Finale und erreichte 125 Meter – weniger als im ersten Durchgang – und blieb damit hinter Kobayashi und Forfang zurück.

Für den Göppinger wird es damit schwierig, unter die Top Ten zu kommen.

Als erster Deutscher im zweiten Durchgang startete Pius Paschke, sprang aber nur 118 Meter und zeigte sich anschließend enttäuscht.

Der Münchner sagte später im ZDF-Interview: „Ich ärgere mich ein bisschen. Ich glaube an die Idee, aber momentan fehlt mir im Wettkampf noch etwas, um sie umzusetzen.“

Der erste Durchgang war abgeschlossen – und bot einige Überraschungen!

Prevc (137,30 Punkte), der bis auf die Qualifikation am Vortag noch keinen Durchgang gewonnen hatte, landete hinter dem punktgleichen österreichischen Stefan Embacher und dem Japaner Ren Nikaido (jeweils 139,80 Punkte) sowie Jan Hörl (138,7 Punkte) nur auf Platz vier.

Bei den Deutschen konnten Felix Hoffmann (130,00 Punkte) und Philipp Raimund (126,4 Punkte) mit den Plätzen sechs und zehn erneut überzeugen. Alexander Geiger (114,00 Punkte) erreichte über die Lucky-Loser-Wertung knapp das Finale, während Karl Geiger (111,00 Punkte) und Andreas Wellinger (110,00 Punkte) weniger Glück hatten.

Besonders bitter: Obwohl Wellinger mit 120 Metern einen guten Sprung zeigte, rutschte ihm bei der Landung ein Ski weg, was letztlich sein Aus bedeutete.

Prevc hatte in seinem Duell gegen Valentin Foubert aus Frankreich keine Schwierigkeiten und erreichte mit 129,5 Metern den zweiten Durchgang.

Foubert verdrängte mit 120,5 Metern Pius Paschke auf Rang zwei der Lucky-Loser-Liste, nachdem dieser zuvor knapp gegen den Schweizer Gregor Deschwanden unterlegen war.

Kurz darauf traf Philipp Raimund auf Felix Trunz, dessen 119 Meter er mit 126 Metern deutlich übertraf und vorerst auf Platz vier lag.

Die dritte Station der Vierschanzentournee gilt traditionell als wichtiger Indikator für den Gesamtsieg. Wer in Innsbruck triumphiert, hebt oft kurz darauf in Bischofshofen den Goldenen Adler in die Höhe.

Das könnte an diesem Tag auch Domen Prevc gelingen. Der Slowene hatte die ersten beiden Wettkämpfe der Tournee für sich entschieden und ging mit einem Vorsprung von etwa 20 Metern auf dem Bergisel in den Wettbewerb.

Sein stärkster Verfolger war der Österreicher Jan Hörl, der jedoch die Qualifikation in Innsbruck als Erster beendet hatte. Dort erlitt Prevc bei schwierigen Windverhältnissen seinen ersten Rückschlag. Vielleicht könnte ihn aber auch ein deutscher Springer ärgern, denn Felix Hoffmann erreichte an diesem Tag einen starken fünften Platz. Er traf im K.-o.-Duell auf den Italiener Alex Insam.

Kurz vor dem dritten Wettkampf der Vierschanzentournee in Innsbruck zog ein ehemaliger Top-Athlet die Reißleine: Marius Lindvik (27) kehrte in seine norwegische Heimat zurück und verzichtete auf die Teilnahme in Bischofshofen.

Die Qualifikation für das Bergiselspringen hatte der 27-Jährige als 51. nur knapp verpasst.

„Es ist so schlimm, dass es mir peinlich ist. Ich weiß nicht, warum das passiert. Es ist einfach ärgerlich“, sagte er anschließend im „Dagbladet“ über seine Leistung.

Die dritte Etappe der 74. Vierschanzentournee führte die Athleten zum Bergiselspringen in Innsbruck, wo sich am Samstag alle fünf Deutschen für das Finale der besten 50 qualifizierten.

Dort traten sie am Sonntag ab 13:30 Uhr in K.-o.-Duellen gegeneinander an.

Der beste Deutsche in der Qualifikation war Felix Hoffmann (28, 5. Platz), der es mit Alex Insam (28, 46.) aus Norwegen zu tun bekam. Philipp Raimund (25, 16.) sprang gegen den Schweizer Felix Trunz (19, 35.), Pius Paschke (35, 23.) traf auf dessen Landsmann Gregor Deschwanden (34, 28.), Karl Geiger (32, 39.) spielte gegen Rok Oblak (24, 12.) aus Slowenien, und Andreas Wellinger (30), der als 50. knapp ins Finale einzog, kämpfte gegen Qualifikationssieger Jan Hörl (27) aus Österreich.

Domen Prevc (26), bislang dominierender Athlet der Tournee, erlitt einen herben Rückschlag und landete bei schwierigen Windbedingungen mit 112 Metern nur auf Rang 30.

Der Slowene Timi Zajc (25) wurde bereits zweimal wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert, doch sein Verband macht das Messverfahren dafür verantwortlich.

„Zajc trug den Anzug, weil er die Vorgaben bei der Messung vor dem Sprung erfüllte“, erklärte Sloweniens Skisprung-Chef Gorazd Pogorelcnik gegenüber der Nachrichtenagentur STA.

Die Messungen des Weltverbands FIS zeigten jedoch Abweichungen, der Anzug war drei beziehungsweise vier Millimeter zu groß. Pogorelcnik vermutet „höchstwahrscheinlich Wetterbedingungen oder natürliche Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Temperatur“ als Ursache. Diesen Faktoren wolle man künftig verstärkt Aufmerksamkeit schenken.

Gegen die Disqualifikation in Garmisch-Partenkirchen wurde inzwischen Einspruch eingelegt, da die Messung dort nicht wie üblich nach dem Sprung, sondern davor durchgeführt wurde.

Ein turbulenter zweiter Durchgang endete mit einem weiteren Sieg von Domen Prevc! Trotz schwieriger Windbedingungen behielt der Slowene die Nerven und gewann das Neujahrsspringen mit Weiten von 143 und 141 Metern deutlich vor den beiden Österreichern Jan Hörl (141/131,5 Meter) und Stefan Embacher (134/141,5 Meter).

Während viele Konkurrenten um Hoffmann und Raimund bei starkem Rückenwind zurückfielen, hielten die Deutschen den wechselnden Bedingungen stand und verloren im zweiten Durchgang jeweils nur eine Position an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der mit einem Satz auf 141 Meter sechs Plätze gutmachte. Pius Paschke verbesserte sich um zwei Plätze und landete schließlich auf Rang 21.

In der Gesamtwertung lagen Hoffmann und Raimund auf den Plätzen vier und sechs und blieben somit in Reichweite des Gesamtpodests.

Die technischen Probleme mit dem Aufzug wurden schneller als erwartet behoben, sodass die Athleten die Schanze wieder normal erklimmen konnten.

Der Kanadier MacKenzie Boyd-Clowes, der dank der Disqualifikation von Timi Zajc unabhängig von seiner Weite weiterkam, eröffnete den zweiten Durchgang.

Chaos beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen: Der Start des zweiten Durchgangs verzögerte sich, weil der Schanzenaufzug streikte. Die Athleten konnten die Schanze nicht hinauffahren.

Obwohl es Treppen gibt, sind diese aufgrund der Höhe der Schanze für die Sportler keine wirkliche Option, um nicht schon vor dem Sprung müde zu werden, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.

Unbeeindruckt von der erneuten Disqualifikation von Timi Zajc zeigten sich die deutschen Hoffnungsträger Felix Hoffmann und Philipp Raimund im ersten Durchgang erneut stark.

Hinter dem Führungstrio Domen Prevc (143 Meter), Jan Hörl (141 Meter) und Ren Nikaido (137,5 Meter) klassierten sich Hoffmann (5. Platz, 134 Meter) und Raimund (6. Platz, 134 Meter) und blieben somit in Schlagdistanz zum Podium.

Nur Pius Paschke (126 Meter) erreichte neben ihnen noch den zweiten Durchgang, nachdem er seinen Teamkollegen Karl Geiger (122,5 Meter) ausschaltete. Andreas Wellinger (124,5 Meter) und Ben Bayer (120,5 Meter) verloren ihre Duelle und schafften es nicht unter die fünf besten Verlierer, die das 30-köpfige Finale komplettieren.

Erneut wurde der Slowene Timi Zajc wegen seines Anzugs disqualifiziert, sodass er gar nicht erst vom Balken starten durfte.

Während des ersten Durchgangs wurde bekannt, dass sein Anzug bei der Kontrolle durchgefallen war – diesmal sollte er vier Millimeter zu groß gewesen sein. Eigentlich wäre er als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel des ersten Durchgangs gestartet, nun sprang sein Gegner MacKenzie Boyd-Clowes allein weiter und zog automatisch in den zweiten Durchgang ein.

Am 29. Dezember war Zajc im Auftaktspringen ursprünglich Zweiter geworden, wurde aber wegen der Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert. Davon profitierte der Deutsche Felix Hoffmann, der auf das Podium nachrückte.

In wenigen Minuten steht mit dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen das erste sportliche Highlight des Jahres an. Ab 14 Uhr beginnen die Wettkämpfe, bei denen zwei DSV-Adler gegeneinander antreten.

Wie schon bei Oberstdorf treffen Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) aufeinander, wobei einer nur über die Lucky-Loser-Regel in den zweiten Durchgang gelangen kann.

Die übrigen Deutschen bekamen durch solide bis gute Qualifikationsleistungen machbare Gegner. Ben Bayer (28.) springt gegen den Schweizer Sandro Hauswirth (23.), Andreas Wellinger (27.) trifft auf den Norweger Robin Pedersen (24). Felix Hoffmann (8.) duelliert sich mit dem türkischen Springer Fatih Arda Ipcioglu (43.) und Philipp Raimund (5.) tritt gegen den Finnen Eetu Nousiainen (46.) an.

Besonders bitter: Der estnische Skispringer Artti Aigro (26) stürzte im Training vor der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen schwer und beendet dadurch vorzeitig seine Vierschanzentournee. Zudem steht sein Start bei den Olympischen Spielen auf der Kippe.

Aigro rutschte bei der Landung ab und musste per Rettungsschlitten aus dem Stadion gebracht werden. Die Diagnose lautete: angerissenes Seitenband im Knie und Mittelfußbruch am linken Fuß. Damit ist Olympia, das am 9. Februar mit den Skisprung-Wettbewerben der Männer beginnt, für ihn in weiter Ferne.

Zumindest zeigte der 26-Jährige Humor: Auf Instagram postete er ein Bild mit Krücken und dem Titel „New Year, New Me“.

Sechs deutsche Athleten qualifizierten sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Unter ihnen die beiden Springer Felix Hoffmann und Philipp Raimund, die bereits in Oberstdorf um Spitzenplätze kämpften. Auch der zuletzt schwächelnde Karl Geiger ist am 1. Januar wieder dabei. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer komplettieren das deutsche Team. Den längsten Sprung in der Qualifikation erzielte der Österreicher Stephan Embacher mit 145,5 Metern – ein neuer Schanzenrekord!

Der Sieg in der Qualifikation ging wenig überraschend an den dominanten Slowenen Domen Prevc, der auf 139,5 Meter kam.

Eigentlich hatte sich Bundestrainer Stefan Horngacher mit dem vierten Platz seines Schützlings Felix Hoffmann abgefunden, doch während eines Interviews wurde er über die Disqualifikation von Timi Zajc informiert – seine Reaktion sorgte für Schmunzeln.

Als der Österreicher erfuhr, dass der bislang zweitplatzierte Slowene wegen eines Anzugs, der rund drei Millimeter zu groß war, disqualifiziert wurde, rief er: „Das ist der Falsche!“ Damit spielte er wohl auf die Dominanz von Zajcs Landsmann Domen Prevc an, der sich in einem sehr engen Feld bereits nach einem Springen deutlich abgesetzt hatte.

Prevc führt aktuell mit fast zehn Metern Vorsprung vor dem zweitplatzierten Österreicher Daniel Tschofenig, knapp dahinter folgen die Deutschen. Nach sechs Siegen in den letzten sieben Wettbewerben ist ein Einbruch Prevcs unwahrscheinlich.

Gute Nachrichten für Felix Hoffmann: Durch die Disqualifikation des zweitplatzierten Slowenen Timi Zajc rückt Hoffmann vom vierten auf den dritten Rang vor und steht damit erstmals in seiner Karriere bei der Vierschanzentournee auf dem Podium.

Während der Materialkontrolle wurde festgestellt, dass Zajcs Anzug minimal zu groß war – um gerade mal drei Millimeter. Auch Philipp Raimund profitierte vom Aus des Slowenen und verbesserte sich auf Platz fünf.

Für Hoffmann markiert dies den vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere. In dieser Saison feierte er seinen Durchbruch und stand kurz vor Tournee-Beginn zum ersten Mal auf dem Podest. Seitdem zählt er zur erweiterten Weltspitze.

Vor heimischem Publikum durfte er sich nun auf dem Treppchen feiern lassen.

Nur zwei deutsche Skispringer gelangten in den zweiten Durchgang, doch beide überzeugten: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee erreichten Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter und Philipp Raimund (136/133 Meter) als Sechster die Top Ten.

Im zweiten Durchgang verbesserten sich beide noch leicht, Hoffmann verpasste das Podium am Ende um weniger als zwei Punkte. Der überlegene Slowene Domen Prevc (141,5/140 Meter) sprang erneut in einer eigenen Liga. Zusammen mit seinem Landsmann Timi Zajc und dem Österreicher Daniel Tschofenig bildeten sie das Podest.

Prevc führt nun mit 17,5 Punkten Vorsprung die Gesamtwertung an, Hoffmann und Raimund haben ihre Chancen auf das Podium weiterhin gewahrt.

Was sich in den letzten Wochen abgezeichnet hatte, setzte sich in Oberstdorf fort: Bis auf Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die DSV-Adler derzeit nur schwer mithalten. Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee waren nur diese beiden im zweiten Durchgang vertreten.

Und das mit starken Leistungen: Hoffmann sprang 132,5 Meter und wurde damit Sechster, Raimund (136 Meter) folgte als Siebter direkt dahinter.

Den ersten Paukenschlag aus deutscher Sicht gab es, als Pius Paschke sein Duell gegen den Norweger Robin Pedersen knapp verlor. Anschließend unterlag Andreas Wellinger seinem Teamkollegen Hoffmann deutlich. Constantin Schmid verlor gegen Ryoyu Kobayashi aus Japan, und Luca Roth gegen den Österreicher Jan Hörl. Alle vier hatten keine Chance, über die Lucky-Loser-Wertung ins Finale einzuziehen.

An der Spitze setzte sich der Slowene Domen Prevc (141,5 Meter) einsam ab, gefolgt von Jan Hörl und seinem Landsmann Jonas Schuster auf den Plätzen zwei und drei.

Bei der Vierschanzentournee unterscheiden sich die Wettbewerbe etwas von anderen Weltcupspringen: Die 50 qualifizierten Athleten treten nicht individuell, sondern in direkten Duellen gegeneinander an, um sich für die zweite Runde zu qualifizieren. Die fünf besten Verlierer (Lucky Loser) vervollständigen das 30-köpfige Finale.

Für die Deutschen, die in der Qualifikation in Oberstdorf nicht besonders überzeugten, bedeutete das harte Gegner beim Auftaktspringen. So traf Constantin Schmid (44. der Qualifikation) auf den Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan, Luca Roth (46.) musste gegen den Österreicher Jan Hörl (5.) antreten. Zwischen Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.) kam es zudem zum deutsch-deutschen Duell.

Für Qualifikationszweiten Philipp Raimund lautete der Gegner Junshiro Kobayashi (49.), Pius Paschke (21.) sprang gegen den Norweger Robin Pedersen (30.).

Schwere Enttäuschung für Karl Geiger! Der fünffache deutsche Weltmeister konnte seine Formkrise nicht überwinden und scheiterte auf seiner Heim-Schanze in Oberstdorf bereits in der Qualifikation.

Während der Slowene Domen Prevc mit 139,5 Metern gewann, erreichte Geiger nur 106,5 Meter und belegte Platz 53 – nur die besten 50 qualifizierten sich für das Auftaktspringen am Montag (16:30 Uhr).

Neben Geiger scheiterten auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der nationalen Gruppe in der Qualifikation. Die übrigen Deutschen schafften den Sprung in den Wettbewerb.

Philipp Raimund war mit 132,5 Metern bester DSV-Adler auf Rang zwei, auch Felix Hoffmann platzierte sich als Zwölfter unter den besten 15. Dahinter reihten sich Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.) ein. Dadurch kam es zum deutsch-deutschen Duell zwischen Hoffmann und Wellinger.

Die Vierschanzentournee startete wie gewohnt am 28. Dezember mit der Qualifikation für das erste Springen in Oberstdorf, nach weiteren Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale am 6. Januar in Bischofshofen statt.

Die wichtigsten Termine im Überblick: