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Vierschanzentournee im Live-Ticker: Erneut deutsches Duell! Diese Gegner erwarten die DSV-Adler

Deutschland/Österreich – Zum Jahreswechsel steht Skispringen ganz oben auf der Agenda, denn die Vierschanzentournee gilt als eines der wichtigsten Ereignisse der Wintersportsaison! Das Prestige-Event begann mit dem Auftaktspringen in Oberstdorf, bei dem Skisprung-Deutschland sofort einen Podestplatz feiern konnte.

Felix Hoffmann verpasste beim klaren Triumph von Domen Prevc zunächst als Vierter knapp das Podium, rückte aber aufgrund der Disqualifikation des zweitplatzierten Slowenen Timi Zajc noch auf den dritten Rang vor und durfte somit an der Siegerehrung teilnehmen. Am Neujahrstag geht es dann mit dem zweiten Tournee-Springen in Garmisch-Partenkirchen weiter.

Alle relevanten Informationen zur 74. Vierschanzentournee findet Ihr im TAG24-Live-Ticker.

Schon in wenigen Minuten steht das erste sportliche Highlight des neuen Jahres an: Ab 14 Uhr beginnt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen – hier eliminieren sich zwei DSV-Adler gegenseitig.

Wie bereits Andreas Wellinger und Felix Hoffmann in Oberstdorf, treten diesmal Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) gegeneinander an. Für einen von beiden bleibt nur die Chance, über die Lucky-Loser-Regel in den zweiten Durchgang einzuziehen.

Die übrigen deutschen Athleten dürfen sich nach soliden bis guten Leistungen in der Qualifikation auf machbare Gegner freuen. Ben Bayer (28.) misst sich mit dem Schweizer Sandro Hauswirth (23.), Andreas Wellinger (27.) springt gegen den Norweger Robin Pedersen (24.). Felix Hoffmann (8.) bekommt es mit dem türkischen Skispringer Fatih Arda Ipcioglu (43.) zu tun, während Philipp Raimund (5.) auf den Finnen Eetu Nousiainen (46.) trifft.

Eine doppelte Tragödie ereignete sich vor der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen: Der estnische Skispringer Artti Aigro (26) stürzte schwer im Training. Damit ist seine Vierschanzentournee vorzeitig beendet – zudem steht seine Teilnahme an den Olympischen Spielen auf der Kippe.

Aigro rutschte im zweiten Trainingsdurchgang bei der Landung weg und musste per Rettungsschlitten vom Gelände gebracht werden. Die Diagnose lautet auf ein angerissenes Seitenband im Knie sowie einen Mittelfußbruch im linken Fuß. Das Olympische Skisprung-Turnier der Männer startet am 9. Februar – für den Esten rückt die Teilnahme damit in weite Ferne.

Immerhin zeigt sich der 26-Jährige humorvoll: Auf Instagram veröffentlichte er ein Bild mit Krücken, versehen mit dem Kommentar „New Year, New Me“.

Sechs deutsche Springer haben sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.

Darunter befinden sich Felix Hoffmann und Philipp Raimund, die bereits in Oberstdorf um vordere Plätze kämpften. Auch Karl Geiger, der zuletzt schwächelte, ist am 1. Januar wieder dabei. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer komplettieren das deutsche Aufgebot. Den weitesten Sprung während der Qualifikation gelang einem Österreicher: Stephan Embacher erreichte 145,5 Meter und stellte damit einen neuen Schanzenrekord auf!

Das Qualifikationssiegertrikot sicherte sich erwartungsgemäß der Dominator dieser Skisprungsaison – Domen Prevc. Der Slowene erreichte eine Weite von 139,5 Metern.

Ursprünglich hatte sich Bundestrainer Stefan Horngacher schon mit dem vierten Platz seines Athleten Felix Hoffmann abgefunden, als er während eines Interviews von der Disqualifikation des zweitplatzierten Timi Zajc erfuhr. Seine Reaktion sorgte für Heiterkeit.

Als dem Österreicher mitgeteilt wurde, dass Zajc wegen eines rund drei Millimeter zu großen Anzugs disqualifiziert wurde, entfuhr ihm spontan ein „Das ist der Falsche!“ – ein Kommentar, der wohl die überragende Dominanz von Zajcs Landsmann Domen Prevc ausdrückt, der in einem äußerst engen Feld bereits nach einem Sprung klar vorne liegt.

Der 26-Jährige hat derzeit fast zehn Meter Vorsprung auf den Zweitplatzierten Daniel Tschofenig aus Österreich. Die Deutschen folgen knapp dahinter. Nach sechs Siegen in sieben Springen ist ein Leistungseinbruch von Prevc kaum vorstellbar.

Gute Nachrichten für Felix Hoffmann: Trotz anfänglicher Enttäuschung rückt der Deutsche doch auf das Siegerpodest vor! Die Disqualifikation von Timi Zajc verschafft ihm als ursprünglich Viertem den dritten Platz.

Bei der Materialkontrolle wurde festgestellt, dass Zajcs Anzug um winzige drei Millimeter zu groß war. Auch Philipp Raimund profitiert von der Disqualifikation und belegt nun Rang fünf.

Für Hoffmann ist es der erste Podestplatz bei einer Vierschanzentournee in seiner Karriere. Der 28-Jährige feierte in dieser Saison seinen Durchbruch, erreichte kurz vor Tournee-Beginn erstmals das Podium und gehört seitdem zur erweiterten Weltspitze.

Sein bisheriger Karrierehöhepunkt ist damit erreicht: Vor heimischem Publikum auf dem Treppchen zu stehen, ist ein großer Erfolg für ihn.

Lediglich zwei deutsche Skispringer kamen überhaupt in den zweiten Durchgang, überzeugten dort jedoch auf ganzer Linie: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee erreichten Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter sowie Philipp Raimund (136/133 Meter) als Sechster die Top Ten.

Im Finaldurchgang verbesserten sich beide DSV-Adler nochmals. Hoffmann verpasste das Podium nur um weniger als zwei Punkte. Der überlegene Slowene Domen Prevc (141,5/140 Meter), der erneut in einer eigenen Liga sprang, sicherte sich den Sieg. Das Podium komplettierten punktgleich Timi Zajc und der Österreicher Daniel Tschofenig als Zweite.

Prevc führt die Gesamtwertung bereits mit einem Vorsprung von 17,5 Punkten an, die Chancen von Hoffmann und Raimund auf das Gesamtpodest bleiben aber intakt.

Was sich in den letzten Wochen schon abzeichnete, bestätigte sich in Oberstdorf: Abgesehen von Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die DSV-Adler derzeit nicht mit den Top-Springern mithalten. Nur diese beiden erreichten beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee den zweiten Durchgang.

Dies allerdings mit starken Leistungen: Hoffmann erzielte mit 132,5 Metern den sechsten Platz, Raimund (136 Meter) landete direkt dahinter auf Rang sieben.

Ein frühes Aus gab es für Pius Paschke, der sein Duell gegen Robin Pedersen (Norwegen) nur knapp verlor. Auch Andreas Wellinger unterlag Hoffmann deutlich. Die erwarteten Niederlagen von Constantin Schmid gegen Ryoyu Kobayashi (Japan) und Luca Roth gegen Jan Hörl (Österreich) sorgten dafür, dass keiner von ihnen als Lucky Loser ins Finale einzog.

An der Spitze dominierte der Slowene Domen Prevc (141,5 Meter) klar, während die Österreicher Jan Hörl und Jonas Schuster die Plätze zwei und drei belegten.

Die Vierschanzentournee unterscheidet sich von anderen Weltcup-Events: Die 50 qualifizierten Athleten treten nicht einzeln, sondern in direkten Duellen gegeneinander an, wobei die besten fünf Verlierer als Lucky Loser das Feld der 30 Finalisten komplettieren.

Für die deutschen Springer, die in der Oberstdorfer Qualifikation nicht besonders gut abschnitten, bedeutet das harte Gegner. Constantin Schmid (44.) muss gegen den Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan antreten, Luca Roth (46.) trifft auf Jan Hörl (5.) aus Österreich. Zudem kommt es zum deutschen Duell zwischen Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.).

Der Zweite der Qualifikation, Philipp Raimund, kämpft gegen Junshiro Kobayashi (49.), während Pius Paschke (21.) gegen den Norweger Robin Pedersen (30.) antritt.

Eine große Enttäuschung erlebte Karl Geiger: Der fünffache deutsche Weltmeister konnte seine Formschwäche nicht überwinden und schied auf seiner Heim-Schanze in Oberstdorf bereits in der Qualifikation aus.

Während Domen Prevc mit 139,5 Metern gewann, reichte Geigers Sprung von 106,5 Metern nur für Platz 53. Da nur die besten 50 am Auftaktspringen am Montag (16.30 Uhr) teilnehmen, verpasste er den Wettbewerb klar.

Neben Geiger scheiterten auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der nationalen Gruppe in der Qualifikation, die übrigen deutschen Athleten hingegen qualifizierten sich für das erste der vier Tournee-Springen.

Als bester Deutscher erreichte Philipp Raimund mit 132,5 Metern Platz zwei, auch Felix Hoffmann schaffte als Zwölfter den Sprung unter die Top 15. Dahinter folgten Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.), sodass es zum deutsch-deutschen Duell zwischen Hoffmann und Wellinger kommt.

Wie gewohnt beginnt die Vierschanzentournee am 28. Dezember mit der Qualifikation zum Eröffnungsspringen in Oberstdorf. Nach weiteren Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale schließlich am 6. Januar in Bischofshofen statt.

Die wichtigsten Termine im Überblick: