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Vierschanzentournee im Live-Ticker: Alle DSV-Adler erreichen das Finale in Innsbruck – Rückschlag für Prevc

Deutschland/Österreich – Auch über den Jahreswechsel hinweg bleibt das Skispringen ohne Unterbrechung spannend. Mit der Vierschanzentournee steht eines der Highlights der Wintersportsaison an! Allerdings muss der DSV nach dem zweiten Wettkampf wohl die Hoffnung auf den ersten Gesamtsieg seit 2002 begraben.

Beim erneuten Erfolg des slowenischen Favoriten Domen Prevc zeigten sowohl Felix Hoffmann als auch Philipp Raimund in Garmisch-Partenkirchen starke Leistungen, doch mit den Plätzen sechs und sieben verpassten sie das Podest knapp. Lediglich Pius Paschke schaffte es neben ihnen in den zweiten Durchgang.

Das nächste Springen ist für den 4. Januar in Innsbruck angesetzt. Alle wichtigen Informationen zur 74. Vierschanzentournee findet Ihr im TAG24-Liveticker.

Die dritte Station der 74. Vierschanzentournee führt die Athleten zum Bergiselspringen nach Innsbruck, wo sich am Samstag alle fünf deutschen Teilnehmer für das Finale der besten 50 qualifizierten. Das Finale mit K.o.-Duellen beginnt am Sonntag ab 13:30 Uhr.

In der Qualifikation erzielte Felix Hoffmann (28 Jahre) mit dem fünften Rang das beste DSV-Ergebnis (28,5 Punkte) und trifft nun im Duell auf Robin Pedersen (29 Jahre, 46. Platz) aus Norwegen. Philipp Raimund (25 Jahre, 16.) misst sich mit dem Schweizer Felix Trunz (19 Jahre, 35.), Pius Paschke (35 Jahre, 23.) springt gegen Gregor Deschwanden (34 Jahre, 28.) ebenfalls aus der Schweiz. Karl Geiger (32 Jahre, 39.) tritt gegen den Slowenen Rok Oblak (24 Jahre, 12.) an, während Andreas Wellinger (30 Jahre), als 50. gerade so ins Finale gekommen, gegen den Qualifikationsersten Jan Hörl (27 Jahre) aus Österreich antritt.

Ein herber Rückschlag ereilte hingegen den bisherigen Tournee-Spitzenreiter Domen Prevc (26), der bei schwierigen Windverhältnissen mit 112 Metern lediglich den 30. Platz belegte.

Der slowenische Verband betont, dass die wiederholten Disqualifikationen von Timi Zajc (25) aufgrund eines fehlerhaften Anzugs vor allem auf Probleme mit dem Messverfahren zurückzuführen sind.

"Zajc nutzte den Anzug, weil dieser bei der Vorausmessung den Vorgaben entsprach", erklärte der slowenische Skisprung-Verbandschef Gorazd Pogorelcnik gegenüber der Nachrichtenagentur STA.

Spätere Messungen der FIS zeigten jedoch Abweichungen von drei bis vier Millimetern. Laut Pogorelcnik dürften äußere Einflüsse wie Wetterbedingungen, Feuchtigkeit oder Temperatur Schwankungen verursacht haben. Hierauf wolle man künftig verstärkt achten.

Gegen die Disqualifikation in Garmisch-Partenkirchen wurde bereits Einspruch eingelegt, da die Messung dort nicht wie üblich im Anschluss, sondern bereits vor dem Sprung vorgenommen wurde.

Ein turbulenter zweiter Durchgang endete mit einem weiteren Sieg von Domen Prevc! Der Slowene ließ sich auch bei schwierigen Windbedingungen nicht aus der Ruhe bringen und sicherte sich das Neujahrsspringen mit Weiten von 143 und 141 Metern deutlich vor den Österreichern Jan Hörl (141/131,5 m) und Stefan Embacher (134/141,5 m).

Während einige Konkurrenten von Hoffmann und Raimund bei starkem Gegenwind zurückfielen, meisterten die deutschen Springer die wechselnden Verhältnisse gut und verloren im zweiten Durchgang jeweils nur eine Position an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der mit 141 Metern sechs Plätze gutmachte. Pius Paschke verbesserte sich um zwei Plätze und landete letztlich auf Rang 21.

In der Gesamtwertung liegen Hoffmann und Raimund auf den Plätzen vier und sechs und bleiben somit in unmittelbarer Reichweite zum Podium.

Die Probleme mit dem Aufzug in Garmisch-Partenkirchen wurden schneller gelöst als erwartet – die Athleten können nun wieder problemlos die Schanze erklimmen.

Der Kanadier MacKenzie Boyd-Clowes, der trotz der Disqualifikation von Timi Zajc aufgrund seiner Weite weiterhin im Wettbewerb ist, eröffnete den zweiten Durchgang.

Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen war von einigen chaotischen Momenten geprägt: Der Start des zweiten Durchgangs verzögerte sich, da der Aufzug der Schanze ausfiel und die Athleten die Schanze nicht hochkommen konnten.

Zwar stehen Treppen zur Verfügung, doch angesichts der Höhe der Schanze ist das für die Springer keine Option, um vor dem Sprung keine unnötige Ermüdung zu riskieren, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.

Unbeeindruckt von der erneuten Disqualifikation von Timi Zajc zeigten Felix Hoffmann und Philipp Raimund erneut starke Leistungen im ersten Durchgang.

Hinter dem Führungstrio Domen Prevc (143 m), Jan Hörl (141 m) und Ren Nikaido (137,5 m) belegten Hoffmann und Raimund mit jeweils 134 Metern die Plätze fünf und sechs und bleiben somit in Schlagdistanz zum Podium.

Lediglich Pius Paschke (126 m) schaffte es als weiterer DSV-Adler in den zweiten Durchgang, nachdem er Teamkollege Karl Geiger (122,5 m) aus dem Wettbewerb warf. Auch Andreas Wellinger (124,5 m) und Ben Bayer (120,5 m) mussten sich geschlagen geben; keiner von ihnen konnte als einer der fünf besten Verlierer in den zweiten Durchgang einziehen.

Ein Rückschlag für das slowenische Team: Timi Zajc wurde erneut wegen seines Anzugs disqualifiziert und darf somit nicht springen.

Während des ersten Durchgangs kam die Meldung, dass sein Anzug bei der Kontrolle nicht den Vorgaben entsprach – diesmal war er um vier Millimeter zu groß. Ursprünglich hätte Zajc als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel des ersten Durchgangs an den Start gehen sollen. Nun musste sein Gegner MacKenzie Boyd-Clowes das Duell alleine bestreiten und kam automatisch in den zweiten Durchgang.

Bereits am 29. Dezember war Zajc im Auftaktspringen auf dem zweiten Platz gelandet, wurde aber wegen eines zu langen Anzugs disqualifiziert. Für den Deutschen Felix Hoffmann bedeutete das den Aufstieg aufs Podium.

In wenigen Minuten steht das erste sportliche Highlight des Jahres an: Ab 14 Uhr beginnt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, bei dem sich zwei DSV-Adler gegenseitig ausschalten.

Wie schon in Oberstdorf müssen diesmal Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) gegeneinander antreten. Einer von beiden hat daher nur über die Lucky Loser noch eine Chance auf den zweiten Durchgang.

Die übrigen deutschen Springer erhielten nach guten und soliden Leistungen in der Qualifikation machbare Gegner: Ben Bayer (28.) kämpft gegen den Schweizer Sandro Hauswirth (23.), Andreas Wellinger (27.) trifft auf den Norweger Robin Pedersen (24.). Felix Hoffmann (8.) springt gegen den Türken Fatih Arda Ipcioglu (43.), während Philipp Raimund (5.) gegen den Finnen Eetu Nousiainen (46.) antritt.

Eine schwere Enttäuschung für den Esten Artti Aigro (26): Der Skispringer stürzte im Training vor der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen schwer und ist für die Vierschanzentournee und möglicherweise auch für die Olympischen Spiele ausgefallen.

Beim zweiten Training rutschte Aigro bei der Landung weg und musste per Rettungsschlitten abtransportiert werden. Die Diagnose lautete auf einen angerissenen Seitenband im Knie sowie einen Mittelfußbruch am linken Fuß. Damit ist die Teilnahme bei den Olympischen Spielen, die am 9. Februar mit den Skisprung-Wettbewerben der Männer beginnen, stark gefährdet.

Immerhin zeigte sich der 26-Jährige trotz allem humorvoll und postete auf Instagram ein Bild mit Krücken und der Überschrift „New Year, New Me“.

Sechs deutsche Springer sind für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.

Unter ihnen befinden sich mit Felix Hoffmann und Philipp Raimund auch die beiden Athleten, die bereits in Oberstdorf um Spitzenplätze kämpften. Auch Karl Geiger, der zuletzt schwächelte, ist am 1. Januar mit von der Partie. Zudem sind Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer am Start. Den weitesten Sprung in der Qualifikation absolvierte der Österreicher Stephan Embacher mit 145,5 Metern – ein neuer Schanzenrekord!

Den Sieg in der Qualifikation sicherte sich erwartungsgemäß Domen Prevc, der bisher die Wintersaison dominierte, mit einer Weite von 139,5 Metern.

Eigentlich war Bundestrainer Stefan Horngacher nach dem vierten Platz seines Athleten Felix Hoffmann zufrieden – doch mitten im Interview erreichte ihn die Nachricht über die Disqualifikation von Timi Zajc. Seine Reaktion sorgte für Schmunzeln.

Als der Österreicher von der Regelwidrigkeit des slowenischen Springers erfuhr, dessen Anzug etwa drei Millimeter zu groß war, entfuhr ihm ein „Das ist der Falsche!“ – wohl eine Anspielung auf die übermächtige Dominanz von Zajcs Landsmann Domen Prevc, der nach nur einem Springen bereits einen deutlichen Vorsprung auf die Konkurrenz hat.

Der 26-Jährige Slowene führt die Gesamtwertung mit fast zehn Metern Abstand vor dem zweitplatzierten Österreicher Daniel Tschofenig an, während die Deutschen knapp dahinter liegen. Nach sechs Siegen in den letzten sieben Wettkämpfen ist ein Einbruch von Prevc derzeit nicht zu erwarten.

Gute Nachrichten für Felix Hoffmann: Durch die Disqualifikation des zweitplatzierten Timi Zajc rückt der Deutsche vom ursprünglich vierten auf den dritten Platz vor und steht somit erstmals bei der Vierschanzentournee auf dem Podium.

Bei der Materialkontrolle wurde festgestellt, dass Zajcs Anzug minimal – um drei Millimeter – zu groß war. Auch Philipp Raimund profitiert vom Ausscheiden des Slowenen und verbessert sich auf Rang fünf.

Für Hoffmann ist es der bisher größte Erfolg seiner Karriere bei der Vierschanzentournee. Der 28-Jährige hat in dieser Saison seinen Durchbruch geschafft, kurz vor Beginn der Tournee erstmals einen Podestplatz erreicht und ist seitdem fester Bestandteil der erweiterten Weltspitze.

Sein bisheriger Karrierehöhepunkt: der Jubel vor heimischem Publikum auf dem Podest.

Nur zwei deutsche Springer schafften es ins Finale des zweiten Durchgangs und konnten dort überzeugen: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee erreichten Felix Hoffmann (132,5/136 m) als Vierter und Philipp Raimund (136/133 m) als Sechster die Top Ten.

Im zweiten Durchgang verbesserten sich beide noch weiter, wobei Hoffmann das Podium um weniger als zwei Punkte verfehlte. Der klare Sieger war erneut der Slowene Domen Prevc (141,5/140 m), der erneut in einer eigenen Liga sprang. Vizeweltmeister wurden sein Landsmann Timi Zajc und der Österreicher Daniel Tschofenig, die punktgleich den zweiten Platz belegten.

Prevc führt in der Gesamtwertung mit 17,5 Punkten Vorsprung, Hoffmann und Raimund bleiben jedoch in Reichweite zum Gesamtsieg.

Was sich schon in den letzten Wochen ankündigte, setzte sich auch in Oberstdorf fort: Abgesehen von Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die DSV-Adler aktuell nicht mit den Besten mithalten. Nur diese beiden erreichten den zweiten Durchgang beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee.

Doch das mit starken Leistungen: Hoffmann erreichte mit 132,5 Metern den sechsten Platz, Raimund (136 m) folgte als Siebter direkt dahinter.

Schon früh gab es aus deutscher Sicht einen Rückschlag, als Pius Paschke sein Duell gegen Robin Pedersen (NOR) knapp verlor. Auch Andreas Wellinger unterlag seinem Teamkollegen Hoffmann klar. Wie erwartet kämpften auch Constantin Schmid gegen Ryoyu Kobayashi (JPN) und Luca Roth gegen den Österreicher Jan Hörl erfolglos, keiner von ihnen erreichte über die Lucky Loser den zweiten Durchgang.

An der Spitze dominierte der Slowene Domen Prevc (141,5 m) einsam, dahinter komplettierten Jan Hörl und Jonas Schuster (beide AUT) die Top drei.

Die Vierschanzentournee verläuft traditionell anders als die übrigen Weltcup-Wettbewerbe: Die 50 qualifizierten Springer treten nicht einzeln, sondern in direkten Duellen gegeneinander an. Die jeweils Verlierenden haben noch als „Lucky Loser“ eine Chance, wenn sie zu den fünf besten unter den Verlierern zählen, um so die 30 Finalisten zu komplettieren.

Für die Deutschen, die in der Oberstdorfer Qualifikation nicht sehr überzeugten, bedeutet das harte Gegner bei der Auftaktstation: Constantin Schmid (44. Quali) trifft auf den Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan, Luca Roth (46.) springt gegen den Österreicher Jan Hörl (5.). Zudem kommt es zum deutschen Aufeinandertreffen zwischen Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.).

Der Zweitplatzierte der Qualifikation, Philipp Raimund, muss gegen Junshiro Kobayashi (49.) antreten, Pius Paschke (21.) trifft auf den Norweger Robin Pedersen (30.).

Eine herbe Enttäuschung für Karl Geiger: Der fünffache deutsche Weltmeister findet seine Formkrise nicht und scheidet bereits in der Qualifikation in Oberstdorf aus.

Während Domen Prevc mit 139,5 Metern die Qualifikation gewann, kam Geiger nur auf 106,5 Meter und belegte damit Platz 53 – die besten 50 erreichen das Auftaktspringen am Montag (16:30 Uhr).

Neben Geiger scheiterten auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der nationalen Gruppe bereits in der Qualifikation, während die übrigen Deutschen sich für den ersten von insgesamt vier Tournee-Wettkämpfen qualifizierten.

Als bester deutscher Springer überraschte Philipp Raimund mit 132,5 Metern auf dem zweiten Platz. Auch Felix Hoffmann schaffte als Zwölfter den Sprung in die Top 15. Es folgten Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.), wodurch es zum deutsch-deutschen Duell zwischen Hoffmann und Wellinger kommt.

Wie üblich startet die Vierschanzentournee am 28. Dezember mit der Qualifikation zum ersten Wettkampf in Oberstdorf. Nach den Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale am 6. Januar in Bischofshofen statt.

Die Termine im Überblick: