Vierschanzentournee im Liveticker: Alle fünf DSV-Adler meistern die Qualifikation in Bischofshofen!
Deutschland/Österreich – Auch zum Jahreswechsel macht das Skispringen keine Pause. Stattdessen steht mit der Vierschanzentournee ein echtes Highlight bevor!
Am Sonntag durchbrach der 24-jährige Japaner Ren Nikaido die Dominanz von Domen Prevc (26) und sicherte sich den Sieg auf der Bergiselschanze. Obwohl der Slowene somit nicht alle vier Wettbewerbe gewinnen konnte, baute er seine Führung in der Gesamtwertung vor dem Tournee-Finale in Bischofshofen (5. bis 6. Januar) weiter aus. Der Goldene Adler scheint ihm damit schon fast sicher zu sein.
Als bester deutscher Springer glänzte Felix Hoffmann mit Rang fünf, den er auch in der Gesamtwertung hält. Einen erneuten deutschen Gesamtsieg wie bei Sven Hannawald 2002 werden die Fans hierzulande jedoch wohl noch mindestens ein Jahr abwarten müssen.
Alle wichtigen Informationen zur 74. Vierschanzentournee findet Ihr im TAG24-Liveticker.
Dominierende Vorstellung von Domen Prevc (26): Als letzter Starter der Qualifikation katapultierte er sich mit 140 Metern an die Spitze und ließ die Konkurrenz hinter sich.
Mit diesem starken Sprung sicherte sich der Slowene die Qualifikation für das abschließende Springen auf der Paul-Außenleitner-Schanze in Bischofshofen souverän. Nach Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowie einem zweiten Platz in Innsbruck bekräftigte er damit seine Favoritenrolle für das morgige Finale, bei dem auch alle fünf deutschen Springer am Start sein werden.
Philipp Raimund (25) überraschte mit 136 Metern und kletterte auf Rang vier.
Die Landung war sicher, mit einem Daumen nach oben eroberte er vorerst die Spitzenposition unter den Verfolgern.
Felix Hoffmann (28) ging als vorletzter Deutscher an den Start.
Mit Rückenwind erreichte er 128,5 Meter, was für Platz sieben reichte. Der Traum vom Podium scheint zwar etwas weiter entfernt, ist aber nicht ausgeschlossen.
Endlich durfte auch Pius Paschke (35) ins Rennen gehen!
Der gebürtige Münchner landete bei 126,5 Metern und dürfte sich damit sicher für das Abschlussspringen qualifiziert haben.
Im deutschen Team stehen nun nur noch Felix Hoffmann (28) und Philipp Raimund (25) aus.
Andreas Wellinger (30) raste mit viel Tempo die Schanze hinunter und erreichte 128,5 Meter.
Damit belegte er vorerst Rang fünf in der Qualifikation.
Karl Geiger (32) eröffnete als erster Deutscher die Qualifikation in Bischofshofen.
Mit 117,5 Metern dürfte er sich für das morgige Finale qualifiziert haben, zeigte sich nach der Landung aber enttäuscht und schüttelte den Kopf.
Felix Hoffmann präsentierte sich in Innsbruck mit Platz fünf erneut stark. Dabei hatte er zuvor sogar mit einem Schuh am Balken hängen bleiben – ein Moment, der ihm regelrecht das Herz in die Hose rutschen ließ, wie er in seiner sport.de-Kolumne berichtete.
Er beschrieb die Szene als "die Schrecksekunde der Saison": "Im zweiten Durchgang blieb ich mit dem Schuh hinten am Balken hängen, was natürlich gefährlich hätte werden können."
In seinem Kopf raschten in Sekundenbruchteilen Gedanken wie: „Hat die Bindung Schaden genommen? Ist sie geöffnet, beschädigt oder alles in Ordnung? Eine offene Bindung während des Flugs könnte katastrophale Folgen haben.“
Doch er verdrängte diese Gedanken und konzentrierte sich auf den Sprung, der dann auch erfolgreich gelang. Im Auslauf konnte er schließlich erleichtert durchatmen, da alles gut ausgegangen war.
Der Norweger Halvor Egner Granerud hatte am Sonntag in Innsbruck einen äußerst schlechten Tag – nach mehreren Zwischenfällen richtete er harte Kritik gegen den Veranstalter.
Mehr dazu lest Ihr hier: "Skisprung-Star tobt nach Innsbruck: 'Wünsche Veranstalter alles Schlechte'"
Domen Prevc setzte sich nicht in allen vier Wettbewerben durch! Dennoch baute der Slowene seinen Vorsprung in der Gesamtwertung gegenüber Jan Hörl auf Platz zwei weiter aus. DSV-Adler Felix Hoffmann hält derweil Platz fünf.
1. Ren Nikaido (Japan, 276,50 Punkte)
2. Domen Prevc (Slowenien, 276,00)
3. Stephan Embacher (Österreich, 275,8)
4. Jan Hörl (Österreich, 269,6)
5. Felix Hoffmann (Deutschland, 267,2)
Philipp Raimund belegte den 12. Rang (247,4 Punkte), Pius Paschke wurde 28. (225,4).
Der Sieg auf der Bergiselschanze ging an Ren Nikaido! Mit einem Sprung auf 128 Meter verdrängte er Jan Hörl, der 126 Meter schaffte, von Platz eins.
Stephan Embacher machte das Rennen noch einmal spannend, landete aber am Ende hinter Prevc auf dem dritten Platz. Felix Hoffmann wurde Fünfter.
Die Führung der Deutschen hielt nicht lange: Domen Prevc sicherte sich mit 128 Metern vorübergehend Rang eins.
Doch den Sieg in Innsbruck hatte er damit noch nicht sicher in der Tasche.
Felix Hoffmann legte im Finale mit 130,5 Metern einen starken Sprung hin, obwohl er zunächst oben am Balken hängen geblieben war.
Damit übernahm er vorerst die Führung, während in Innsbruck die Fans "Oh, wie ist das schön" anstimmten.
Philipp Raimund war der zweite deutsche Springer im Finale, er kam auf 125 Meter, einen Meter weniger als im ersten Durchgang, und blieb hinter Kobayashi und Forfang zurück.
Ein Platz unter den Top Ten scheint für den Göppinger damit schwierig zu werden.
Als erster Deutscher im zweiten Durchgang startete Pius Paschke, doch mit nur 118 Metern zeigte er sich enttäuscht und winkte ab.
Seine Chancen, Plätze gutzumachen, sind gering. "Ich ärgere mich ein wenig", erklärte er anschließend am ZDF-Mikrofon. „Ich bin überzeugt, dass die Idee richtig ist, aber im Wettkampf fehlt mir gerade etwas, um sie umzusetzen.“
Der erste Durchgang ist abgeschlossen und überraschte mit einigen Ergebnissen!
Domen Prevc (137,30 Punkte) erreichte – abgesehen von der Qualifikation am Vortag – keine Führung, landete hinter punktgleichen Stefan Embacher (Österreich) und Ren Nikaido (Japan) mit jeweils 139,80 Punkten sowie Jan Hörl (138,7) nur auf Platz vier.
Bei den deutschen Springern überzeugten Felix Hoffmann (130,00 Punkte) und Philipp Raimund (126,4) mit den Rängen sechs und zehn. Alexander Geiger (114,00) erreichte dank der Lucky-Loser-Regelung gerade noch das Finale, während Karl Geiger (111,00) und Andreas Wellinger (110,00) weniger Glück hatten.
Besonders bitter war der Sprung von Wellinger: Trotz 120 Metern rutschte ihm bei der Landung ein Ski weg, was sein Aus bedeutete.
Domen Prevc setzte sich im Duell gegen den Franzosen Valentin Foubert durch und zog mit 129,5 Metern in den zweiten Durchgang ein.
Foubert erreichte mit 120,5 Metern den zweiten Platz der Lucky Loser hinter Pius Paschke, der zuvor knapp gegen den Schweizer Gregor Deschwanden unterlegen war.
Kurz danach trat Philipp Raimund gegen Felix Trunz an und übertraf dessen 119 Meter mit 126 Metern klar, was vorerst Rang vier bedeutete.
Die dritte Station der Vierschanzentournee gilt traditionell als Wegweiser für den Gesamtsieg. Wer in Innsbruck triumphiert, hat oft in Bischofshofen gute Chancen auf den Goldenen Adler.
Dies könnte auch diesmal auf Domen Prevc zutreffen, der die ersten beiden Springen der Tournee gewann und mit einem deutlichen Vorsprung von etwa 20 Metern am Bergisel antrat.
Sein stärkster Herausforderer ist der Österreicher Jan Hörl, der die Qualifikation in Innsbruck gewann. Prevc erlitt bei schwierigen Windverhältnissen seinen ersten Rückschlag. Vielleicht kann ihn ein deutscher Springer ärgern: Felix Hoffmann erreichte gestern einen starken fünften Platz und trifft im K.o.-Duell nun auf den Italiener Alex Insam.
Kurz vor dem dritten Wettkampf der Vierschanzentournee in Innsbruck zog sich ein ehemaliger Top-Springer zurück: Marius Lindvik (27) kehrt in seine Heimat Norwegen zurück und verzichtet auf die Teilnahme in Bischofshofen.
Die Qualifikation für das Bergiselspringen hatte der 27-Jährige am Samstag als 51. knapp verpasst.
"Es ist so schlimm, dass es mir peinlich ist. Ich habe keine Erklärung, warum das passiert ist. Es ist einfach nur frustrierend", äußerte er sich enttäuscht gegenüber dem "Dagbladet".
Die dritte Station der 74. Vierschanzentournee führt die Athleten zum Bergiselspringen nach Innsbruck, wo sich am Samstag alle fünf deutschen Springer für das Finale der besten 50 qualifizierten. Dort treten sie am Sonntag ab 13:30 Uhr in direkten Duellen gegeneinander an.
Der beste DSV-Adler in der Qualifikation war Felix Hoffmann (28, 5. Platz), der nun gegen Alex Insam (28, 46.) aus Norwegen antreten muss. Philipp Raimund (25, 16.) trifft auf den Schweizer Felix Trunz (19, 35.), Pius Paschke (35, 23.) misst sich mit dessen Landsmann Gregor Deschwanden (34, 28.). Karl Geiger (32, 39.) kämpft gegen Rok Oblak (24, 12.) aus Slowenien, und Andreas Wellinger (30) – der als 50. gerade noch ins Finale einzog – springt gegen Qualifikationssieger Jan Hörl (27) aus Österreich.
Domen Prevc (26), der bisher die Tournee dominierte, musste einen Rückschlag hinnehmen und kam bei schwierigen Windverhältnissen mit 112 Metern nur auf Platz 30.
Zweimal wurde Timi Zajc (25) wegen eines Verstoßes gegen die Anzugvorschriften bei der Vierschanzentournee disqualifiziert. Jetzt betont sein Verband jedoch, dass eher das Messverfahren schuld sei.
"Zajc trug den Anzug, weil er vor dem Sprung die Vorgaben bei der Messung erfüllte", erklärte Sloweniens Skisprung-Chef Gorazd Pogorelcnik gegenüber der Nachrichtenagentur STA.
Bei den Kontrollen der FIS wurden später Abweichungen von drei bzw. vier Millimetern festgestellt. Pogorelcnik vermutet, dass "Wetterbedingungen oder natürliche Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Temperatur" die Ursache sein könnten. Zukünftig will man dem mehr Aufmerksamkeit schenken.
Gegen die Disqualifikation in Garmisch-Partenkirchen legte der Verband bereits Einspruch ein, da die Messung dort vor dem Springen und nicht wie üblich danach durchgeführt wurde.
Ein turbulenter zweiter Durchgang endete mit einem erneuten Sieg von Domen Prevc! Trotz schwieriger Windbedingungen bewahrte sich der Slowene die Ruhe und gewann das Neujahrsspringen mit Weiten von 143 und 141 Metern deutlich vor den Österreichern Jan Hörl (141/131,5 Meter) und Stefan Embacher (134/141,5 Meter).
Während viele Konkurrenten wie Hoffmann und Raimund bei starkem Rückenwind zurückfielen, hielten die Deutschen den wechselnden Verhältnissen stand und verloren im zweiten Durchgang nur jeweils einen Platz an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der mit einem Sprung auf 141 Meter sechs Plätze gutmachte. Pius Paschke verbesserte sich um zwei Plätze und wurde 21.
In der Gesamtwertung belegen Hoffmann und Raimund die Plätze vier und sechs und bleiben somit in Schlagdistanz zum Podium.
Die Probleme mit dem Aufzug wurden schneller als erwartet behoben, sodass die Athleten die Schanze wieder problemlos hinauffahren können.
Der Kanadier MacKenzie Boyd-Clowes, der trotz der Disqualifikation von Timi Zajc dank seiner Weite weiterkam, eröffnete den zweiten Durchgang.
Chaos beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen! Der Start des zweiten Durchgangs verzögerte sich, weil der Schanzenaufzug streikte und die Athleten daher nicht nach oben kamen.
Obwohl es Treppen gibt, sind diese wegen der großen Höhe kaum eine Option, da die Springer ihre Beine vor dem Sprung nicht ermüden wollen, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.
Unbeeindruckt von der erneuten Disqualifikation von Timi Zajc zeigten sich die deutschen Hoffnungsträger Felix Hoffmann und Philipp Raimund im ersten Durchgang erneut überzeugend!
Hinter dem Führungstrio Domen Prevc (143 Meter), Jan Hörl (141 Meter) und Ren Nikaido (137,5 Meter) belegten Hoffmann (fünfter Platz) und Raimund (sechster Platz, jeweils 134 Meter) gute Positionen und blieben in Reichweite des Podiums.
Nur ein weiterer deutscher Springer, Pius Paschke (126 Meter), schaffte den Sprung in den zweiten Durchgang, nachdem er Teamkollege Karl Geiger (122,5 Meter) aus dem Wettbewerb warf. Andreas Wellinger (124,5 Meter) und Ben Bayer (120,5 Meter) verloren ihre Duelle und erreichten weder als Verlierer noch über die Lucky-Loser-Regelung die Top 30.
Zum wiederholten Mal wurde Slowene Timi Zajc wegen seines Anzugs disqualifiziert – diesmal durfte er nicht einmal vom Balken abspringen!
Mitte des ersten Durchgangs kam die Meldung, dass sein Anzug bei der Kontrolle durchgefallen war. Dieses Mal war der Anzug angeblich vier Millimeter zu groß. Eigentlich wäre er als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel des ersten Durchgangs gestartet, doch nun musste sein Gegner MacKenzie Boyd-Clowes sein Duell allein bestreiten und zog automatisch in den zweiten Durchgang ein.
Am 29. Dezember hatte Zajc im Auftaktspringen ursprünglich den zweiten Platz belegt, wurde aber aufgrund der Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert. Davon profitierte der Deutsche Felix Hoffmann, der dadurch aufs Podium nachrückte.
In wenigen Minuten steht das erste sportliche Highlight des Jahres an: Ab 14 Uhr findet das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen statt. Zwei DSV-Adler treffen dabei aufeinander.
Wie bereits bei Andreas Wellinger und Felix Hoffmann in Oberstdorf gibt es ein deutsch-deutsches Duell: Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) kämpfen gegeneinander, wobei nur einer über die Lucky-Loser-Regel eine Chance auf den zweiten Durchgang hat.
Die übrigen Deutschen erhielten aufgrund ihrer soliden Qualifikationsleistungen machbare Aufgaben: Ben Bayer (28.) trifft auf den Schweizer Sandro Hauswirth (23.), Andreas Wellinger (27.) misst sich mit Robin Pedersen (24.) aus Norwegen, Felix Hoffmann (8.) duelliert sich mit dem türkischen Springer Fatih Arda Ipcioglu (43.) und Philipp Raimund (5.) gegen den Finnen Eetu Nousiainen (46.).
Eine bittere Nachricht für den estnischen Skispringer Artti Aigro (26): In einem Training vor der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen stürzte er schwer und muss die Vierschanzentournee vorzeitig beenden. Auch die Olympia-Teilnahme ist gefährdet.
Aigro rutschte bei der Landung ab und wurde per Rettungsschlitten aus der Schanze gebracht. Die Diagnose lautet: angerissenes Seitenband im Knie und Mittelfußbruch im linken Fuß. Damit wird eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen, die am 9. Februar beginnen, sehr unwahrscheinlich.
Immerhin zeigte der 26-Jährige Humor: Auf Instagram teilte er ein Foto mit Krücken unter dem Titel "New Year, New Me".
Sechs deutsche Springer haben sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.
Dazu gehören Felix Hoffmann und Philipp Raimund, die bereits in Oberstdorf Spitzenplätze erzielten. Auch Karl Geiger ist trotz zuletzt schwächelnder Form dabei. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer komplettieren das Team. Den weitesten Qualisprung erzielte der Österreicher Stephan Embacher mit 145,5 Metern – ein neuer Schanzenrekord!
Der Sieg in der Qualifikation ging erwartungsgemäß an den bisherigen Tournee-Dominator Domen Prevc, der 139,5 Meter erreichte.
Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich überrascht, als er während eines Interviews von der Disqualifikation von Timi Zajc erfuhr – seine Reaktion sorgte für Schmunzeln.
Als der Österreicher erfuhr, dass der bis dahin zweitplatzierte Slowene wegen eines um rund drei Millimeter zu großen Anzugs disqualifiziert wurde, rief er spontan: „Das ist der Falsche!“ Hintergrund ist wohl die enorme Dominanz von Zajcs Landsmann Domen Prevc, der sich nach nur einem Springen bereits deutlich abgesetzt hatte.
Der 26-Jährige führt derzeit mit fast zehn Metern Vorsprung vor dem zweitplatzierten Österreicher Daniel Tschofenig, dahinter folgen die Deutschen. Nach sechs Siegen in sieben Springen scheint ein Einbruch von Prevc unwahrscheinlich.
Gute Neuigkeiten für Felix Hoffmann: Er rückt durch die Disqualifikation von Timi Zajc doch aufs Podest vor! Der ursprünglich Vierte wird nun Dritter.
Bei der Materialkontrolle wurde festgestellt, dass Zajcs Anzug minimal zu groß war – um ganze drei Millimeter! Auch Philipp Raimund profitiert vom Ausscheiden des Slowenen und belegt nun den fünften Platz.
Für Hoffmann ist es die erste Podiumsplatzierung seiner Karriere bei der Vierschanzentournee. Der 28-Jährige feierte in dieser Saison seinen Durchbruch, sprang kurz vor Tournee-Beginn zum ersten Mal auf das Podest und zählt seither zur Weltspitze.
Sein bisheriger Karrierehöhepunkt ist nun das Jubeln vor heimischem Publikum auf dem Treppchen.
Nur zwei deutsche Skispringer erreichten überhaupt den zweiten Durchgang, doch beide überzeugten: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee landeten Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter und Philipp Raimund (136/133 Meter) als Sechster in den Top Ten.
Im zweiten Durchgang verbesserten sich beide noch und Hoffmann verpasste das Podest um weniger als zwei Punkte. Der überlegene Slowene Domen Prevc (141,5/140 Meter) sprang erneut in einer eigenen Liga, während sein Landsmann Timi Zajc und der Österreicher Daniel Tschofenig punktgleich den zweiten Platz belegten.
Prevc führt die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 17,5 Punkten an, Hoffmann und Raimund haben weiterhin Chancen auf das Gesamttreppchen.
Das Bild der letzten Wochen setzte sich in Oberstdorf fort: Abgesehen von Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die DSV-Adler aktuell nicht mithalten und sind die einzigen Deutschen im zweiten Durchgang bei der Vierschanzentournee.
Dabei zeigten sie gute Leistungen: Hoffmann erreichte mit 132,5 Metern den sechsten Platz, Raimund (136 Meter) folgte auf dem siebten Rang.
Bereits früh gab es die erste Enttäuschung aus deutscher Sicht, als Pius Paschke sein Duell gegen Robin Pedersen (Norwegen) nur knapp verlor. Auch Andreas Wellinger unterlag Hoffmann deutlich. Constantin Schmid verlor klar gegen Ryoyu Kobayashi aus Japan und Luca Roth unterlag dem Österreicher Jan Hörl – erwartungsgemäß schafften keiner der Vier den Sprung über die Lucky-Loser-Regel ins Finale.
An der Spitze dominierte der Slowene Domen Prevc (141,5 Meter), gefolgt von Jan Hörl und dessen Teamkollegen Jonas Schuster.
Bei der Vierschanzentournee läuft alles etwas anders als bei regulären Weltcupspringen: Die 50 qualifizierten Athleten bestreiten keine Einzelsprünge, sondern kämpfen in direkten K.o.-Duellen um den Einzug in die nächste Runde. Die fünf besten Verlierer (Lucky Loser) komplettieren das Finale mit 30 Springern.
Für die Deutschen, die in der Qualifikation in Oberstdorf nicht besonders erfolgreich waren, bedeutet dies harte Gegner beim Auftaktspringen. So trifft Constantin Schmid (44. der Qualifikation) auf den Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan, Luca Roth (46.) auf den Österreicher Jan Hörl (5.). Zudem gibt es mit Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.) ein deutsches Duell.
Der Zweitplatzierte der Qualifikation, Philipp Raimund, bekommt es mit Junshiro Kobayashi (49.) zu tun, Pius Paschke (21.) trifft auf den Norweger Robin Pedersen (30.).
Eine große Enttäuschung erlebte Karl Geiger: Der fünfmalige deutsche Weltmeister konnte seine Formkrise nicht überwinden und scheiterte bereits in der Qualifikation auf seiner Heimschanze in Oberstdorf.
Bei Dominator Domen Prevc (139,5 Meter) kam Geiger nach 106,5 Metern ins Ziel und belegte nur den 53. Platz – ausgeschieden, da nur die besten 50 am Auftaktspringen teilnehmen dürfen.
Neben Geiger schieden auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der nationalen Gruppe bereits in der Qualifikation aus. Die übrigen Deutschen qualifizierten sich für den ersten von vier Tournee-Wettkämpfen.
Als bester DSV-Adler erreichte Philipp Raimund mit 132,5 Metern den zweiten Platz, auch Felix Hoffmann schaffte als Zwölfter den Sprung unter die besten 15. Dahinter landeten Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.), sodass es zum deutschen Duell zwischen Hoffmann und Wellinger kommt.
Die Vierschanzentournee beginnt traditionell am 28. Dezember mit der Qualifikation für das erste Springen in Oberstdorf. Nach Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale am 6. Januar in Bischofshofen statt.
Die Termine im Überblick: