zurück

Vierschanzentournee im Liveticker: Deutsche Skispringer verpassen das Podium

Deutschland/Österreich – Auch zum Jahreswechsel gibt es keine Pause im Skispringen. Die Vierschanzentournee stellt dabei das absolute Highlight dar! Nach dem zweiten Wettbewerb muss der Deutsche Skiverband (DSV) jedoch wohl die erste Gesamtführung seit 2002 begraben.

Obwohl der slowenische Favorit Domen Prevc erneut triumphierte, lieferten Felix Hoffmann und Philipp Raimund beim Springen in Garmisch-Partenkirchen eine starke Leistung ab. Dennoch hatten die beiden deutschen Athleten als Sechster und Siebter keine Chance aufs Podest. Lediglich Pius Paschke erreichte den zweiten Durchgang.

Das nächste Springen findet am 4. Januar in Innsbruck statt. Alle relevanten Informationen zur 74. Vierschanzentournee sind im TAG24-Liveticker zu finden.

Ein turbulenter zweiter Durchgang endete mit einem weiteren Sieg von Domen Prevc! Der Slowene zeigte sich trotz schwieriger Windverhältnisse ruhig und gewann das Neujahrsspringen mit Sprüngen von 143 und 141 Metern souverän vor den Österreichern Jan Hörl (141/131,5 Meter) und Stefan Embacher (134/141,5 Meter).

Während viele Konkurrenten bei starkem Gegenwind schwächelten, behaupteten sich die deutschen Springer Hoffmann und Raimund gegen die wechselnden Bedingungen und verloren jeweils nur einen Rang gegenüber dem Japaner Ryoyu Kobayashi. Dieser verbesserte sich mit einem Sprung auf 141 Meter um sechs Plätze. Pius Paschke rückte zwei Plätze vor und beendete das Springen auf Rang 21.

In der Gesamtwertung liegen Hoffmann und Raimund derzeit auf den Plätzen vier und sechs und bleiben somit in Reichweite des Gesamtpodiums.

Die Probleme mit dem Aufzug sind schneller behoben, als erwartet – die Athleten können wieder normal die Schanze hochfahren.

Der Kanadier MacKenzie Boyd-Clowes, der aufgrund der Disqualifikation von Timmi Zajc unabhängig von seiner Weite weiterkam, eröffnete den zweiten Durchgang.

Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen herrschte ein echtes Durcheinander! Der Beginn des zweiten Durchgangs verzögerte sich, da der Aufzug der Schanze nicht funktionierte und die Athleten die Schanze nicht hochkamen.

Zwar standen Treppen zur Verfügung, doch angesichts der Höhe und um die Kräfte für den Sprung zu schonen, war deren Nutzung für die Springer keine wirkliche Option, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.

Trotz der erneuten Disqualifikation von Timi Zajc präsentierten sich die deutschen Hoffnungen Felix Hoffmann und Philipp Raimund im ersten Durchgang erneut stark!

Hoffmann landete mit 134 Metern auf dem fünften Rang, Raimund folgte mit derselben Weite auf Platz sechs und ist somit weiterhin in Schlagdistanz zum Podium. Vor ihnen lagen das Trio Domen Prevc (143 Meter), Jan Hörl (141 Meter) und Ren Nikaido (137,5 Meter).

Lediglich ein weiterer DSV-Springer, Pius Paschke (126 Meter), qualifizierte sich für den zweiten Durchgang und verdrängte damit Teamkollege Karl Geiger (122,5 Meter) aus dem Wettbewerb. Auch Andreas Wellinger (124,5 Meter) und Ben Bayer (120,5 Meter) schieden aus, da keiner von ihnen zu den fünf besten Verlierern gehörte, die das Feld auf 30 Starter komplettieren.

Schon wieder wurde der Slowene Timi Zajc wegen seines Anzugs disqualifiziert und durfte überhaupt nicht vom Balken springen!

Mitten im ersten Durchgang kam die Nachricht, dass sein Anzug bei der Kontrolle durchgefallen ist – diesmal war er angeblich um vier Millimeter zu groß. Zajc, der als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel starten sollte, musste seinen Gegner MacKenzie Boyd-Clowes kampflos ziehen lassen, der somit automatisch im zweiten Durchgang steht.

Bereits am 29. Dezember wurde Zajc im Auftaktspringen disqualifiziert, nachdem er ursprünglich Rang zwei belegt hatte – damals wegen der Beinlänge seines Anzugs. Profitiert hatte davon der Deutsche Felix Hoffmann, der so auf das Podium rückte.

In Kürze steht das erste sportliche Highlight des Jahres an: Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen startet um 14 Uhr. Dabei treffen zwei deutsche Adler im direkten Duell aufeinander.

Wie bereits in Oberstdorf müssen diesmal Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) gegeneinander antreten. Für einen von beiden bleibt nur die Chance über die „Lucky Loser“-Regel, um in den zweiten Durchgang zu kommen.

Die weiteren deutschen Springer erhalten dank solider Qualifikationsleistungen machbare Gegner: Ben Bayer (28.) misst sich mit dem Schweizer Sandro Hauswirth (23.), Andreas Wellinger (27.) tritt gegen den Norweger Robin Pedersen (24.) an. Felix Hoffmann (8.) kämpft mit dem türkischen Springer Fatih Arda Ipcioglu (43.), während Philipp Raimund (5.) auf den Finnen Eetu Nousiainen (46.) trifft.

Eine bittere Nachricht für den estnischen Skispringer Artti Aigro (26): Im Training vor der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen stürzte er schwer und beendet die Vierschanzentournee vorzeitig – auch die Olympiateilnahme steht auf der Kippe.

Aigro rutschte bei der Landung im zweiten Training ab und musste mit einer Trage aus dem Stadion gebracht werden. Die Diagnose lautet auf einen angerissenen Seitenband im Knie sowie einen Mittelfußbruch am linken Fuß. Damit sind die Olympischen Spiele, die am 9. Februar mit den Männerspringen beginnen, für ihn wohl nicht mehr realistisch.

Immerhin zeigte sich der 26-Jährige humorvoll: Auf Instagram postete er ein Foto mit Krücken und dem Kommentar „New Year, New Me“.

Sechs deutsche Athleten haben sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.

Dazu zählen Felix Hoffmann und Philipp Raimund, die bereits in Oberstdorf um Spitzenplätze sprangen. Auch der zuletzt schwächelnde Karl Geiger steht am 1. Januar am Start. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer komplettieren das deutsche Team. Der weiteste Qualifikationssprung gelang dem Österreicher Stephan Embacher mit 145,5 Metern – ein neuer Schanzenrekord!

Der Sieg der Qualifikation ging erwartungsgemäß an den dominierenden Skispringer des Winters, Domen Prevc, der 139,5 Meter weit sprang.

Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich überrascht: Während er sich mit dem vierten Platz seines Athleten Felix Hoffmann abgefunden hatte, wurde er mitten im Interview über die Disqualifikation von Timi Zajc informiert – seine Reaktion sorgte für Schmunzeln.

Als Horngacher erfuhr, dass Zajc, der zuvor auf Rang zwei lag, wegen eines um drei Millimeter zu großen Anzugs disqualifiziert wurde, entfuhr ihm ein „Das ist der Falsche!“. Hintergrund ist die starke Dominanz von Zajcs Landsmann Domen Prevc, der sich in einem eng beieinanderliegenden Feld deutlich absetzen konnte.

Der 26-Jährige Slowene führt die Gesamtwertung mit fast zehn Metern Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Daniel Tschofenig an, während die Deutschen knapp dahinter folgen. Nach sechs Siegen in sieben Springen scheint ein Leistungsabfall von Prevc unwahrscheinlich.

Gute Nachrichten für Felix Hoffmann: Er rückt durch die Disqualifikation von Timi Zajc auf das Podium vor! Zajc wurde als Zweitplatzierter wegen eines minimal zu großen Anzugs aus der Wertung genommen, sodass Hoffmann vom vierten auf den dritten Rang aufsteigt.

Auch Philipp Raimund profitiert vom Ausscheiden des Slowenen und verbessert sich auf Platz fünf.

Für Hoffmann ist dies das erste Podium bei der Vierschanzentournee seiner Karriere. Der 28-Jährige feierte in dieser Saison seinen Durchbruch, sprang kurz vor Tourneebeginn erstmals aufs Podest und gehört seitdem zur erweiterten Weltspitze.

Der nun erreichte Karrierehöhepunkt wird für ihn vor heimischem Publikum zu einem besonderen Erlebnis.

Nur zwei deutsche Skispringer schafften es überhaupt in den zweiten Durchgang und beeindruckten dort: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee erreichten Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter und Philipp Raimund (136/133 Meter) als Sechster die Top Ten.

Im zweiten Durchgang verbesserten sich beide DSV-Adler noch, Hoffmann verpasste das Podium um weniger als zwei Punkte. Der souveräne Sieger Domen Prevc (141,5/140 Meter) sprang erneut in einer eigenen Liga. Das Podium komplettierten sein Landsmann Timi Zajc und der Österreicher Daniel Tschofenig mit punktgleicher Wertung auf Rang zwei.

Während Prevc in der Gesamtwertung bereits 17,5 Punkte Vorsprung hat, bleiben die Chancen von Hoffmann und Raimund auf eine Top-Platzierung im Gesamtklassement intakt.

Was sich in den vergangenen Wochen bereits abzeichnete, bestätigte sich in Oberstdorf: Bis auf Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die deutschen Springer derzeit nicht mithalten. Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee waren nur diese beiden im zweiten Durchgang vertreten.

Dies gelang ihnen mit starken Leistungen: Hoffmann erreichte mit 132,5 Metern den sechsten Platz, Raimund landete mit 136 Metern auf Rang sieben.

Früh für einen Rückschlag sorgte Pius Paschke, der sein Duell gegen Robin Pedersen (Norwegen) knapp verlor. Auch Andreas Wellinger unterlag Hoffmann deutlich. Constantin Schmid verlor erwartungsgemäß gegen Ryoyu Kobayashi aus Japan, ebenso wie Luca Roth gegen den Österreicher Jan Hörl. Keiner dieser vier schaffte es als einer der fünf besten Verlierer in die Finalrunde.

Ganz vorne setzte sich Domen Prevc mit 141,5 Metern deutlich ab. Dahinter folgten Jan Hörl und sein Teamkollege Jonas Schuster auf den Plätzen zwei und drei.

Die Vierschanzentournee läuft traditionell etwas anders ab als andere Weltcupspringen: Die 50 qualifizierten Athleten treten nicht einzeln, sondern in direkten Duellen gegeneinander an, um sich für die zweite Runde zu qualifizieren. Die fünf besten Verlierer („Lucky Loser“) runden das Feld auf 30 Finalisten auf.

Für die deutschen Athleten, die in der Qualifikation in Oberstdorf nicht optimal abschnitten, bedeutete dies harte Gegner: Constantin Schmid (44. der Qualifikation) traf auf den Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan, Luca Roth (46.) bekam es mit dem Österreicher Jan Hörl (5.) zu tun. Außerdem kam es zum deutsch-deutschen Duell zwischen Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.).

Für den Zweitplatzierten der Qualifikation, Philipp Raimund, war Junshiro Kobayashi (49.) der Gegner, Pius Paschke (21.) kämpfte gegen den Norweger Robin Pedersen (30.).

Eine herbe Enttäuschung gab es für Karl Geiger! Der fünffache deutsche Weltmeister fand nicht zu seiner Form zurück und scheiterte bei seinem Heimwettkampf in Oberstdorf bereits in der Qualifikation.

Während der Slowene Domen Prevc mit 139,5 Metern gewann, kam Geiger nur auf 106,5 Meter und belegte damit Rang 53. Nur die besten 50 qualifizierten sich für das Auftaktspringen am Montag (16.30 Uhr).

Neben Geiger verpassten auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus dem deutschen Team die Qualifikation. Die anderen Deutschen qualifizierten sich für den ersten der vier Tourneewettkämpfe.

Als bester deutscher Springer landete Philipp Raimund mit 132,5 Metern auf dem zweiten Platz, Felix Hoffmann erreichte als Zwölfter ebenfalls die Top 15. Dahinter folgten Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.). So kommt es zum deutschen Duell zwischen Hoffmann und Wellinger.

Traditionell startet die Vierschanzentournee am 28. Dezember mit der Qualifikation zum ersten Springen in Oberstdorf, geht über Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck und endet mit dem großen Finale am 6. Januar in Bischofshofen.

Die wichtigsten Termine im Überblick: