Vierschanzentournee im Liveticker: Hoffmann berichtet von der „Schrecksekunde der Saison“
Deutschland/Österreich – Zum Jahreswechsel gönnt das Skispringen keine Verschnaufpause. Die Vierschanzentournee stellt vielmehr eines der größten Highlights dar!
Am Sonntag durchbrach der 24-jährige Japaner Ren Nikaido die bisherige Dominanz von Domen Prevc (26) und sicherte sich den Sieg auf der Bergiselschanze. Der Slowene wird somit nicht alle vier Wettkämpfe für sich entscheiden, konnte seine Führung in der Gesamtwertung vor dem Finale in Bischofshofen (5. bis 6. Januar) dennoch weiter ausbauen. Der Goldene Adler ist für ihn damit fast zum Greifen nah.
Als bester deutscher Athlet überzeugte Felix Hoffmann mit Rang fünf, den er auch in der Gesamtwertung inne hat. Einen weiteren deutschen Gesamtsieg nach Sven Hannawald im Jahr 2002 werden die heimischen Fans wohl noch mindestens ein Jahr abwarten müssen.
Alle relevanten Informationen zur 74. Vierschanzentournee findet Ihr im TAG24-Liveticker.
In Innsbruck zeigte Felix Hoffmann erneut eine starke Leistung und belegte den fünften Platz. Dabei hatte er zuvor sogar mit seinem Schuh am Balken hängen geblieben – ein Moment, der ihm „das Herz in die Hose rutschen“ ließ, wie er in seiner sport.de-Kolumne zugab.
Der deutsche Aufsteiger beschrieb es als „die Schrecksekunde der Saison“: „Im zweiten Durchgang blieb mein Schuh beim Loslassen am Balken hängen – das hätte richtig problematisch werden können.“
Er berichtete weiter, was ihm in diesem Augenblick durch den Kopf ging: „In Bruchteilen von Sekunden fragte ich mich, ob die Bindung beschädigt ist, geöffnet wurde oder noch intakt ist. Eine offene Bindung während des Flugs kann verheerende Folgen haben.“
Doch Hoffmann verdrängte diese Gedanken und konzentrierte sich auf den Sprung, der letztlich gelang. Im Auslauf konnte er dann endlich durchatmen, da alles gut ausgegangen war.
Für den Norweger Halvor Egner Granerud verlief der Sonntag in Innsbruck dagegen äußerst enttäuschend – nach mehreren Zwischenfällen kritisierte er die Veranstalter scharf.
Weitere Details lest Ihr hier: „Skisprung-Star tobt nach Innsbruck: ‚Wünsche Veranstalter alles Schlechte‘“
Domen Prevc schafft keinen kompletten Durchmarsch! Obwohl er nicht alle vier Wettbewerbe gewinnen wird, konnte der Slowene seine Gesamtführung gegenüber Jan Hörl auf Rang zwei dennoch vergrößern. DSV-Adler Felix Hoffmann sichert sich unterdessen den fünften Rang.
1. Ren Nikaido (Japan, 276,50 Punkte)
2. Domen Prevc (Slowenien, 276,00 Punkte)
3. Stephan Embacher (Österreich, 275,80 Punkte)
4. Jan Hörl (Österreich, 269,60 Punkte)
5. Felix Hoffmann (Deutschland, 267,20 Punkte)
Philipp Raimund belegte den 12. Platz (247,40 Punkte), Pius Paschke wurde 28. (225,40 Punkte).
Das Bergiselspringen ging an Ren Nikaido! Mit einem Sprung auf 128 Meter setzte sich der Japaner an die Spitze, nachdem Jan Hörl mit 126 Metern scheiterte.
Stephan Embacher sorgte noch einmal für Spannung, landete aber hinter Prevc nur auf dem dritten Rang. Felix Hoffmann erreichte somit den fünften Platz.
Die deutsche Führung hielt allerdings nur kurz, denn Domen Prevc reichten 128 Meter, um sich vorübergehend Platz eins zurückzuholen.
Den Sieg in Innsbruck hatte er damit aber noch lange nicht sicher.
Im Finale erreichte Felix Hoffmann eine Weite von 130,5 Metern, trotz des Vorfalls am Balken.
Damit übernahm er zunächst die Führung, während in Innsbruck „Oh, wie ist das schön“ gesungen wurde.
Philipp Raimund war der zweite DSV-Springer im Finale. Mit 125 Metern war er zwar einen Meter kürzer als im ersten Durchgang, blieb dadurch aber hinter Ryoyu Kobayashi und Halvor Egner Granerud zurück.
Für den Göppinger wird es dadurch schwer, unter die Top Ten zu kommen.
Als erster Deutscher im zweiten Durchgang sprang Pius Paschke, erreichte aber nur 118 Meter und zeigte sich enttäuscht.
Ein Aufholen weiterer Plätze scheint dadurch kaum möglich. „Ich bin etwas verärgert“, sagte er später im ZDF-Interview. „Ich glaube an die richtige Idee, doch mir fehlt momentan im Wettkampf noch die Umsetzung.“
Der erste Durchgang ist abgeschlossen und brachte einige Überraschungen mit sich!
Domen Prevc (137,30) – der bisher keinen Durchgang außer der Qualifikation gewann – landete hinter punktgleichen Stefan Embacher (Österreich) und Ren Nikaido (Japan) mit jeweils 139,80 Punkten sowie Jan Hörl (138,7) nur auf Rang vier.
Bei den Deutschen überzeugten Felix Hoffmann (130,00) und Philipp Raimund (126,40) mit den Plätzen sechs und zehn, während Alexander Geiger (114,00) über die Lucky-Loser-Wertung gerade noch ins Finale kam. Karl Geiger (111,00) und Andreas Wellinger (110,00) hatten weniger Glück.
Besonders bitter war Wellingers Sprung: Trotz 120 Metern rutschte ihm bei der Landung ein Ski weg, was letztlich sein Ausscheiden bedeutete.
In seinem Duell gegen Valentin Foubert aus Frankreich hatte Prevc keine Probleme und sprang mit 129,5 Metern in den zweiten Durchgang.
Foubert sicherte sich mit 120,5 Metern den zweiten Platz der Lucky Loser, hinter Pius Paschke, der zuvor nur knapp gegen den Schweizer Gregor Deschwanden unterlag.
Kurz darauf traf Philipp Raimund auf Felix Trunz, den er mit 126 Metern gegen dessen 119 Metern deutlich hinter sich ließ und zunächst auf Platz vier vorrückte.
Die dritte Station der Vierschanzentournee gilt traditionell als Wegweiser für den Gesamtsieg. Wer in Innsbruck triumphiert, hat oft auch in Bischofshofen gute Chancen.
So könnte es heute auch Domen Prevc gelingen. Der Slowene gewann die ersten beiden Tournee-Springen und geht mit rund 20 Metern Vorsprung in den Wettkampf auf dem Bergisel.
Sein schärfster Konkurrent ist der Österreicher Jan Hörl, der die Qualifikation in Innsbruck als Erster abschloss. Dort erlitt Prevc bei schwierigen Windbedingungen seinen ersten Rückschlag. Vielleicht kann ihm gleich ein deutscher Springer das Leben schwer machen: Felix Hoffmann sicherte sich gestern einen starken fünften Platz und trifft nun im K.o.-Duell auf den Italiener Alex Insam.
Unmittelbar vor dem dritten Wettkampf in Innsbruck hat ein ehemaliger Top-Athlet seine Teilnahme abgesagt: Marius Lindvik (27) kehrt in seine Heimat Norwegen zurück und nimmt nicht am Wettbewerb in Bischofshofen teil.
Die Qualifikation zum Bergiselspringen verpasste der 27-Jährige am Samstag als 51. nur knapp.
„Es ist so schlimm, dass es mir peinlich ist. Ich weiß nicht, warum das passiert ist. Es ist einfach ärgerlich“, sagte er anschließend im Interview mit „Dagbladet“ und zeigte sich frustriert.
Die dritte Station der 74. Vierschanzentournee führt die Springer zum Bergiselspringen nach Innsbruck, wo sich am Samstag alle fünf deutschen Athleten für das Finale der besten 50 qualifizierten. Am Sonntag treten sie ab 13:30 Uhr in K.o.-Duellen gegeneinander an.
Bester DSV-Adler in der Qualifikation war Felix Hoffmann (28), der den fünften Platz belegte und es nun mit dem Norweger Alex Insam (28, 46.) zu tun bekommt. Philipp Raimund (25, 16.) misst sich mit dem Schweizer Felix Trunz (19, 35.), Pius Paschke (35, 23.) mit dessen Landsmann Gregor Deschwanden (34, 28.). Karl Geiger (32, 39.) trifft auf den Slowenen Rok Oblak (24, 12.) und Andreas Wellinger (30), der mit Platz 50 gerade noch ins Finale kam, springt gegen Qualifikationssieger Jan Hörl (27) aus Österreich.
Der bisherige Tournee-Dominator Domen Prevc (26) erlitt hingegen einen herben Rückschlag: Bei schwierigen Windverhältnissen kam er nur auf 112,0 Meter und belegte nur den 30. Platz.
Zweimal wurde Timi Zajc (25) bei der Vierschanzentournee wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert. Nun behauptet sein Verband, dass eher das Messverfahren dafür verantwortlich sei.
„Zajc verwendete den Anzug, da er die Messvorgaben vor dem Springen erfüllte“, erklärte der slowenische Skisprung-Chef Gorazd Pogorelcnik gegenüber der Nachrichtenagentur STA.
Die späteren Messungen durch den Weltverband FIS ergaben jedoch Abweichungen, der Anzug war drei beziehungsweise vier Millimeter zu groß. Pogorelcnik vermutet, dass „Wetterbedingungen oder natürliche Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Temperatur“ die Unterschiede verursachten. Künftig wolle man verstärkt darauf achten.
Gegen die Disqualifikation in Garmisch-Partenkirchen hat der Verband Einspruch eingelegt, da die Messung dort nicht wie üblich nach dem Springen, sondern vorher erfolgte.
Ein turbulenter zweiter Durchgang endete mit einem weiteren Sieg für Domen Prevc! Trotz schwieriger Windbedingungen ließ sich der Slowene nicht aus der Ruhe bringen und gewann das Neujahrsspringen mit 143 und 141 Metern klar vor den Österreichern Jan Hörl (141/131,5 Meter) und Stefan Embacher (134/141,5 Meter).
Während viele Konkurrenten rund um Hoffmann und Raimund wegen starkem Rückenwind enttäuschten, bewahrten die Deutschen ihre Ruhe und büßten im zweiten Durchgang nur jeweils eine Position an den Japaner Ryoyu Kobayashi ein, der mit einem Satz auf 141 Meter sechs Plätze gutmachte. Pius Paschke verbesserte sich um zwei Plätze und landete letztlich auf Rang 21.
In der Gesamtwertung stehen Hoffmann und Raimund auf den Plätzen vier und sechs und bleiben dem Podium somit weiterhin nahe.
Die Probleme mit dem Aufzug auf der Schanze wurden schneller behoben als erwartet, sodass die Athleten wieder normal den Aufstieg bewältigen können.
Der Kanadier MacKenzie Boyd-Clowes, der durch die Disqualifikation von Timi Zajc unabhängig von seiner Sprungweite weiterkam, eröffnete den zweiten Durchgang.
Chaos beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen! Der Start des zweiten Durchgangs verzögerte sich, da der Aufzug an der Schanze streikte und die Athleten nicht hochfahren konnten.
Zwar gibt es Treppen, doch aufgrund der Höhe der Schanze wäre das für die Springer keine Option gewesen, um vor dem Absprung keine unnötige Ermüdung zu riskieren, erklärte ZDF-Experte Severin Freund.
Trotz der erneuten Disqualifikation von Timi Zajc zeigten sich die deutschen Hoffnungsträger Felix Hoffmann und Philipp Raimund im ersten Durchgang erneut in starker Form!
Hinter dem Führungs-Trio aus Domen Prevc (143 Meter), Jan Hörl (141 Meter) und Ren Nikaido (137,5 Meter) belegten Hoffmann (134 Meter) und Raimund (134 Meter) die Plätze fünf und sechs und bleiben somit auf Tuchfühlung zum Podium.
Nur Pius Paschke (126 Meter) schaffte es als weiterer DSV-Springer in den zweiten Durchgang. Er setzte sich knapp gegen Karl Geiger (122,5 Meter) durch. Auch Andreas Wellinger (124,5 Meter) und Ben Bayer (120,5 Meter) unterlagen ihren Gegnern und zogen nicht als Lucky Loser ins Finale ein.
Erneut disqualifiziert: Slowene Timi Zajc scheidet wegen Anzugs aus!
Mitten im ersten Durchgang wurde bekannt, dass der Anzug des 25-Jährigen die Kontrolle nicht bestand – diesmal war er vier Millimeter zu groß. Eigentlich wäre Zajc als Neunter der Qualifikation im letzten Drittel des ersten Durchgangs gestartet, doch sein Kontrahent MacKenzie Boyd-Clowes tritt nun kampflos an und steht automatisch im zweiten Durchgang.
Am 29. Dezember war Zajc im Auftaktspringen ursprünglich Zweiter geworden, wurde dann aber wegen der Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert. Davon profitierte der Deutsche Felix Hoffmann, der dadurch aufs Podium nachrückte.
In wenigen Minuten steht das erste sportliche Highlight des neuen Jahres an: Ab 14 Uhr beginnt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Dabei eliminieren sich zwei DSV-Adler gegenseitig.
Wie schon in Oberstdorf müssen Karl Geiger (31. der Qualifikation) und Pius Paschke (20.) gegeneinander antreten, was für einen von beiden bedeutet, dass nur über die Lucky-Loser-Wertung noch eine Chance auf den zweiten Durchgang besteht.
Die anderen deutschen Springer haben dank stabiler bis guter Leistungen in der Qualifikation machbare Gegner bekommen. Ben Bayer (28.) trifft auf den Schweizer Sandro Hauswirth (23.), Andreas Wellinger (27.) auf den Norweger Robin Pedersen (24). Felix Hoffmann (8.) misst sich mit dem türkischen Springer Fatih Arda Ipcioglu (43.), während Philipp Raimund (5.) gegen den Finnen Eetu Nousiainen (46.) antreten wird.
Ein herber Rückschlag für den Esten Artti Aigro (26): Bei einem Training vor der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen stürzte er schwer und muss die Vierschanzentournee vorzeitig beenden – auch seine Teilnahme an den Olympischen Spielen ist damit fraglich.
Der Sturz ereignete sich bei der Landung im zweiten Training, Aigro wurde mit einem Rettungsschlitten aus der Arena gebracht. Die Diagnose lautet auf einen angerissenen Seitenbandriss im Knie sowie einen Mittelfußbruch am linken Fuß. Damit sind die Olympischen Spiele, die am 9. Februar mit den Skisprung-Wettbewerben der Männer beginnen, für ihn in weiter Ferne.
Immerhin bewies der 26-Jährige bereits Humor: Auf Instagram postete er ein Bild mit Krücken und dem Schriftzug „New Year, New Me“.
Sechs deutsche Springer qualifizierten sich für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.
Dazu zählen mit Felix Hoffmann und Philipp Raimund auch die beiden Athleten, die schon in Oberstdorf Spitzenplätze erreichten. Auch der zuletzt schwächelnde Karl Geiger ist am 1. Januar mit von der Partie. Pius Paschke, Andreas Wellinger und Ben Bayer sind ebenfalls dabei. Den weitesten Sprung in der Qualifikation absolvierte der Österreicher Stephan Embacher mit 145,5 Metern – Schanzenrekord!
Das Qualifikationssiegen ging erwartungsgemäß an den dominierenden Slowenen Domen Prevc, der 139,5 Meter weit sprang.
Bundestrainer Stefan Horngacher reagierte überrascht, als er im Interview von der Disqualifikation von Timi Zajc erfuhr. Seine Reaktion sorgte für Heiterkeit.
Als der Österreicher erfuhr, dass der bisher zweitplatzierte Slowene wegen eines Anzugs, der rund drei Millimeter zu groß war, ausgeschieden ist, entfuhr ihm ein „Das ist der Falsche!“. Hintergrund ist die nahezu übermächtige Dominanz von Zajcs Landsmann Domen Prevc, der sich im dicht gedrängten Feld nach nur einem Springen bereits deutlich abgesetzt hat.
Schon jetzt hat der 26-Jährige fast zehn Meter Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Daniel Tschofenig, dahinter folgen die Deutschen. Nach sechs Siegen in sieben Springen ist ein Einbruch von Prevc kaum zu erwarten.
Gute Nachrichten für Felix Hoffmann: Der Deutsche rückt doch auf das Podium vor! Der zweitplatzierte Slowene Timi Zajc wurde disqualifiziert, sodass Hoffmann von ursprünglich Rang vier auf Platz drei vorrückt.
Bei der Materialkontrolle wurde festgestellt, dass Zajcs Anzug minimal (drei Millimeter) zu groß war. Auch Philipp Raimund profitiert vom Ausscheiden des Slowenen und liegt nun auf Platz fünf.
Für Hoffmann ist es das erste Mal in seiner Karriere, dass er bei der Vierschanzentournee das Podium erreicht. Der 28-Jährige feierte in dieser Saison seinen großen Durchbruch, sprang kurz vor Tournee-Beginn erstmals aufs Treppchen und gehört seitdem zur erweiterten Weltspitze.
Nun erreicht er seinen vorläufigen Karrierehöhepunkt und wird vor heimischem Publikum auf dem Podium gefeiert.
Nur zwei deutsche Skispringer schafften es überhaupt in den zweiten Durchgang – beide überzeugten: Beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee erreichten Felix Hoffmann (132,5/136 Meter) als Vierter und Philipp Raimund (136/133 Meter) als Sechster die Top Ten.
Im zweiten Durchgang verbesserten sich beide noch und verpassten das Podium nur um weniger als zwei Punkte. Der überlegene Slowene Domen Prevc (141,5/140 Meter) dominierte erneut, während Timi Zajc und der Österreicher Daniel Tschofenig punktgleich Zweite wurden.
Prevc führt die Gesamtwertung mit 17,5 Punkten Vorsprung an, Hoffmann und Raimund bleiben in Schlagdistanz zum Gesamtpodium.
Die Entwicklung, die sich in den vergangenen Wochen abzeichnete, setzte sich in Oberstdorf fort: Abgesehen von Philipp Raimund und Felix Hoffmann können die deutschen Springer aktuell nicht mithalten. Nur diese beiden erreichten beim Auftaktspringen den zweiten Durchgang.
Dabei lieferten sie beachtliche Leistungen ab: Hoffmann kam mit 132,5 Metern auf Rang sechs, Raimund (136 Meter) folgte direkt dahinter auf Platz sieben.
Früh gab es jedoch Rückschläge: Pius Paschke verlor sein Duell gegen Robin Pedersen (Norwegen) äußerst knapp, auch Andreas Wellinger unterlag deutlich Hoffmann. Constantin Schmid und Luca Roth verloren erwartungsgemäß klar gegen die Weltklasse-Springer Ryoyu Kobayashi (Japan) und Jan Hörl (Österreich) und konnten nicht über die Lucky-Loser-Wertung weiterkommen.
Vorne setzte sich der Slowene Domen Prevc (141,5 Meter) souverän ab, während Jan Hörl und Jonas Schuster die Top drei komplettierten.
Bei der Vierschanzentournee wird traditionell anders gesprungen als bei den übrigen Weltcup-Events: Die 50 qualifizierten Athleten kämpfen nicht einzeln, sondern in direkten Duellen um den Einzug in den zweiten Durchgang. Die besten fünf Verlierer (Lucky Loser) runden das 30-köpfige Finale ab.
Für die Deutschen, die in der Qualifikation von Oberstdorf nicht besonders stark waren, bedeutet das harte Gegner beim Auftaktspringen: Constantin Schmid (44. der Quali) trifft auf den Weltranglisten-Zweiten Ryoyu Kobayashi (7.) aus Japan, Luca Roth (46.) auf den Österreicher Jan Hörl (5.). Zwischen Andreas Wellinger (39.) und Felix Hoffmann (12.) kommt es zudem zum deutsch-deutschen Duell.
Der Zweitplatzierte der Qualifikation, Philipp Raimund, bekommt es mit Junshiro Kobayashi (49.) zu tun, Pius Paschke (21.) misst sich mit dem Norweger Robin Pedersen (30.).
Eine große Enttäuschung für Karl Geiger! Der fünffache deutsche Weltmeister steckt in einer Formkrise und scheiterte auf seiner Heimschanze in Oberstdorf bereits in der Qualifikation.
Beim Sieg von Domen Prevc (139,5 Meter) kam Geiger nach nur 106,5 Metern ins Ziel und belegte Platz 53 – nur die besten 50 dürfen am Auftaktspringen am Montag (16:30 Uhr) teilnehmen.
Neben Geiger schieden auch Ben Bayer (52.) und Max Unglaube (60.) aus der nationalen Gruppe aus, während die übrigen Deutschen sich für den ersten von vier Tournee-Wettkämpfen qualifizierten.
Als bester DSV-Springer landete Philipp Raimund (132,5 Meter) auf dem zweiten Rang, auch Felix Hoffmann erreichte als Zwölfter die Top 15. Dahinter folgten Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.), was zum deutsch-deutschen Duell zwischen Hoffmann und Wellinger führt.
Die Vierschanzentournee startet traditionell am 28. Dezember mit der Qualifikation für das erste Springen in Oberstdorf. Nach Stationen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck findet das große Finale am 6. Januar in Bischofshofen statt.
Die wichtigsten Termine im Überblick: